Klosters: Gadäwäg und ein Geheimtipp

Corinne, Mami von 2 Kindern (6+11):

Wir lieben die Berge. Und Klosters. Dieses hübsche Bergdorf ist schon fast ein bisserl zu einer zweiten Heimat von uns geworden. Wir geniessen die Natur und die Familienzeit, in Klosters gibt es unzählig viele Unternehmensöglichkeiten.

Bei unserem letzten Aufenthalt haben wir unter anderem die kleine Wandeurng "Gadäwäg" gemacht und dabei einen phänomenalen Geheimtipp entdeckt, den wir euch unbedingt verraten möchten.


Gadäwäg in Klosters inklusive Geheimtipp

Mit dem Bus fahren wir bequem und innerhalb von wenigen Minuten ab Kloasers Kirchplatz hinauf zur Haltestelle Höhwald. Etwas weiter oben gibt es auch einen Parkplatz für Autos, da unsere kleine Wanderung jedoch wieder unten im Tal enden wird entscheiden wir uns für die Öffentlichen Verkehrsmittel*.

*Gut zu Wissen: Davos Klosters Card: Die Davos Klosters Card erhalten alle Hotelbesucher ab einer Übernachtung kostenlos dazu.  Sämtliche Bergbahnen von Klosters und Davos, die öffentlichen Verkehrsmittel und viele weitere Angebote können so kostenlos genutzt werden.

Von hier startet unsere "Gadäwäg-Wanderung". Bepackt mit Wanderschuhen, Rucksack und Verpflegung freuen wir uns auf eine Wanderung zu verschiedensten auf dem Weg verstreuten "Gadähäusern".


Ich liebe, liebe, lieeeeebe diesen Weg. Er führt uns durch wunderschönste Naturlandschaften, satte, grüne Wiesen, Wälder und immer wieder werden wir mit einem wunderschönen Ausblick auf Berg und Tal belohnt.

Schon bald entdecken wir weit vor uns den ersten "Gadä", laut Karte dürfte dies der Rütistall sein.

Der Blick von aussen in den Stall stellt mit Leuchtbildern (die Inszenierung beginnt auf unseren Knopfdruck) verschiedene Personen vor. Sie erzählen von ihren vielseitigen Tätigkeitsfeldern in der hiesigen Landwirtschaft.
Danach geht's weiter zum Bodestall. Dieser widmet sich den Tieren, welche die Klosterser Bauernhöfe bevölkern. Wir erfahren, dass rund 1760 Rinder (so viele!) jährlich auf den Alpen von Klosters weiden, sogar Yaks leben hier, wenn auch nur in kleiner Zahl.

 

Und dann. dann erreichen wir ihn, den angekündigten Geheimtipp, und das ist er wirklich! Das "Besäbeizli Hennägadä".

Ein Must-Go: Wenn Ihr einmal in Klosters seid, müsst Ihr hier einfach vorbei schauen, der Weg lohnt sich doppelt und dreifach. Versprochen. Bei schönem Wetter kann man hier gemütlich und in idyllischsten Verhälnissen unter grossen Bäumen sitzen, die Aussicht geniessen, dazu kann man sich im kleinen "Schöpfli" nebenan etwas feines zu trinken und zu essen aussuchen. Wunderschön: Hier basiert noch alles auf Vertrauenbasis. Ein Kässeli steht neben der dampenden Kaffeemaschine bereit, verschiedene frisch gebackene Kuchen (Tipp: Unbedingt die Linzertorte probieren!) und kühl gestellte Getränke ebenso. Im Kühlschrank warten frisch und regional zubereitete Alpkäse und feine Salsiz darauf erstanden zu werden.

 

Die Lage dieses Beizlis ist so bezaubernd, dass ich mich kaum einkriege vor Freude. Einmal hier, möchte man nicht mehr weg. Kein Autolärm, keine Häuser, lediglich Natur pur mit entspannendster Atmosphäre lassen und hier einen Ferientag in vollen Zügen geniessen. Wunderbar. Die Kinder streifen umher, plantschen am kleinen Brunnen und sind einfach nur zufrieden. Wir auch.

Später, viel später tauchen wir im oberen Stockwerk des Besäbeizli in die Heil- und Wirkkraft von einheimischen Kräutern ein. Die Bergbauern versorgten sich früher fast ausschilessich aus eigener Kraft, dazu gehörte dann auch ein Kräutergarten. Aus dessen Ernte wurden Gewürze, Tee und diverse Heilmittel hergestellt. Wir entdecken Kräuter wie Pfefferminze und Ringelblume, Süssdolde oder Wegmalve und erfahren wie vielseitig sie angewendet werden können. Spannend.

Gut zu Wissen: Das Besenbeizli ist teilweise bedient. Falls nicht, ist eine Selbstbedienung eingerichtet. Eine Toilette befindet sich angebaut an den Stall oberhalb vom Hennägadä. Diese ist durchgängig geöffnet.


Leider kommen wir aber doch nicht drum herum, irgendwann brechen wir auf und nehmen den letzten Weg des Gadäwägs in Angriff. Von hier aus geht es fast stetig ein bisserl bergab. Der Weg ist nicht anstrengend und ist mit dem Kinderwagen begehbar.


Wir passieren noch einige weitere Ställe, lernen so einiges über das hiesige Kunsthandwerk und tauchen im Bergstall in die Klangwelt der Berge ein. Einen wunderbaren, bereichernden Nachmittag später treffen wir wieder im Dorf ein, warten am Dorfplatz auf den Bus und fahren zufrieden zurück ins Hotel.

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Übernachtung
Wenn wir in Klosters sind, übernachten wir jeweils im Hotel Sport Klosters. Noch selten haben uns in einem Hotel so wohl gefühlt. Das Hotel ist einfach und schon etwas in die Jahre gekommen, aber die Lage ist top, die Preis-Leistung ebenso, die Leute sind sehr gastfreundlich und herzlich, das Essen sehr fein, die Kinder können sich im Spielzimmer vertun, Minigolf spielen, es gibt Tennisplätze, Ping Pong, Billard, Miigolf, eine Kegelbahn, ein Hallenbad und einen kleinen Aussenspielplatz. Und der Name ist Programm: Das gesamte Sportangebot des Hotels ist kostenlos.