Flims: Aussichtsplattform "Il Spir"

Corinne, Mami von 2 Kindern (6+11):

Wir lieben die Berge. Wann immer möglich entfliehen wir dem Alltag für ein Stündchen, noch besser natürlich für ein oder auch zwei Tage um ein bisserl Familienzeit in der Natur zu geniessen. In Laax sind wir öfters anzutreffen. Hier gibt es unzählig viele schöne Unternehmensmöglichkeiten, den einen oder anderen Geheimtipp haben wir zwischenzeitlich gut auf Lager... Bei unserem letzten Besuch haben wir einen Ausflug zur spektakulären Aussichtsplattform Il Spir unternommen. Wahnsinnig schön.


Ausflugsziel Flims: Rheinschlucht Il Spir &  Crestasee

Die Region rund um Laax hat unglaublich viel zu bieten und ist vor allem für den wunderschönen Caumasee bekannt. Wahrlich, ein Bergjuwel das seinesgleichen sucht. Aber auch danebst gibt es unglaublich viel zu unternehmen. Die Natur ist zauberhaft und bietet für jeden Geschmack ganz viel. Bei unserem letztem Aufenthalt entdeckten wir die uns bis dahin noch unbekannte und unglaublich faszinierende Rheinschlucht.

Aussichtspunkte um dieses grandiose Naturspekakel zu geniessen gibt es einige. Die "Il Spir" soll jedoch die spektakulärste und auch die Höchste unter all ihnen sein. Ihr könnt euch vorstellen, für welche wir uns entschieden haben...

 

Übernachtet haben wir im rocksresort (wer hier fleissig mitliest, weiss: wir lieben es hier zu sein!). Das Wetter meint es nur mässig gut mit uns (stört uns nicht) und wir entscheiden uns spontan Fahrräder zu mieten (Bemerkung: Das Resort verfügt über super-moderne Mountainbikes, Kinderveloanhänger sind ebenfalls vorhanden. In Ferienzeiten lohnt sich eine frühzeitige Reservation), um für einmal per Rad ans Ziel zu gelangen.

Weit kommen wir nicht, nur wenige Minuten nach Abfahrt passieren wir im Flimserwald den bekannten Hochseilpark. (Link...) Ich muss zugeben, er sieht wirklich toll aus (und das aus meinem Mund!), so entscheiden wir uns für einen Zwischenhalt. Gstältli und Helme gibts im Holzhüttli, wir werden freundliche instruiert, dann geht das Klettererlebnis auch schon los: hoch - höher - und noch ein bisserl höher (Von 2 bis 12 Meter ist alles mit dabei), bis über die Baumwipfel hinaus. Ich erbarme (!) mich und begleite die Kleine, die den süssen Kinder-Parcours "Bärenweg" absolviert, die Grosse und ihr Papa entdecke ich in weiter Ferne auf Höhe Einhörchenwohnung. Wir verbringen eine tolle Zeit, decken uns mit genügend Adrenalinschub-Proviant für die nächsten Jahre ein, bevor wir den weiteren Weg in Angriff nehmen.

Es geht stetig leicht bergab, der Weg ist gut befahrbar und nicht anstrengend. Immer wieder begegnen wir freundlich grüssenden Wanderern und Spaziergängern. Ich liebe, liebe, lieeeeebe den Weg: Er führt uns durch wunderschöne Naturlandschaften, wir passieren schönste Waldpassagen, geniessen die Aussicht auf plätschernde Bächer und kleine Wasserfälle, überqueren hübsche Brücken... Einfach nur schön.

Nach einer Weile befinden wir uns auf einem Aussichtspunkt, der uns die Sicht auf den Caumasee frei gibt. Wunderschön glitzert er uns aus der Ferne entgegen,
ein Bergjuwel, der seinesgleichen sucht. Wir beschliessen, ihm morgen einen Besuch abzustatten. Heute aber geht die Reise für uns in die entgegen gesetzte Richtung weiter. Eine gute halbe Stunde später finden wir uns an einem ersten, kleineren, Aussichtspunkt über die Rheinschlucht ein. Bereits diese Aussicht ist atemberaubend und lässt uns inne halten. Was mag da noch kommen? Auf dem Bänkli mit Luxus-VIP-Aussicht verspeisen wir unser mitgebrachtes z'Mittag und geniessen.

Und dann... dann erreichen wir Conn. Hier befindet sich die Aussichtsplattform Il Spir. Über eine hohe Stahltreppe gehts hinauf, es "gwagglet" und windet ziemlich fest, mutig schreiten wir trotzdem weiter hinauf. Oben angekommen sind wir einmal mehr sprachlos und lassen aus diesem Grund Bilder statt Worte sprechen:

Die Rheinschlucht wird in Reiseführern oftmals als «Swiss Grand Canyon» bezeichnet. Zu recht - das ist uns nun klar, sie gehört wahrlich zu den spektakulärsten Landschaften im Kanton Graubünden. Die bis zu 400 Meter tiefe und rund 13 Kilometer lange Schlucht wurde durch die Schuttmassen des Flimser Bergsturzes gefräst. Einmal mehr wird uns die Macht der Natur bewusst.

 

Wir verbringen eine ganze Weile. Geniessen die Aussicht, das Erlebnis, inszenieren Titanic ("My Heart will go on oh oh ohhhh...) und bestaunen dieses faszinierende und einmalig schöne Naturschauspiel.

Später, viel, viel später fahren wir weiter zum Crestasee der ideal auf unserer Route liegt. Keine 20 Minuten später stehen wir auch schon an seinen Ufern. Der See ist berühmt für sein klares Wasser und gehört zum Inventar der geschützten Naturdenkmäler. Dieser See ist schlicht bezaubernd, er glitzert in den schönsten Farben und strahlt dabei gleichzeitig eine Ruhe und Schönheit aus, die es mir unmöglich machen, dies in Worte zu fassen. Wenn Ihr einmal in der Gegend seid, müsst Ihr hier einfach vorbei schauen. Ein Must-Go. Der Weg lohnt sich doppelt und dreifach. Versprochen.

 

Der See ist so bezaubernd, dass ich mich kaum einkriege vor Freude. Einmal hier, möchte man nicht mehr weg. Kein Autolärm, keine Häuser, lediglich Natur pur und erholsame Atmosphäre lassen uns hier schönste Stunden in vollen Zügen geniessen. Wunderbar.

Man kann fast nicht anders, man muss einfach reinspringen. Wie gut haben wir an die Badesachen gedacht. Der Himmel ist nach wie vor bedeckt, die Sonne nicht in sicht. Das Wasser jedoch ist erstaunlich warm und Schwimmen auch für "Gfrörlis" wie wir das sind problemlos machbar.


Gut zu Wissen:

  • Beim Steg tun wir das dann auch, hier wäre es auch möglich SUPs zu mieten (beim nächsten Mal) und sich mit Getränken und kleinen Snacks einzudecken. Das eintrittspflichtige Naturbad ist in der Sommersaison, je nach Wetter, von Mitte Mai bis Mitte September geöffnet und wird durch einen Bademeister beaufsichtigt und betreut. Der Eintrittspreis dient zur Instandhaltung und Pflege des Sees. 
  • Direkt neben dem Kiosk gibt es eine Feuerstelle. An Badetagen heizt der Bademeister jeweils um 11:30 Uhr den Grill an. Die Feuerstelle darf von sämtlichen Gästen genutzt werden. Holz steht zur Verfügung.

Erst am späten Nachmitag begeben wir uns auf den Weg zurück ins Resort. Ein wunderschöner Tag mit unglaublich faszinierenden Naturspekakeln neigt sich dem Ende zu. Wir sind müde - aber glücklich.


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Übernachtung
Wenn wir in Laax sind, übernachten wir gerne im rocksresort. Hier stimmt einfach alles für uns: Die Apartments sind wunderbar geräumig, stilvoll und gleichzeitig gemütlich (ich bin zudem ein bisserl "süchtig" nach der Dampfdusche...) eingerichtet. Familien fühlen sich sowieso pudelwohl, kleine wie auch grössere Kinder kommen hier auf ihre Kosten. Und auch Teenager werden es lieben hier Ferien mit ihren Eltern zu machen (das soll doch was heissen!).

 

Das Resort erinnert an ein kleines Dorf, der Platz in der Mitte der Rocks ist Begegnungsort und Wohlfühloase zugleich, die Stimmung rundum entspannt. Die zahlreichen, allesamt tollen, Restaurants, ein gemütliches Café (bekannt für den besten Kafi Europas!), die Bäckerei (um das Kosten der Berliner kommt man einfach nicht herum.) und eine coole Burger-Bude (so viel sei verraten: "007"...) runden das Angebot ab. Auf dem ganzen Gelände herrscht eine lockig-flockige Atmosphäre und wer danebst noch Lust auf ein bisserl Wellness hat, der hüpft einfach kurz ums Eck. Die Lage ist "eineweg" top. Unzählige Ausflugsmöglichkeiten befinden sich in nächster Nähe, der kostenlose Shuttle-Bus fährt die wichtigsten Destinationen an, die Bergbahn (und auch die Kinderskischule) befinden sich keine 50 Meter von den Häuser entfernt. Wir lieben es hier zu sein und freuen uns schon aufs nächste Mal. Bald.