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Ausflug ins Verkehrshaus Luzern

Corinne, Mami von 2 Kindern (6 und 10 Jahre):

"Lang ist's seit unserem letzten Besuch her. So wurde es  wieder einmal Zeit und wir besuchten letztes Wochenende das Verkehrshaus in Luzern. Unsere Grosse hatte eine schlechte Nacht und am Morgen auch etwas erhöhte Temperatur. Weil wir bereits Ticktes fürs Filmtheater (freu, freu) hatten, entschieden wir uns trotzdem zu fahren, s’Grossmami freute sich umso mehr auf den spontanen „Babysitter-Einsatz. Nun taucht viel mehr die Frage auf, ob das Verkehrshaus für die Kleine genügend spannend ist, we’ll find out."


Auf ins Verkehrshaus

Das Verkehrshaus gehört ein wenig zu meinen Kindheitserinnerungen. Wir waren früher oft hier und ich erinnere mich noch sehr genau an die Halle mit den vielen  Zügen. So finde ich mich hier auch zugleich wieder zurecht.  

 

Vorneweg ein kleiner Tipp: Hier ist es heute ziemlich frisch und wir hätten die Jacken besser nicht im Auto gelassen. Die Kleine macht es sich in der XXL-Jacke von GG gemütlich. Das kleine, schwarze Gespenst, welches nun von Waggon zu Waggon rennt und in die gut verteilten, geheimen Schatzkisten schaut gehört also zu uns.

 

Die Rössli vor der Kutsche mussten wir unbedingt streicheln, uns egal, dass sie nicht echt sind.

Weiter vorne gibt’s einen Flipperkasten, dort finden wir meinen verloren geglaubten Mann – in bester Gesellschaft von weiteren Papis – wieder. Mit dem Lauf der Kugel dieses Riesenflipperkastens wird gezeigt, was alles in Gang gesetzt wird, wenn ein einziger Gast in der Schweiz Ferien macht.

Wir bestaunen die Güterzugsloki Krokodil, "nei Schatz, ned Kllllokodil, Krrrrrrrokodil", und bleiben lange bei der letzten grossen Schweizer Dampflokomotive "Elefant" stehen. Darf ich vorstellen, Elefant himself:

Die Halle ist toll. Hier drehen wir auch eine Runde im Hamsterrad und Papi und Tochter treten ein Wettrennen gegen die Zeit an. Wer das Spiel wohl gewonnen hat?

Ach, und dann stehen wir vor der Stoos-Bahn. Wir betreten die Originalkabinei und betrachten die Halle aus der Höhe. Lustig, noch kein Monat ist es her, seit wir die steilste Standseilbahn der Welt in „Echt“ erlebt haben (Hier gehts zu unserem Ausflug, inkl. Weltrekord: Link...), ein tolles Erlebnis.

Später spazieren wir unter einer Eisenbahn hindurch, wo sonst ist so etwas möglich? Es ist ganz schön beeindruckend zu sehen, was es alles so benötigt um einen Zug zum fahren zu bringen.

Für einmal ist auch "obendrauf" erlaubt... Jeiii - So ein Verkehrshaus das ist lustig, so ein Verkehrshaus das ist schön. Mir gefällts.

Wer mich kennt, weiss, ich hab ein grosses Faible für alte Werbeplakate. Und hier gibts ganz viele davon - love it:

Die Arena in der Mitte des Geländes ist riesig. Bei gutem Wetter kann man sich hier sicherlich stundenlang aufhalten und beschäftigen. Es gibt Kick Boards, man kann Pedalo fahren, Mini-Züge verladen und Bus fahren. Ein Museumstag bei Regenwetter wie heute ist toll, aber wir hätten doch auch gerne ein wenig Zeit hier draussen verbracht, es „gluschtet“ schon sehr. Nächstes Mal.

 

Von dieser Arena aus hat man Zugang zu allen Hallen: Die Welt der Schiffe, Seilbahnen, die  Welt des Strassenverkehrs…In letzterer werden wir unser – einstimmig so entschieden – Lieblingsobjekt des Tages vorfinden: Die im April 2017 eröffnete magische Welt der Spiegel und Reflexionen. Auf gleichförmigen Sechsecken ist die 85m2 grosse Installation aufgebaut. Die Besucher können sich darin frei bewegen und die Spiegelwelt erkunden. Lose verteilt trifft der Besucher auf verschiedene Verkehrsteilnehmer. Durch drehbare Spiegelelemente entstehen ständig wechselnden Raum- und Lichtsituationen.

 

Wir irren umher, suchen unsere Spiegelbilder und finden am Ende in einem Lichtermeer. Wunderschön. Fotos = ein Must.

Im Verkehrshaus gibt es so vieles entdecken. In der Flugzeughalle hängt das weltweit grösste Modell der „Solar Impulse 2“, mit der Bertrand Piccard  die Welt umrundet hat. Dazu gibt es eine Nachbildung des Cockpits, in dem nehmen wir Platz.

 

Wir drehen eine Runde mit dem Gleitschirm. Danach ist uns "drümmlig", fast wie in echt.

Und wir bewundern die vielen, alten Maschinen, die auf Hochglanz poliert sind und den ersten Heissluftballon. Später zieht es uns noch etwas in die Tiefe, und wir besteigen das U-Boot „Mesoscaph“.

Als nächstes gings zur Luftfahrt. Hier waren wir alle besonders von der Raumfahrtsausstellung fasziniert. Es ist eindrücklich all die Bilder über die ersten Mondlandungen 1969 zu sehen. Wow, ich habe erfahren, dass exakt an meinem Geburtstag, lediglich ein paar Jährlich früher, der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, wer an Board der aller ersten Rakete - Apollo - sein wird.).

 

 

So, weiter geht’s zu den Seilbahnen, und den Sesselliften, und dann zur Schifffahrt wo wir uns eine ganze Weile im Morsern versuchen.Hallo = .... .- .-.. .-.. ---
... / --. .. -... - / -. --- -.-. .... / ... --- / ...- .. . .-.. / -- . .... .-.  (Übersetzung gefällig?: Es gibt so vieles hier zu sehen).

 

Nach der Vorführung im Planetarium stellen wir fest, dass wir uns seit mehr als fünf Stunden im Verkehrshaus aufhalten und langsam die Heimreise antreten sollten. Wahnsinn, wir haben auch jetzt nur einen Teil der über 3000 Ausstellungsobjekte gesehen. Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Wir verabschieden uns, nur vorerst, vom Verkehrshaus. Nicht aber ohne noch einen Hurrikan anzufassen, toll:

 

Fazit:

Ein Museum zum anfassen: Im Verkehrshaus gibt es unglaublich vieles zu entdecken. Toll ist, dass die Kinder, auch die Kleinen, hier so viele Dinge anfassen und selber bedienen können, das macht dieses Museum so lebendig und niemals langweilig. Im Verkehrshaus kann man sich "super-easy" den ganzen Tag aufhalten, ein Besuch passt gut bei Regenwetter, ist aber auch schön, wenn die Sonne scheint, weil dann die Arena im Zentrum des Museums genutzt werden kann. Toll für die Kinder, aber auch für die Erwachsenen, denen hier ganz bestimmt eine Weile zum "Beine strecken" gegönnt wird.

Info: Das Verkehrshaus hat täglich geöffnet. Ein Tagespass kostet pro Person CHF 56.- (für Kinder unter 6 Jahren CHF 11.-) und befugt zum Eintritt in alle Themenbereiche: Museum, Filmtheater, Planetarium und Swiss Chocolate Adventure. Informationen zum Verkehrshaus, Eintrittspreise und Öffnungszeiten gibts hier...

Unsere Testscout Familie:

Ganz aktuell wurde die Sonderausstellung „Die Schweiz fliegt!» eröffnet, in der die Faszination Fliegen zum Erlebnis wird. Uns war klar, ¨über diese neue Ausstellung möchten wir berichten. Da müssen wir unbedingt eine Testscout-Familie hinschicken. Unter allen BewerberInnen hat das Los entschieden: Gewonnen hat Tamara. Zusammen mit ihrer Familie ist sie im Mai nach Luzern aufgebrochen und hat die Ausstellung - und noch vieles, vieles mehr - für uns unter die Lupe genommen. Zum Bericht...