Bauernhof-Ferien: Landgut Moserhof

Moos 1, 8916 Penk, Österreich

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Corinne, Mami von 2 Kindern: "Bei der Suche nach unseren Ferienomizilen halten wir jeweils Ausschau nach einer Destination "mit dem Gewisssen Etwas", eine Portion Charme nehmen wir auch immer gerne in die Wunschliste mit auf, klein und fein ist ganz nach unserem Geschmack und familienfreundlich soll es sein. Nebenbei versuchen wir uns oftmals im Spagat, die verschiedensten Bedürfnisse zwischen uns Erwachsenen, einem Teenager und einer Erstklässlerin in den Griff zu kriegen. Fündig wurden wir für die Herbstferien, einmal nur wir Mädels ohne Papa, in einem Urlaubsbauernhof in Österreich, der neben ganz vielen Tieren (immer gut!), einem Reitstall mit täglichem Reitunterricht, einem lebensgrossen Puppenhaus, einer Spielscheune und ganz viel Platz zum Toben auch einen Badeteich, schönste Natur, ein Chalet-Dorf mit ganz viel Komfort und Stil, einem eigenen Hot Pot (Wahnsinn!) und ein hübsches „Wellnesshäusle“ im Angbot hat. Aber der Reihe nach.

 

Urlaubsbauernhof mit ganz viel Charme und Stil

Die Anreise hat es in sich. Gute sechs Stunden - ohne Pausen - sind wir unterwegs, für einen Kurz-Tripp wären das definitiv zu viele Kilometer. Wir nehmen's sportlich, genehmigen uns viele Pausen und sind mit den verschiedensten Hörspielen ausgerüstet. So klappt's dann auch tip top. Tipp: Bei einem nächsten Mal würden wir grosszügige zwei, drei Tage obendrauf geben, und einen Städtetrip in der wunderschönen Stadt Salzburg, wir passieren sie auf unserem Weg, einzuplanen.

 

Am späten Nachmittag erreichen wir das Landgut Moserhof. Kaum parkiert, werden wir vom süssen Hofhund Heiko empfangen, die Kinder entdecken in den Ferne bereits die ersten Tiergehege, den Reitstall, Geissen und ein Pony. Irgendwie schaffe ich es sie mit „Wunderwaffe Mami“ (Geheimnis!) noch für ein paar Minuten fern zu halten, wenigstens bis wir „eingecheckt“ haben.

 

Frau Hartweger empfängt uns herzlich unkompliziert und händigt uns den Schlüssel zu unserem Chalet sowie die *Kärtner Gästekarte aus. Hier ist alles in guten, raschen Distanzen erreichbar, vom Haupthaus/Gutshof aus in dem das Frühstück, die tägliche Jause und 3x in der Woche auch ein, sehr feines, Abendessen genossen werden kann ist das Feriendorf gerade mal 150 Meter entfernt. Fürs ein- und ausladen des Gepäcks dürfen wir vor die „Haustüre“ fahren, ansonsten herrscht hier striktes Fahrverbot, was ich – vor allem auch mit Kindern – sehr schätze und geniesse.

 

*Kärtner-Gästekarte: Ab einer Übernachtung im Landgut Moserhof ist der Eintritt für viele Ausflugsziele kostenlos oder stark vergünstigt möglich, Fahrten mit den Bergbahnen und Schiffahrten sind ebenfalls gratis. Ganz wunderbar, um das Ferienbudget zu schonen.

 

Unser Chalet

Das Chaletdorf strahlt schon von weitem einen ganz besonderen Charme aus. Es ist schwierig zu beschreiben, wie wunderhübsch und idyllisch das „Dörfchen“ hier, inmitten wunderschönster Natur, vor uns liegt. Ich hoffe, dass die mitgebrachten Fotos, euch zumindest ein klein „bisserl“ die vorgefundene Atmosphäre beschreiben mag.

 

Bereits vor Eintreten ins Hausinnere sind wir schwer verliebt. Das Haus ist schlicht bezaubernd und mit viel Liebe zum Detail und hübschen Details ringsherum geschmückt. Ich entdecke den tollen Balkon mit Sicht auf Wald, Berge und die Moll, die keine 20 Meter vom Haus entfernt vorbei fliesst. Ein Highlihgt jagd das nächste: Meine Grosse entdeckt den Hot Pot. "Wahnsinn, unseren Hot Pot". Das Abendprogramm ist gesetzt.

Dann treten wir ein in die gute Stube: Kann das sein, befinden wir uns tatsächlich noch immer auf einem Bauernhof? Das Wohnzimmer erstrahlt mit ganz, ganz, ganz viel Charme und Gemütlichkeit. Die Kombination aus Holz, Stoffen und einem Akzept Alpen-Chic ist gekonnt und wunderbar gewählt. In die Küche verliebe ich mich auf Anhieb. Ist sie nicht bezaubernd?:

Nebenan befindet sich ein Schlafzimmer, ein grosszügiges Badezimmer und eine separate Toilette. Über eine Treppe gehts hinauf in die obere Etage. Hier gibts weitere zwei Schlafzimmer, beide sehr grosszügig, eines davon mit einem weiteren Balkon und ganz viel Stauraum für unser Gepäck. Es ist der Wahnsinn und ich befürchte, hier will am Ende niemand mehr von uns jemals wieder weg.Und nun? Die Entscheidung fällt nicht leicht. Einfach gemütlich lümmeln und geniessen oder sollen wir uns auf den Weg machen, um den Rest des Landgutes zu rekognostizieren... Am Ende siegt die Neugier (natürlich, wie immer!). Wir erkundigen den das gesamte Feriendorf, entdecken weitere Chalethäuser, jedes in einem etwas anderen Stil.

Informationen rund um den Hof

  • Urlaubsbauernhof mit 4-Sterne Komfort
  • Reitunterricht
  • Ferienwohnungen und Chalets in versch. Grössen
  • Chalets mit eigenem Hot Pot verfügbar
  • Wellnesshäusle
  • Badeteich
  • Frühstücksbuffet oder Frühstückskorb buchbar
  • Kinderprogramm (saisonal)
  • Gute Ausgangslage für Unternehmungen in der Natur

Preisbeispiel

Die Premiumchalets (am Wasser und mit eigenem Hot Pot (Für bis zu 6 Personen) kostet in der günstigsten Zeit 245 Euro pro Tag – 1715 Euro für 7 Tage. In der Hauptsaison 325 Euro pro Tag.

 

Während der Hochsaison sind die Chalets nur in Kombination mit der Landgut Kulinarik buchbar, diese ist im Preis nicht enhalten. Im Wäschehaus kann während des gesamten Aufenthaltes kostenlos gewaschen werden, zu jeder Zeit stehen Kaffee, Tee, Wasser & Aepfel bereit, der Eintritt in den Wellnessbereich ist inbegriffen.

Am günstigsten fährt man in der 70m2 grossen Hofgutssuite (Ferienwohnung) für eine Familie mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern. 140 Euro in der Nebensaison, Euro 220 in der Hochsaison - für eine Woche bezahlt man so maximal 1540 Euro.

 

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(Die Angaben sind ohne Gewähr.)

 

Kärntner-Gästekarte

Ab einer Übernachtung im Moserhof gibt's die Kärntner-Gästekarte kostenlos dazu. Eine tolle Sache, mit der wir viel Geld gespart haben: Hiermit sind viele Attraktionen, Ausflugsziele wie auch die meisten Bergbahnen und Schiffahrten kostenlos nutzbar.

 

Good to Know: Für Ferien während den Schulferienfrühzeitig reservieren, die Chalets sind jeweils gut gebucht.

 

Lage

Der Bauernhof befindet sich inmitten der Nationalparkregion Hohe Tauern, ca 1.5 Stunden von Salzburg entfernt und direkt an der Moll. Die Bergregion zählt mit zu den schönsten, auch dank dem höchsten Gipfel Österreichs (dem Grossglockner) und den vielen, wunderschönen azurblauen Badeseen.

 

Einkaufen kann man im Nachbarsdort Obervellach, hier gibt es neben einem historischen Dorfkern einige Restaurants und einen grossen Spar. Ansonsten wirkte das Dörfchen während unserem Besuch jedoch ziemlich verschlafen. Die Ortschaft Penk (welche scheinbar zu einem der lebenswertesten Dörfer Kärtens gewählt wurde) befindet sich gerade mal drei Fahrminuten vom Hof entfernt.

 

Weniger schön ist, dass die grosse Stromleitung, welche für die Stromversorgung des gesamten Tals zuständig ist, direkt über den Hof hinweg führt.


  • Aus: Schweiz
  • Reisezeit: Herbst 2018
  • Verreist als: Familie
  • Mitgereiste Kinder: 2
  • Aufenthaltsdauer: 6 Tage
  • Reiseart: Herbstferien

    Distanzen
  • Obervellach/Dorf: 2 km
  • Einkaufen: 2 km
  • Salzburg: 1.5 Fahrminuten

Restaurant-Tipp

Ca. zwei Kilometer vom Ortskern Obervellach entfernt befindet sich die  Launsberghütte in wunder-schönster, wildromantischer Natur. Bereits die Anfahrt ist ein Erlebnis. Oben angekommen gibt's Almidylle pur.

Die Kinder können im Aussenbereich Gokart fahren, auf dem Estrich gibt es Spielkisten und genügend Platz um sich zu tun. Das Essen schmeckt himmlisch. Heimisch, biologisch, vegan und regional ist die Philosophie.



Ein erster Hofrundgang

Da gibt es kleinere, grössere, doppelstöckige wie das unsere oder solche auf nur einer Etage, mit oder ohne Hot Pot, eines verfügt gar über ein eigenes Baumhaus, ein weiteres bezirzt durch ganz viel Rasenfläche, die zum Spielen einläldt, neben der Haustüre eines weiteren, steht ein funktionierendes Wasserrad im Bächlein.

 Ein lebensgrosses Puppenhaus, Fitness  Kapelle und ein wunder-hübsches "Wellnesshäusle"... Alles da. Nebst den verschiedenen Übernachtungs-möglichkeiten (übrigens auch perfekt für einen Generationenurlaub geeignet) entdecken wir eine kleine Kappelle, den wunderbar duftenden Gewürzgarten, der von den Gästen jederzeit genutzt werden darf, ein lebensgrosses Puppenhaus, das „Wellnesshäusle“ (ich bin im Himmel!), einen kleinen, wirklich nur kleinen, Fitnessraum und einen schmalen Kiesweg der hinab zum schönen Badeteich mit gemütlichen Liegestühlen führt. Wunderhübsch ist es hier und ich weiss schon jetzt, irgendwann einmal müssen wir im Sommer oder gar im Winter wieder kommen, wenn es entweder genügend warm zum baden ist (es sieht so, so einladend aus) oder der Teich bei genügend kalten Temperaturen zum Schlittschuhlaufen umfunktioniert wird. Direkt nebenan wurde für die Kleinen ein Bereich des Flusses gestaut, hier kann geplanscht, „gedreckelt“ und gebaut werden – Tagespläne zu schmieden wird hier überflüssig.

 

Das Feriendorf ist klein und süss und absolut gut überschaubar. Auch die Kleinen finden sich hier im „Nu“ gut zurecht und fühlen sich rasch wohl.

Nun gehts auf den Rundgang über den Hof. Wir starten in der Spielscheune, die Kids flitzen die lange Rutschbahn hinunter, spielen Verstecken im Heu, entdecken den gut ausgerüsteten Bastelraum (inklusive Bastelanleitung für ein Vogelhäusschen – wir habens ausprobiert!) und die Kletterburg. Erst viel, viel später geht die Erkundungstour dann weiter: Die Hasen wollen begrüsst werden, ebenso die Ponys, Schafe, Hasen, Meerschweinchen, Katzen...

 

Sämtliche Gehege sind für Kinder frei zugänglich. Es gibt einige Regeln, die im Verhalten mit den Tieren eingehalten werden sollen (finde ich sehr gut! Ich würde mir allerdings wünschen, dass sich die Eltern diese ebenso zu Herzen nehmen wie es die Gastgeberfamilie tut, teilweise fällt uns schwer zuzuschauen, wie andere Kinder die Tiere behandeln), ansonsten sind sie frei – ein Paradies. Als die Girls dann die erst drei Wochen alten Baby-Hasen entdecken, ist es endgültig um sie geschehen. So schnell werde ich die beiden nicht wieder sehen.

Reitstall und Reitunterricht Unterdessen schaue ich mich im grosszügigen und sehr sauber gehaltenen Reitstall um. Jeweils Vormittags habe ich Reitunterricht für die Grosse (ein lang ersehnter Wunsch) gebucht.

 

Bemerkung: Dies kann auch unkompliziert vor Ort gemacht werden, die Gastgeber finden immer Wege und Möglichkeiten, um auch kurzfristige Wünsche zu berücksichtigen. Das Angebot ist gross: Privater Reitunterricht, Loge-Reiten, Gruppenausflüge, Pony-Führungen für die ganz Kleinen... Alles da, für durchschnittliche Kosten von Euro 20.- pro Reiteinheit. Helm und Co. kann ebenfalls vor Ort – kostenlos - bezogen werden.

 

Ich entdecke den Gemüsegarten, dahinter befindet sich der Wachtel- und der Hühnerstall, den Vorplatz mit den vielen Gokarts, so einige Kinder düsen hier bereits vergnügt umher (unsere werden es ihnen bald gleich tun), einen hübschen Aussenspielplatz mit Grillmöglichkeit und die Brücke, welche mich über die Moll zum Wald führt und den Moment geniessen lässt. Wunderschön ist es hier.

 

Zurück im Häuschen mache ich mich an die Vorbereitung fürs Abendessen. Jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag-Abend kann – wer will – im Hofrestaurant dinieren (sehr zu empfehlen!), an den anderen Abenden gilt Selbstversorgung. Gut ausgerüstet, haben wir etwas kleines, einfaches noch von daheim mit gebracht. Nötig wäre dies nicht gewesen, im Hofladen können viele feine, frische Produkte wie Brot, Joghurt, Aufschnitt, Früchte und vieles mehr bezogen werden. Raclette und Fondue-Pakete können bezogen werden, auf Wunsch ist hier fast alles möglich.

 

Die Küche im Chalet ist bestens ausgestattet und es ist alles da was es so für einen Familienurlaub braucht. Kochherd, Geschirrspühler (inklusive Tabs), genügend Geschirr, Pfannen, Handtücher, Putzutensilien, Salz und Zucker... Die Kaffeemaschine steht bereit, ein frisch zubereiteter Moserhof-Sirup empfängt uns herzlich. Wir entdecken den wunderhübschen Kachelofen (darf ich den bitte mit heim nehmen?) und freuen uns, für einmal darüber, dass die Wetteraussichten für den nächsten Tag so gar nicht erfreulich sind.

 

Es ist schon spät. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen und lassen den Tag im Hot Pot ausklingen.

 

Wir sind gespannt und freuen uns auf morgen.Der erste Eindruck war mehr wie vielversprechend.


Hofleben

Nebst dem wundervoll und von mir sehr geschätzten Komfort (wunderhübsches Chalet mit eigenem Hot Pot, dem „Wellneshäusle“ und rundum feiner Gastronomie gibt es auf dem Hof viel zu tun, Langeweile gibt's hier nicht.

 

Die Kinder kriege ich kaum zu Gesicht. Gleich nach dem - rasch runtergeschlungenen - Frühstück machen sie sich auf den Weg zu den Tieren, streicheln und lieb haben steht ganz oben auf der Prioritätenliste, aber auch das Mithelfen auf dem Hof wird hier erstaunlicherweise äusserst gerne gemacht (ob dieses Helfersymdrom bis daheim anhalten wird?). Bauer Heinz benötigt tatkräftige Unterstützung beim ausmisten der vielen Kleintiergehege.

Unsere Girls sind mit Engagement und Eifer an forderster Front mit dabei. Nicht ganz ohne Bedeutung hat bei dem regen Einsatz wohl die „coole“ Belohnung: für alle fleissigen Helferlein gab's jeweils ein Glacé aus der geheimen Schatztruhe. Ansporn genug.

Während die Grosse morgendliche Reitstunde geniesst (an dieser Stelle ein ganz grosses Kompliment an die Reitlehrerinnen, die mit ganz viel Herz Leidenschaft bei der Sache sind), flitzt die Kleine mit den anderen Kindern auf dem Gokart um die Wette, „gumpt“ auf dem Trampolin oder tobt sich auf dem schönen Spielplatz und in der Spielscheune aus. Einige Jungs entdecke ich beim Fussball spielen auf der grossen Wiese.

Gemeinsames Tierfüttern und eine Traktorfahrt deluxe
Abends müssen wir jeweils pünktlich von allfälligen Ausflügen zurück sein,
das ist der Deal (im Gegenzug darf beim wandern nicht „gemotzt“ werden – und heureeeka: es funktioniert.). Dann stehen die Kinder pünktlich wie die Eisenbahn parat und warten auf Heinz. Der gemeinsame Hofrundgang mit Tierfütterung steht an und alle helfen tatkräftig mit.

 

Die Meerscheinchen quieken, die Geissen blöcken und die Kinder sind begeistert. Im Wachtelstall dürfen die Eier für das Frühstück am nächsten Tag geholt werden, auch den Hühnern im grossen Hühnerstall wird ein Besuch abgestattet. Und dann, dann beginnt das heiss ersehnte Highlight des Tages. Wenn nämlich Bauer Heinz seinen grossen, brummelnden Traktor mit Lader hervorholt, dann glänzen alle Kinderäuglein, sie wissen, was nun kommt. Alle Abenteuerlustige Kinder werden aufgeladen, nun geht es aufs grosse Feld – frisches Gras für die Hasen holen. Ein Gaudi, das seinesgleichen sucht. Kinder – und Erwachsene (ja wir dürfen auch mit) jauchzen und „goissen“, wenn der Lader mit Schwung nach unten und wieder nach oben saust. Besser als jeder Freizeitpark.

 

Während die Kinder ausfahren, schaue ich mich im „Wellnesshäusle“ um, hier bleibe ich. Jeweils ab 16 Uhr wird hier eingeheizt. Ich habe die Wahl (der Qual) zwischen verschiedensten Themensaunen und dem Panoramaruheraum, perfekt für mich und mein Buch. Wer sich eine Massage oder Wellnessbehandlung gönnen will, kann dies ebenfalls hier in diesem schönen Häusle tun. Ein Must do.

Während diesen Ferien haben wir quasi die ganzen Tage im Freien verbracht, wunderbar erdend und gut für die Seele. Abends waren die Kids (ich auch!) immer ziemlich müde, aber rundum gut müde.

 
Pony-Striegelstunde und gemeinsames Brotbacken

Regelmässig gibt es Pony-Striegelnachmittage. Die Kinder helfen gemeinsam beim striegeln, frisieren und putzen der Ställe. Und auch hier sind alle mit ganz viel Eifer und Leidenschaft am Start. Eines meiner Highlights auf dem Hof fand dann am Donnerstag statt. Bäuerin Gerhild lädt zum gemeinsamen Brotbacken in der gemütlichen „Brotbackstuberl“. Ein tolles Ereignis, und: das warme Brot schmeckt besser als jedes zuvor gegessene.

 

Wer möchte, darf mit Bauer Heinz auf Wildtierbeobachtung. Wie gerne wäre ich da mitgewandert, der Weg hinauf zur Alm wäre für die Kleine jedoch zu weit und zu anstrengend gewesen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: dieses Vorhaben wird kurzerhand vertagt.

Gastronomie

Das grosszügige Frühstücksbüffet lässt keine Wünsche übrig. Wahlweise kann auch ein toller Frühstückskorb bestellt und im Chalet genossen werden. Durchgehend steht den Gästen des Landguts kostenlos die Kaffeemaschine, Tee und Getränke zur Verfügung. Ab 16 Uhr gibt's dann die feine Jause (unbedingt den Marmorkuchen probieren), 3x pro Woche, jeweils Montag, Dienstag und Freitags haben die Gäste die Möglichkeit um 19 Uhr im Restaurant zu dinieren. Dies darf unkompliziert und kurzfristig am jeweiligen Tag entschieden werden, gleichzeitig kann auch das Menü aus einer Anwahl von vier Gängen ausgewählt werden.

Die Kinder hält es nie lange bei mir am Tisch. Kurz gegessen, dann gibt es kaum ein Halten mehr. Der Hof ruft, „Bauer Heinz braucht uns doch.“

 

Unbedingt ausprobieren: Kinder, die beim Frühstück ein Spiegelei bestellen erhalten, das von ihnen am vorabend eigenhändig im Stall geholte „VIP-Kinder-Spiegelei“ (= ein Wachtelei). So klein, unglaublich süss. Solch selbst „erarbeitetes“ Essen wird auch gleich viel mehr geschätzt und schmeckt natürlich tausend Mal besser als daheim.


Ausflugsmöglichkeiten Hohe Tauern

Für die Nachmittage haben wir ein paar Ausflugsziele zusammen gestellt. Die Kinder hätten es locker 24/7 auf dem Hof ausgehalten (und wollten meistens auch gar nicht weg), die Gegend rund um den Nationalpark Hohe Tauern hat jedoch so, so viel zu bieten, dass wir nicht gänzlich darauf verzichten wollten, uns ein wenig umzuschauen.

Raggaschlucht - im Reich der wilden Schluchten

Einen Tag planten wir für die berühmte Raggaschlucht, gerade mal 10 Autominuten ab Hof, bei Flattach gelegen, ein. Der Weg ist gut beschildert, beim Gasthof Raggaschlucht, stehen genügend und kostenfreie Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Der Weg führt über Wiesen hinauf zum Eingang der Schlucht. Bereits von hier ist das mächtige Rauschens des Wildbaches zu hören und wir freuen uns auf alles was da kommen mag. Mit eiligen Schritten marschieren wir los.

 

Die Wanderung in eine der wohl schönsten und gigantischsten Schluchten beginnt. Über hölzerne Brücken und Steigen gelangen wir durch die imposante Schlucht mit einer Länge von insgesamt 800 Meter und und einem Höhenunterschied von 200 Metern. Vorbei geht unser Weg an Wasserfällen, beeindruckenden Felsformationn und Überhängen, so eng, dass man den Himmel teilweise nicht mehr sehen kann. Wir sind fasziniert, staunen und sind uns wieder einmal nah bewusst, wie mächtig und wunderschön unsere Natur doch ist. Ein Fotomotiv jagd das nächste. Zum Schluss erreichen wir einen herrlichen Wasserfall und spüren noch einmal die imposante Kraft des Wassers. Wahnsinn.

 

Oben angekommen geniessen wir die Aussicht, stärken uns mit den mitgebrachten Getränken bevor wir den Rückweg, über den Waldweg (teilweise ziemlich steil) mit Ausblick aufs Tal und die umliegende Bergwelt, zurück zum Ausgangspunkt in Angriff nehmen.

Wieder zurück am Ausgangspunkt genehmigen wir uns eine kleine Stärkung im Gasthof Raggaschlucht, der einen tollen Garten mit Spielplatz für die Kinder beinhaltet.

 

Unsere Tipps:

- Mit der Kärntner-Gästekarte ist der Eintritt für sämtliche Familienmitglieder kostenlos.
- Wichtig: Unbedingt gutes Schuhwerk tragen, teilweise sind die Stufen nass und dadurch rutschig oder steil
- Für kleine Kinder empfehle ich den Weg nicht.

- Distanz: Ca. 800 Meter Länge / 200 Meter Höhendifferenz

- Dauer: Ca. 1.5 Stunden

- Öffnungszeiten: Nur bei gutem Wetter.

- Start/Ziel: Start und Ende beim Kassenhäusschen Flattach.

 

Groppensteinschlucht: Die mindestens ebenso bekannte Groppensteinschlucht befindet sich quasi ums Eck vom Landgut Moserhof. Sie soll mindestens so gigantsich und wunderschön sein wie die Raggaschlucht. Wir haben uns aufgrund der Distanz für die Raggaschlucht entschieden, da für die Groppensteinschlucht mindestens 3 Stunden eingerechnet werden soll, was für unsere Kleine doch noch etwas viel sein kann.

 

Seebachtal

Auch der Naturlehrweg Seebachtal befindet sich quasi „einmal ums Eck“. Nach einer ca. 10 Minütigen Autofahrt erreichen wir den Ausgangspunkt, den Parkplatz bei der Ankogelbahn bei Mallnitz (ein hübsches Feriendörfchen, dass zum bummeln einlädt). Hier starten wir auf einen der naturkundlich interessantesten Rundwege im Nationalpark Hohe Tauern.

Nach wenigen Minuten erreichen wir ein erstes Highlight, einen unglaublich tollen Erlebnis-Spielplatz. Wir müssen unbedingt im Sommer wieder hier herkommen, hier lässt es sich gut und gerne einen ganzen Tag aufhalten. Baden, plantschen und Steine stuchen im glasklaren wunderhübschen Flüsschen ist hier möglich, es stehen grosse Tische und ein Grillplatz zur Verfügung. Die in die Natur eingebauten Spielmöglichkeiten sind grossartig. Wir kommen kaum mehr von hier los, ich kann die Kinder gut verstehen. Weiter gehts dann irgendwann dann doch. Wir durchlaufen schönste Naturlandschaften, dieser Blick auf die Berge ist schlicht einzigartig und lässt uns innehalten. Dann erreichen wir den Stappitzersee. Anschliessend führt uns der Weg durch das wildromantische Seebachtal bis zu den Trombachfällen, eine Reihe von Wasserfällen, die ihresgleichen suchen. Ein besonderes Spektakel ist das sogenannte "Eisloch", hier handelt sch um das Ende eines Geröllfeldes, an dem sich sehr grosse Felsbrocken auftürmen. Die gesamte Gehzeit dauert ca. 2.5 Stunden, ist aber jeden Meter und jedes „Kinderklagen“ Wert. Ein wunder, wunderschöner Spaziergang, noch lange werde ich von dieser Wanderung zerren.

Folgende Ausflüge wollten wir ebenfalls gerne unternehmen, waren dafür aber um einige Tage zu spät angereist. Diese Ausflugsziele sind jeweils nur bis Ende September geöffnet, müssen aber – so von langjährigen Gästen gehört – ebenfalls unglaublich toll für Familien und unbedingt empfehlenswert sein: Der erst im Frühjahr eröffnete Familywald und das berühmte Goldgräber-Dorf.

 

Und einenn Tipp für Shopping-Begeisterte haben wir auch mit heim gebracht: In Villach gibt es ein grosses und tolles Einkaufszentrum.


Mein Fazit

Wir haben unseren Aufenthalt sehr genossen. Die Kombination zwischen Ferien auf dem Bauernhof, „echtem-Bauernhof-Feeling“, dazu eine riesen Portion Komfort mit viel Charme und Stil ist einzigartig und sucht seinesgleichen.

 

Die Chalets sind schlicht bezaubernd und lassen keine Wünsche übrig (High Five für jene mit eigenem Hot Pot), die Lage inmitten der Nationalpark-Region Hohe Tauern ist grossartig, von der Kulinarik und der Herzlichkeit der Gastgeber-Familie werden wir noch lange schwärmen. Die Kinder waren rundum happy und kaum gesichtet. Sie fanden sich im „Nu“ zurecht, konnten sich selbständig und frei bewegen. Der Reitunterricht war perfekt für unsere Grosse (schon so lange gewünscht!), den täglichen Umgang mit Tieren haben sie so sehr genossen, ebenso, dass sie auf dem Hof gebraucht wurden und der Bauernfamilie tatkräftig unter die Arme greifen durften. Auch das Spielen im Puppenhaus, Spielscheune und im Aussenbereich (Spielplatz, Fussballfeld, Gokard-Fahren...) kam nicht zu kurz. Die Highlights waren auf jeden Fall die tägliche Tierfütterung zusammen mit Bauern Heinz und die legendäre Traktorfahrt. Und ich, ja ich träume mich gerade beim Schreiben dieser Zeilen zurück ins „Wellnesshäusle“, aufs Sonnenbänkli am Fluss oder in den hauseigenen Hot Pot. Toll war's.

 

Gut gefallen hat mir auch die wunderbar unkomplizierte und jederzeit herzliche Art der Gastgeberfamilie. Reitunterrichtswünsche können spontan und täglich besprochen werden, hat man Wünsche in Bezug auf Mahlzeiten, werden sie wann immer möglich erfüllt. Probelme im Chalet – keine fünf Minuten später wird sich darum gekümmert. Diese Service-Philosophie zieht sich konsquent durch, ich schätze dies sehr.

 

Die familienfreundliche Region hat unglaublich viel zu bieten. Die grandiose Bergnatur hat viele Ausflugs- und Wandermöglichkeiten zu bieten. Rundum wunderbare Ferien in der Natur, happy Familiy-Life garantiert.

 

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Wir wurden vom Landgut eingeladen. Die Annahme setzte voraus, dass wir frei über unsere Eindrücke berichten konnten.