Der Familien-Reise Blog by mamicheck.ch

 

Mirjam: "Schnee. Wir wollen in den Schnee. Nicht so weit weg und auch nicht für eine ganze Woche. Einfach kurz ein "bisserl" entfliehen?

Da ich seit Jahren nicht mehr Ski gefahren bin und auch fest davon ausgehe, dass sich daran nichts mehr ändern wird (wie war das doch wieder mit den Gedanken und den Plänen?- aber dazu später.) muss ein Gebiet her, das nicht zu teuer ist, unbedingt schneesicher, darüber hinaus meinem Mann (sehr guter Skifahrer) etwas bietet und für meine Tochter eine gute Kinderskischule hat. Gesagt - Getan - Gefunden.

ERSTE SKIVERSUCHE IN PAZNAUN

Paznaun im Tirol: ein feines und überschaubares Skigebiet, welches für die ganze Familie etwas zu bieten hat.

Die Anfrage von mamicheck.ch kommt exakt im richtigen Moment. Für reisefreudige Familien sollen wir die Region Kappl und See in Paznaun (Tirol) im Rahmen einer Familienpressereise auf Herz und Nieren auf ihre familientauglichkeit testen. Let's do this.

 

Knappe drei Stunden von Zürich entfernt liegt das Tal, welches sich für uns von all seinen Facetten zeigen wird.

 

Bei vorgängigen Recherche im Netz erfahren wir, dass das Gebiet ab Ende November bis Ostern schneesicher ist (sehr gut) und auch das der Sunny Mountain Kinderpark in Kappl perfekt für Skianfänger (meine Tochter) geeignet ist: Flaxi, das süsse Maskottchen begleitet die Kinder spielerisch rund ums Skifahren.

Unsere Kleine ist spätestens nach dieser Information bereit: Die Koffer sind gepackt: "Mami los, de Flaxi wartet uf mich".


FACTS ZU PAZNAUN
Hier in diesem Tal liegen die Orte Ischgl, Galtür, Kappl und See. Rund 384 Pistenkilometer warten hier auf Skibegeisterte Gäste. In Kappl gibt es rund 469 und in See 158 Ferien-Unterkünfte.

Hotel Auhof **** in Kappl

Unser Hotel in Kappl, direkt neben der Talstation: Link... Preise ab 91 Euro p.P. inkl. Halbpension. Das Hotel bietet gute Skipauschalen. Und im Sommer gibt es die Silvretta Card - all inklusive - mit vielen, tollen Angeboten dazu . Mehr dazu...


UNTERKUNFT

Die meisten Gäste buchen sich in Kappl und See eine Ferien-wohnung oder ein Ferienhaus. Link....

SKISCHULE
Die Kinderskischule und auch die Skilehrer haben wir als sehr gut erlebt und ich kann sie mit gutem Gewissen weiterem-pfehlen. Gerry wird seit Jahren von Stammgästen gebucht. Die Preise für die Kurse und für den Privatunterricht finde ich fair. Link...

GERRY'S GEHEIMTIPP

Gerry, unser Skilehrer, empfiehlt: Wer noch nicht schulpflichtige Kinder hat, der sollte zu folgenden Zeiten hier her kommen: Die Woche vor Weihnachten, Mitte Januar oder Ende Februar. Während diesen Zeiten sind die Skikurse nicht "pumperlvoll".

 



Im Skigebiet See gibt es ein Kindertaxi welches die Kids direkt bis zum Kinderareal bringt. Skifahren einfach gemacht: An beiden Orten sind Kinderübungsgelände liebevoll gestaltet: Indianerdörfer, wöchentliches Grillieren am Feuer, Zauberteppiche, Hindernisparcours, Skikindergärten mit Betreuung, Indoorspielmöglichkeiten, und vieles mehr steht hier den Kleinen Gästen zur Verfügung…

Abfahrtstag: In der Schweiz wütet der Sturm Burglind der angeblich noch heftiger als Lothar ist. Wir spüren die heftigen Windböen, der Regen begleitet uns die ganze Fahrt. Trotzdem kommen wir aber gut und sicher durch. Wir wählen die Route durch den Arlbergtunnel. Mein Tipp: vorab unbedingt das „Pickerl“ (Vignette) für 10 Tage zu 9 Euro kaufen. Es wird rege kontrolliert. Die Fahrt durch den Tunnel kostet nochmals 10 Euro.

Und dann kommen wir in Kappl an. Rechts und links säumen schneebedeckte Tannen den Weg und es regnet immer noch aus allen Wolken. Meine Laune sinkt, aber schaut am besten selbst:

Aber zuerst einmal einchecken im Hotel Auhof ****, welches direkt neben der Talstation liegt. Mein Mann ist erleichtert, der oftmals mühsame und mit Ski & Co. schwer bepackte Gang zur Talstation entfällt.

Das Hotel ist kein Kinderhotel, jedoch sehr familienfreundlich. Das Spielzimmer ist eher mini und befindet sich im Keller. Spielen wird meine Kleine hier abends nach einem Tag im Schnee bestimmt nicht... so denke ich. Und einmal mehr wird es anders kommen als gedacht.

 

Im Intersport Ladner, ebenfalls direkt neben der Talstation, leihen wir kurz darauf unsere Ausrüstung für die kommenden Tage. Mein Mann ermutigt mich.“Komm, probier es doch auch, leih dir auch ein paar Skier.“ Trotz grossem Andrang nehmen sich die Mitarbeiter für uns ausreichend Zeit und beraten sehr kompetent. Auf meine Frage, warum die Skier denn so kurz geraten sind, kann sich der nette Herr das Schmunzeln nicht verkneifen. Ich rechne nach - einmal Vergangenheit und zurück … oh weh: etwas mehr als 10 Jahre ist es her, seit ich das letzte Mal auf den Brettern gestanden bin.

Bis zum Abendessen haben wir noch Zeit und erkunden so - immer noch in strömenden Regen - das Dorf Kappl. Neben der Kirche befindet sich ein kleiner Spar. Hier kann man sich gut mit Lebensmitteln eindecken.

Beim Abendessen treffen wir auf Familien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Kinder bekommen ein separates Kindermenü. Wir Erwachsenen schöpfen den Salat und die Antipasti vom Buffet, die weiteren Gänge werden am Tisch serviert. Das Essen schmeckt vorzüglich, der Rotwein ebenso.

 

Die Kinder amüsieren sich und rasen durch die Gänge, von oben nach unten und wieder zurück. Sie basteln, spielen. Wunderbar. So haben wir Zeit uns in aller Ruhe zu unterhalten, gemütlich zu essen. Hier finde ich dann auch drei „Leidensgenossinnen“, auch sie werden sich morgen nach vielen Jahren erstmals wieder auf die Piste wagen. Gemeinsam schaffen wir das. Irgendwie. Mit diesem Credo gehe ich schlafen.

Am nächsten Morgen wage ich einen Blick nach draussen: 50 cm Neuschnee. Und es schneit und schneit und schneit. Welcome im winterwonderland! Meine Laune steigt! „Los“, treibe ich meine Familie an: aufstehen, frühstücken. Um 9 Uhr müssen wir an der Talstation sein.

Spätestens im Skikeller beginne ich zu schwitzen, was ist schon ein Marathon dagegen? Die Kleine parat machen, sich selbst in die Skischuhe zwängen, Skier und Stöcke packen. Meine Euphorie verfliegt, aber das nützt mir nichts, die "Arbeit" ruft: Sind alle da? Wo ist das Kind? Und wer "um-himmelswillen" hat meine Skibrille genommen?

 

SKIGEBIET KAPPL

Die Tochter können wir gut bei Flaxi im Skikinderkurs abgeben (Wunder gescheh'n, meinte auch schon Nena, und weils grad so "scheen" ist und passt:

Ich versuche in meine Bindung zu kommen. Das will so gar nicht klappen. Ich fluche. Frustriert raune ich den nächstbesten Skilehrer an. Andreas, mein auserwähltes Opfer meint freundlich und ruhig zu mir: „Jetzt erstmal durchschnaufen. Alles gut. Und dann nochmal probieren.“ Und siehe da, es klappt.

 

Im schönsten Pulverschnee fahren wir erst zaghaft hinter Andreas her. Mit jeder Kurve werde ich sicherer und nebst den Schneeflocken schwirren plötzlich auch Glückshormone um mich herum. Alle Sorgen sind vergessen, ich konzentriere mich nur noch auf mich. Wellness für meine Seele.

 

Trotz wenig Sicht und starkem Schneefall bezwingen wir einige Abfahrten. Mein Mann hat versprochen immer mal wieder nach der Kleinen zu schauen. Ich hoffe, es geht ihr gut, schiebe die Gedanken aber schnell wieder zur Seite. Skifahren machts möglich.
Beim Mittagessen erwartet mich dann ein glückliches, rotbackiges und super-stolzes Mädchen. Auch sie hat das Skifieber gepackt, im Kinderclub wird sie liebevoll betreut, sie fühlt sich gut aufgehoben und wohl.

SKIGEBIET SEE
Am nächsten Morgen weckt uns die Sonne. "Mami lueg mal, do isch es ja no viel schöner, als mir geschter denkt händ".

Wir fahren mit dem Bus nach See, um auch dieses Skigebiet zu erkunden. Unsere Tochter steigt gemeinsam mit weiteren Kindern und ihrer Skilehrerin ins Kindertaxi, welches die Kleinen direkt zum Kidsclub bringt.

Auf dem Berg angelangt sehen wir dann endlich das wunderschöne Panorama. Auf der anderen Talseite können wir Kappl erkennen. Die gute Sicht zeigt nicht nur das schöne Panorama sondern auch die Neigung der Piste. Aus der Gruppe fragt jemand, ob wir wirklich da runter fahren werden? Es ist eine blaue Piste, aber uns scheint diese recht steil. Wir wagen es trotzdem und fahren los. Rauf und runter - rauf und runter. Das Skifahren hat mich zurück.

Meine Tochter fühlt sich pudelwohl und fährt mir am Ende des Tages stolz entgegen. Und auch der Mann ist happy. Ende gut - alles gut.

Abends ziehen wir in gemütlicher Runde RESÜMEE:

Beide Orte - Kappl und See - sind sehr familienfreundlich, überschaubar und vielseitig. Das Preis-Leistungsverhältnis ist attraktiv. Die Schneegarantie von Dezember bis April ist toll.

 

Wer abseits des Trubels von St. Anton und Ischgl eine familienfreundliche, ruhige Gegend sucht, ist hier genau richtig. Die Pisten sind nicht überfüllt und man sieht viele Familien mit Kindern. In beiden Orten gibt es gut organisierte, liebevoll geführte Kinderskischulen. Zudem werden "Indoor-Kindergärten" zur Betreuung jener Kinder die nicht Skifahren angeboten. Skischule und Kindergarten liegen direkt neben den Hütten. Nebst Alpinskifahren und Snowboarden wird hier Rodeln, Nachtrodeln, Schneeschuhwandern, Eislaufen und in beiden Orten neu der ganz grosse Hit "Fat Bike" angeboten.


Kappl: In Kappl
begeistert das Kinderareal Sunny Mountain. Das Übungsgelände für Kleinkinder bietet auf 25.000 m² (!) zahlreiche Zauberteppiche, Tunnels und ein Indianerdorf. (Mehr dazu...)

See:  In See gelangt man Dank der 6er Gondel auch mit dem Kinderwagen schnell und einfach zu den Pisten und der Kinderbetreuung.

 

Nun haben wir die Wahl der Qual: Kappl-See-Kappl-See... "Azähle, Bölle schäle, Katz goht uf Walliselle ähhh uf…" Auf jeden Fall kommen wir wieder, nächstes Jahr: Kappl-See-Kappl-See...?

______________________
Diese Pressereise erfolgte auf Einladung von Paznaun Tourismus. Herzlichen Dank dafür und dass wir die Region frei von Beeinflugssungsversuchen testen durften.


Diese Reiseberichte könnte Dich auch interessieren:

Hawaii

Familien-Auszeit auf der Insel

Andrea erzählt von Ihrem Famientripp nach Hawaii und verrät uns nebst vielen tollen Tipps auch ihren ganz persönlichen Airbnb-Favori-ten auf Hawaii.

+ Zum Reisebericht...

Island
Eine Familien Rundreise

Die 7-Köpfige Familie von Madelaine umrundet Island in 14 Tagen. Hier verraten sie uns ihre Reiseroute, wo sie übernachtet haben, Geheim-tipps rund um Restaurants, Ausflugsmöglichkeiten u.v.m.
+ Zum Reisebericht...

Australien

Von Sydney bis Cairns

Mami Anna reist mit Ehemann und der kleinen Tochter Leonie (1) in 25 Tagen mit dem Camper von Sydney nach Cairns. Über 3'500 km legen die drei in dieser Zeit zurück. + Zum Reisebericht...

Dänemark
Ein Sommer lang im Norden

Mami Anne verbringt den Sommer mit ihrer Tochter in Dänemark und erzählt uns, wie sie ihre Tage verbringen, Tipps und Tricks rund um Ausflugsmöglichkeiten, tolle Restaurants, wo sie sich neu einkleiden u.v.m.

+ Zum Reisebericht...