Der Familien-Reise Blog Geheimtipp Nordsee-Inseln     by mamicheck.ch

Corinne: Die erste Etappe unseres 5-wöchigen Insel-Hoppings an der Nordsee führte uns auf die zweitkleinste der Ostfrieseninseln Wangerooge. Nun geht es weiter auf die Insel Borkum, welche den Gegensatz darstellt, sie ist nämlich die grösste und westlichst gelegene aller sieben Ostfriesischen Inseln. Bei unseren Reiserecherchen haben wir erfahren, dass jede der Inseln besonders, aber auch ganz anders sein soll. Unsere maritimen Herzen sind gespannt was uns erwartet.

 

 

2. Etappe: Ab auf die Insel, oder 1 Woche Borkum.

 

Die erste Etappe unseres Inselhoppings ist bereits vorbei und wir machen uns auf die Weiterreise nach Borkum. Vom Hafen Harlesiel gelangen wir in rund 90 Minuten nach Emden. Weil wir früh dran sind, nutzen wir die Zeit, um etwas durch die wenigen Fahrminuten vom Hafen entfernte Stadt zu bummeln. Im Zentrum finden wir Zeit, einen Kaffee zu trinken, die schönen Segelschiffe im Hafen (ich befürchtete, dass ich meinen Mann für immer hier zurück lassen muss) und natürlich das legendäre Otto-Haus des wohl bekanntesten Ostfriesen, zu bewundern.

 

Weil wir nicht wissen, was uns auf der nächsten Insel erwartet, decken wir uns mit bereits ausgegangenen Hygieneartikeln und einer Sim-Karte ein, bevor wir uns auf den Weg zum Fähranleger machen.

Gepäckaufgabe und Fähre

Die Insel Borkum ist nicht autofrrei, darum stellt sich uns für die Überfahrt die Frage, ob wir das Auto am Festland parkieren oder auf die Insel mitnehmen wollen. Ein wesentlicher Vorteil ist es natürlich, sein Gepäck nicht ausladen und „von Hand“ auf die Insel transportieren zu müssen. Auf der Insel hat man jedoch kaum einen Verwendungszweck für das Fahrzeug. Ausserdem ist die Überfahrt vergleichsweise kostenintensiv. Wir entscheiden uns dafür, das Auto auf dem Festland zu lassen. Kostengünstige Parkmöglichkeiten gibt es in unmittelbarer Nähe zum Fährhaus.

 

Das Fährhaus der Reederei AG Ems erinnert an eine Abflugshalle in einem kleinen Flughafen. Ebenso der "Aufruf zum "Boarding" der Fähre. Unmittelbar am Anfang der Wartehalle kann man sich noch einmal entscheiden, ob man sein Gepäck mit sich nehmen oder transportieren lassen will. Hat man sich aber bereits einmal entschieden, nicht mit dem Auto über zu setzen, so lohnt sich eine Gepäcksaufgabe (Euro 10 pro Gepäckstück) nicht mehr. Der Weg in die Fähre und von der Fähre weg in den Inselzug ist jeweils sehr kurz. Unmittelbar nach Betreten der Fähre finden sich Gepäcksablagen, wo man sein Gepäck während der Überfahrt problemlos deponieren kann.

 

Mit Wind um den Ohren und Blick aufs Wasser lässt sich die rund zweistündige Fahrt auf Deck entlang der Küste mit den zahlreichen imposanten Windrädern geniessen. Vorfreude macht sich breit.

 

Tipp: Wie bei allen Fährfahrten auf der Nordsee lohnt es sich auch hier, eine windfeste Jacke im Handgepäck mit sich zu führen, ebenso Sonnencrème und ein paar Spiele oder Malsachen für die Kinder.

Im Hafen von Borkum angekommen, geht es mit der traditionellen Inselbahn mit einem kurzen Zwischenstopp direkt ins Zentrum der Insel. Erster Eindruck: Borkum ist anders.

 

Borkum ist die grösste und westlichste der Ostfriesischen Inseln. Hier herrscht das ganze Jahr über Hochseeklima, was bedeutet, dass es kaum Pollen in der Luft hat und diese stattdessen besonders jodhaltig ist, weshalb sie sich nicht nur aber insbesondere auch für Allergiker ganz hervorragend eignet. Das Wetter soll oft besser als auf den anderen Inseln sein (während unserem Aufenthalt war er wahrlich die meiste Zeit strahlend blau), der Sand puderzuckerweiss (stimmt!) und der Nachthimmel besonders sternenreich sein (stimmt ebenso!).

Unterkunft auf der Insel
Auf Borkum gibt es viele Pensionen und Hotels. Daneben scheint es auch unzählige Ferienhäuser zu geben. Wir waren im
Haus Cassiopeia untergebracht.

 

Etwas müde, trotzdem aber voller Tatendrang spazieren wir mit Sack und Pack quer durch das Städtchen zu unserer Unterkunft. Erst im Nachhinein realisierten wir, dass wir auch ein Insel-Taxi hätten nehmen können.

Das Haus Cassiopeia ist ein im Jahr 2017 umfassend und mit viel Sorgfalt saniertes Insulaner-Haus, welches nicht nur durch seine Grosszügigkeit, sondern vor allem auch durch seinen Charme besticht. Die ganze Familie ist rundum begeistert. Die Kinder, jetzt sehr stolze Kinder, übernachten sogar im eigenen Stockwerk mit separatem Bad. In der grossen Kommode entdecken sie Gesellschaftsspiele. Es wird uns so einiges an Überredungskunst abverlangen, um sie für den anschliessend geplanten, kleinen Stadtbummel zu überreden.

Wir haben diese Art von Übernachtungsmöglichkeit sehr geschätzt, wir hatten gut Platz, konnten uns zwischendurch gut selbst verpflegen und die Kinder hatten einen Rückzugsort. Und auch die Lage des Hauses war perfekt

Lage der Ferienwohnung:

Dorfzentrum & Bahnhof: 5 Gehminuten

Südstrand: 5 - 10 Gehminuten

Bäckerei: 50 Meter

Restaurants: 3 bis 10 Minuten

 

Strände auf Borkum
Als grösste der ostfriesischen Inseln hat Borkum naturgemäss sehr viel Strand zu bieten. Unterteilt wird zwischen dem Nordstrand, der endlos lang und breit erscheint und dem Südstrand, der daneben eher klein wirkt.

Bei der Frage, welcher Strand der schönere ist, scheiden sich die Geister. , Wir persönlich bevorzugen den Nordstrand ein bisschen mehr. Vor allem seine Weitläufigkeit, die Dünenlandschaft und die gemütlich auf den Dünen verteilten Milchbuden haben uns überzeugt, auch wirkt er noch ein Stückchen mehr naturbelassener. Aber wohl bemerkt, wir konkurrenzieren hier auf sehr hohem Niveau.

Nordstrand

Sehenswert ist auf jeden Fall das westliche Ende des Nordstrandes bei der Strandpromenade. Hier hat man den besten Bick auf einen wunderschönen Sonnenuntergang. Jeder Sonnenuntergang ist anders. Wir waren täglich dort um dieses wunderschöne Spektakel nicht zu verpassen, alle Fotos sind verschieden. Gemeinsam vermitteln sie allesamt dank feinem, weissen, kilometerlangen Sandstrand und glasklarem Wasser in Kombination mit der Verfärbung des Himmels Karibik-Feeling pur.

Hier auf der Promanade pulsiert am Abend das Leben. In einer der Bars kann man sich mit einemCocktail versorgen und dann gemütlich am Wegrand sitzend, den Klängen der Live-Musiker im Musikpavillon lauschen. Bei gutem Wetter spielen wechselnde Bands und Musiker. Eine wunderbare, entspannte Atmosphäre legte sich zu den jazzigen Klängen der Band über die gesamte Promenade. So genossen wir fast jeden Abend. Wir Erwachsene mit einem feinen Cocktail und einem Lächeln im Gesicht, die Kinder vergnügten sich eine Etage weiter unten im Sand. Neuste Nordsee-Erfindung: "Strandkorb-Versteckis". "Und wer heds erfunde: d'Schwiizer.

Tipps:

Unbedingt Fernglas mitnehmen: auf der nahe gelegenen Sandbank, dem Borkum-Riff, sonnen sich zahlreiche Seehunde.

Immer eine Jacke dabei haben, damit man möglichst lange dort sitzen bleiben kann. Nach Sonnenuntergang kann es rasch kühler werden..

 

Südstrand

Fragt man die Inselbewohner, so bevorzugen diese regelmässig den Südstrand, insbesondere weil er weniger bevölkert sei. Auch an diesem finden sich Milchbuden, welche zu besuchen es sich lohnt. Unser Tipp: Mathilde's Melchbudje: Herzliche Bedienung und sehr, sehr feine Tapas.

 

Östliches Ende des Nordstrands

Sucht man die absolute Ruhe, so lohnt sich der Weg (Wir nannten ihn Weg zum Glück) an das östliche Ende des Nordstrandes: Hier findet man weite und unberührte Natur. & Wunder Wunderschön.


Fähre &  Inselbahn

Auf Borkum darf das Auto mitgebracht werden. Auf der Insel hat man jedoch kaum Verwendungszweck dafür, in den meisten Zonen ist das autofahren nicht erlaubt.
Ausserdem ist die Überfahrt vergleichsweise kostenintensiv (Fahrzeug bis zu einer Länge von 4 m: rund Euro 130).

Wir entscheiden uns dafür, das Auto auf dem Festland zu lassen. Parkmöglichkeiten gibt es in unmittelbarer Nähe zum Fährhaus.
Die Kosten für das parkieren des Fahrzeugs belaufen sich auf Euro 2.50 für den 1. Tag und Euro 3.80 für jeden weiteren Tag. Will man das Fahrzeug unter ein Vordach stellen, so bezahlt man etwas mehr, Euro 4.40 pro Tag.

 

Fährkosten: Erwachsene be- zahlen Euro 37.20, Kinder zwischen 4 und 11 Jahren Euro 18.60 für Hin-und Rückfahrt, auch die Inselbahn ist hier inklusive).

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Fahrzeiten: Die Fähre der Reederei AG Ems ab Emden fährt täglich zwe iMal, die Fahrt dauert gute 130 Minuten. Auf dem Schiff gibt es ein Bistro in dem man sich mit Getränken und kleinen Snacks eindecken kann. Es gibt auch die Möglichkeit mit dem Katamaran auf die Insel zu reisen, das kostet etwas mehr, man erreicht die Insel dafür aber auch schon nach 60 Minuten.

 

Parkplatz: Die Kosten für das parkieren des Fahrzeugs belaufen sich auf Euro 2.50 für den 1. Tag und Euro 3.80 für jeden weiteren Tag. Will man das Fahrzeug unter ein Vordach stellen, so bezahlt man täglich Euro4.40.

 

Dauer & Inselbahn: Die Überfahrt dauert ca. 130 Minuten. Am Fähranleger auf Borkum steigt man in die Inselbahn um, diese fährt mit einem kurzen Zwischenstopp zum Insel-Bahnhof. Beim Bahnhof stehen Taxis bereit, falls man das Gepäck nicht selbst in die Ferienwohnung transportieren möchte.


Tipps: Fährtickets vorab online lösen. Sonnencrème, Sonnenhut, ein paar Spiele, Snacks und Jacke im Handgepäck mitnehmen, die Fahrt dauert verhältnismässig lange. Auch kann es heiss, und je nach Saison an Deck auch sehr windig werden.

Strandkorb

An der Nordsee ist es üblich, am Strand einen Strandkorb zu mieten. Gerade während der Hochsaison sind sie gut besetzt, es lohnt sich diesen vor Ferienbeginn zu reservieren. Kosten: ca. Euro 13.-/Tag.

Das Ostland

Dieser Ortsteil bietet Natur pur, und zwar so weit das Auge reicht. Zahlreiche Dünenwege, Aussichtspunkte und lange Sandstrandabschnitte bieten hier die Möglickeit einmal fast ganz allein zu sein und so richtig zu entspannen. Wunderschön.

 

Die Greune Stee

Ein immer grüner Inselabschnitt direkt hinter dem Deich, durchzogen von vielen Teichen und kleinen Wäldchen. Wunderschön mit den Fahrrädern zu erkunden.

Seehundbank
Direkt am Nordbad, dem Badestrand etwas vorgelagert, kann man in der Ferne Seehunde und Kegelrobben beobachten. Es ist verboten, hin zu laufen, näher heran kommt man lediglich mit einer extra dafür eingerichteten Schifffahrt.

Wer die Natur beobachten will, sollte generell ein gutes Fernglas mitnehmen. Nebst den Seehunden ist es auch immer wieder interessant, die vielen vorbeiziehenden Schiffe anzuse-hen. Vom Krabbenkutter bis zum Öltanker zieht vor der Westküste Borkums alles vorbei.

Fahrradverleih
Es finden sich diverse Fahrradverleihe auf der Insel. Wir haben uns für den Fahrradverleih der Borkumer Kleinbahn, unmittelbar am Borkumer Inselbahnhof, entschieden.
Nebst 7-Gang Fahrrädern gibt es hier auch Kinderräder, E-Bikes, die coolen Bollerwagen, Kinderanhänger, Mountainbikes und Fahrradsitze für Kinder.

 

Gut zu Wissen: Fahrradhelme können hier ebenso gemietet werden.

 

Restaurant-Tipps:

Oma's Teestübchen

Ein Must go, wenn man auf Borkum ist. Tipp: Unbedingt einen der legendären Windbeutel probieren. Ihr werdet staunen.

Milchbuden

An den Stränden findet man verschiedene Milchbuden, viele davon wunderbar in die Dünen eingebettet. Hier kann man gemütlich und stundenlang verweilen.


Unser Happy Place war das Strandflair am Ende der Strandpromenade. Eine coole Location mit super-bequemen Sitzgelegenheiten, schöner Lage und das bis anhin beste Milchreis ever. Die Kinder können sich hier frei im Sand bewegen und auf dem keine 50 Meter entfernten Strandspielplatz toben.

Upholm-Hof

Einen superleckeren Kuchen fanden wir im Biergarten des Restaurants Upholm-Hof. Die Girls haben sich auf dem Spielplatz vergnügt.
Tipp: Gegen Voranmeldung können hier Reitstunden oder Ponyführungen gebucht werden.

 

Restaurant Teehaus

Auf jeden Fall einen Besuch wert. Das Essen ist im Vergleich zwar nicht billig, aber das Geld auf jeden Fall wert. Es wird durchwegs frisch mit viel Liebe zum Detail gekocht. Die Küche ist ostfriesisch kombiniert mit orientalischen und mediterranen Nuancen. Kinder können sich bei schönem Wetter im grossen Garten frei bewegen.

 

Restaurant Il Faro

Das italienische Restaurant befindet sich direkt neben dem Leuchtturm. Auch wenn die - riesengrossen - Pizzen nicht aus dem Steinbackofen kommen, sind der Boden kross, die Toppings frisch und die Pasta super al dente.


Borkumer Eiskonditorei
Hier gibt es das beste und leckerste Eis, der Inhaber hat es damit sogar an die Weltmeisterschaft geschafft. MeinTipp: Das Eis des Tages probieren, am besten täglich.

 

Souvenir: Sanddorn

Ob als Schnaps, Tee, Buttermilch, Marmelade, Torte, Bonbon... Daran führt bei einem Inselaufenthalt kein Weg vorbei.

 

Unsere Insel-Pro's

  • Insel-Ferien
  • Hochseeklima
  • Die Vielfalt der Natur
  • Puderzuckerweisser, kilometerlanger Strand
  • Für Familien mit kleinen wie grossen Kindern stehen viele Angebote zur Verfügung
  • Indoor- und Outdoor-Beschäftigungen
  • UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer

Und die Contra's

  • Relativ langer Anfahrtsweg, dank Zwischenstopp aber gut mit dem Auto machbar.
  • Keine Gutwetter-Garantie
  • Langes Aufenthalten im Meer ist nicht möglich


Ein Paradies für Fahrradfahrer

Die Nordseeküste auf Borkum steht für weiten Horizont, frische Seeluft und nordisch-idyllische Natur. Es lohnt sich, mit dem Fahrrad auf Entdeckungsreise zu machen, insgesamt stehen über 120 km Fahrrad- und Wanderwege zur Verfügung. Gerade mit Kindern kommt man so viel beser und schneller voran, zudem ist es eine wunderbare Möglichkeit versteckte Winkel zu erkunden, an denen man sonst wohl nie vorbei gekommen wäre. So hiess es auch für uns: rauf auf's Rad.

 

Man kann auf Borkum ganz unterschiedliche Landschaften erleben. Den Küstenstreifen, die Landschaft mit seinen Dünen und Hafergras, feinen Sandstränden genau so aber auch die weiten Felder und Wiesen. Dieser Kontrast und die daraus entstehende Vielfalt macht die Nordsee für uns so reizvoll.

Oftmals sind wir einfach nach Lust und Laune losgeradelt. Die Kinder durften bei Abzweigungen jeweils die Richtung bestimmen. So sind wir an wunderbare Orte gelangt und konnten die Landschaft gleich noch viel mehr geniessen. Verahren kann man sich nicht, alles ist gut beschildert, notfalls finden sich immer wieder sogenannten SOS-Stellen, an denen man per Telefon um Auskunft fragen kann.

 

Eines Tages haben wir einen Überraschungstag für Papi geplant, so sind wir ohne etwas zu verraten, Richtung Yachthafen der Insel geradelt, ungefähr 6 km vom Zentrum gelegen. Die Fahrradwege sind wunderschön, meist umgeben von viel grün oder unendlichem Weitblick. Am Yachthafen gibt es ein Restaurant mit gemütlicher Atmosphäre, feinen Desserts (Milchreis again...) und einem wunderbaren Blick auf den Port Henry. Daneben lädt ein grosser, wilder Spielplatz zum Kind sein ein. Kinder hapyy, Mann happy - alle happy.

Essen auf Borkum

Auf Borkum gibt es zahlreiche Gelegenheiten, sich zu verköstigen. Wer selber kochen will, findet verschiedene Supermärkte und auch einen Bio-Laden mit umfangreichem Sortiment, um sich einzudecken. Aber auch Milchbuden, Café’s, Eisdielen und Restaurants gibt es in Hülle und Fülle.

 

Unser Favorit:

Oma's Teestübchen. Ein Must go, wenn man auf Borkum ist. Tipps: Einen der legendären Windbeutel, aber Achtung, sie verlangen so einiges ab, probieren und zusammen mit einer der endlosen Teesorten, mehr als 50 Teesorten gibt's im Angebot, geniessen. Meine Wahl: Wattentee. Fruchtig, frisch und sehr lecker.

Für die Kids unbedingt einen Tee mit buntem Zauberzucker bestellen. Unsere Kleine war begeistert und erzählt noch heute von dem exklusiv für sie servierten "Edelstein-Schatz".


Milchbuden

An den Stränden findet man verschiedene Milchbuden, viele davon wunderbar in die Dünen eingebettet. Hier kann man gemütlich und stundenlang verweilen.
Unser Happy Place war das Strandflair am Ende der Strandpromenade. Eine coole Location mit super-bequemen Sitzgelegenheiten, schöner Lage und das bis anhin beste Milchreis ever. Die Kinder können sich hier frei im Sand bewegen und auf dem keine 50 Meter entfernten Strandspielplatz toben.

Nichts falsch macht auch, wer im etwas abseits gelegenen Strandcafé Seeblick einen hausgemachten Kuchen (Team-Schokokuchen: hier!) probiert und dazu die wunder-wunder-wunderbare Aussicht über die Dünen und den Sandstrand geniesst. Für Kinder gibt es eine kleine Spielecke, zahllose Bilderbücher und Malsachen und einen ziemlich grossen Strand in nächster Nähe.

 

Einen superleckeren Erbeerkuchen fanden wir, als wir uns mit unseren Fahrrädern im Inselinnern verirrten, Ende gut alles gut: und im Biergarten des Restaurants Upholm-Hof strandeten. Die Girls haben sich auf dem Spielplatz vergnügt. Tipp: Gegen Voranmeldung können hier Reitstunden oder Ponyführungen gebucht werden.

 

Auf jeden Fall einen Besuch wert ist das Restaurant Teehaus. Es liegt etwas abseits vom Trubel und in unmittelbarer Nähe von unserer Ferienwohnung. Das Essen ist im Vergleich zwar nicht billig, aber das Geld auf jeden Fall wert. Es wird durchwegs frisch mit viel Liebe zum Detail gekocht. Die Küche ist ostfriesisch kombiniert mit orientalischen und mediterranen Nuancen. Sehr lecker. Hier haben wir erstmals das Gemüse "Quassel" probiert und gespannt darauf gewartet, wie die für die Kinder bestellten Wattwürmer aus dem Kindermenü schmecken. Kinder können sich bei schönem Wetter im grossen Garten frei bewegen.

 

Auch die italienische Küche ist mit dem Restaurant il Faro gleich neben dem Leuchtturm sehr gut vertreten. Auch wenn die - riesengrossen - Pizzen nicht aus dem Steinbackofen kommen, sind der Boden kross, die Toppings frisch und die Pasta super al dente. Tipp für einen Lunch am Mittag: Die Familienpizza mit 50 cm Durchmesser bestellen.

Ach ja, das beste und leckerste Eis, der Inhaber hat es damit sogar an die Weltmeisterschaft geschafft, gibt es in der kleinen Borkumer Eiskonditorei, vis-à-vis vom Bahnhof. MeinTipp: Das Eis des Tages probieren, am besten täglich.

 

UNESCO Naturerbe Wattwanderung

Ich finde es beeindruckend, wie sich auf den Inseln vieles nach den Gezeiten richtet. Bei Ebbe sollte man sich unbedingt das UNESCO Weltkulturerbe Wattenmeer einmal ganz genau und aus der Nähe anschauen.

 

Wattwürmer, Austern, Herzmuscheln, Strandkrabben... Unser Wattführer Heiner kennt sie alle und führte uns einen Vormittag lang durch die Geheimnisse des Wattenmeers. Um 9 Uhr wurden wir am Busbahnhof erwartet, daraufhin folgte eine kurze Busfahrt Richtung Süden. Wattenmeer! Alles aussteigen bitte. Wer möchte, darf sich Gummistiefel von Heini ausleihen, wir wagen es barfuss.

Zusammen mit einer Gruppe von weiteren Touristen machen wir uns auf den Weg, das Watt die nächsten zwei Stunden unsicher zu machen. Wir sind durch Schlick gelaufen, knietief eingesunken und konnten Krebse steicheln. Auch die Kinder waren von Anfang bis Ende voll dabei, das hautnahe Naturerlebniss und die Möglichkeit alles mit eigenen Augen zu sehen und anfassen zu können hat sie sehr beeindruckt.  Und wir haben viel gelernt: die grasgrünen Algen kann man, wenn man es salzig mag, problemlos essen, eine kleine Muschel filtert innerhalb von nur vier Stunden über 1.5 Liter Wasser, die Schale der Auster ist messerscharf, auf einem Quadratmeter Sand leben über 800 Herzmuscheln und der liebe Wattwurm besitzt 99 Reserveleben. Wir sind beeindruckt, auch von der unglaublich informativen und humorvollen Art, in dem uns Heiner all das auf so gute Art und Weise näher gebracht hat.

 

Tipp: Sonnehut, Wasser und ein Handtuch mitnehmen, um sich nach dem Spaziergang, die Füsse abzurubbeln. Wie sehr haben wir uns solch eines herbei gesehnt.

 

 

Das Städtchen

Am ersten Morgen decken wir uns im Städtchen fürs Frühstück ein. Es gibt nur wenige Tage im Jahr, an denen das nicht möglich ist, rund ums Jahr sind die Geschäfte, die meisten auch Sonn- und Feiertags, geöffnet. Wir entdecken den ersten Bäcker keine 50 Meter von unserer Ferienwohnung entfernt, das Städchen befindet sich rund 5 bis 10 Gehminuten entfernt, mit dem Radel gehts noch schneller. Hier finden sich mehrere Supermärkte, darunter auch ein Bio-Laden, die schon früh morgens geöffnet haben.

 

Auch sonst findet man hier so ziemlich alles, was man im Urlaub braucht und auch ein bisschen mehr. Die Girls stellen schnell fest: Hier kann man ja shoppen! Grossmamis "Ferienbatzen" findet hier bestimmt ein gutes Plätzchen und ich verspreche den beiden, das wir eine Mädels-Auszeit planen, um die vielen Boutiquen und Geschäfte in Ruhe zu besichtigen.

 

Tipp: Wer etwas hübsches zum anziehen für Kinder sucht, wird hier fündig. Zum Beispiel bei Dorotka Steemann oder bei Beat's.

 

Auch sonst gibt es nebst den klassichen Souveniershops ein paar richtig feine und auserlesene Geschäfte. Mir persönlich hat der Stoffladen nähe Neuem Leuchtturm wahnsinnig gut gefallen, ebenso die Teeboutique neben Oma's Teestübchen und natürlich die legendäre Knobelkiste. Bei einem Besuch auf Borkum kommt man kaum drum herum dort nicht wenigstens einmal reinzuschnuppern. Ein kleines Paradies für Rätselliebhaber wie wir das sind. Einmal angefangen, können wir nicht mehr damit aufhören. Hier gibt es alles – von Blackstories, über hölzerne Rätsel, die ineinander verdrehten Nägel und das klassische Hufeisenrätsel. Zahlreiche Artikel dürfen angeschaut und ausprobiert werden. Echt toll. So ist auch das Souvenier fürs Götti-Kind bereits gesichert und unter Dach und Fach.

Ausblick aufs Wattenmeer - Hoch hinauf auf den Leuchtturm
Der Neue Leuchtturm ist eine beliebte Sehenswürdigkeiten auf Borkum und nach wie vor in Betrieb. Obwohl neu... na ja, immerhin hat er doch auch schon seine 130 Jährchen auf dem Buckel.

 

Er befindet sich im Stadtzentrum, gleich hinter dem Bahnhof. Wir besteigen den hohen Leuchtturm mit seinen 308 Stufen zur Aussichtsplattform hinauf, die Kinder  locker flockig voraus, wir eher schleppend hintendrein. Belohnt werden wir mit einem tollen Blick über die Insel.

 

Nachts erstrahlt das Leuchtfeuer, das den vor der Emsmündung verkehrenden Schiffen noch heute zur nächtlichen Orientierung dient, und uns Touristen jeweils eine wunderbare Abendstimmung beschert hat.

Mein Tipp: Eine Auszeit auf den Bänkli unterhalb des Turms geniessen. Die Kinder liebten es auf der grossen, grünen Wiese rund um den Leuchtturm zu rennen und wir Erwachsenen, ja wir genossen DAS auch.

 

Das Heimatmuseum Dykhaus

In unzähligen, liebevoll zusammengestellten Exponaten erlebt man hier die wechselvolle Geschichte Borkums aus einer ungewohnten Perspektive: beeindruckend nah dran. In mühevoller Kleinarbeit hat der Heimatverein eine Auswahl interessanter Ausstellungsstücke so aufbereitet, das die Lebenswelt der alten Insulaner greifbar wird – und 300 Jahre maritime Geschichte ein Gesicht bekommt.

 

Sehr beeindruckend war es, vor einem, vor den Ostfriesischen Inseln gestrandeten, echten, lebensgrossen Pottwal-Skelett zu stehen und mehr über diese grossartigen Tiere zu erfahren. Beispielsweise wissen wir nun, dass ein Pottwal-Baby mit 4 Meter Länge unter Wasser zur Welt kommt und bereits eine Tonne schwer ist. Im 18. Jahrhundert wurden die Kinder der Insel im Wohnzimmer des Pfarrers unterrichtet, die Kinder aus reichem Haushalt erhielten zum "z'Nüni" eine Kartoffel, die ärmeren Kinder lediglich ein Stückchen altes Brot.
Informationen zu den Preisen und Öffnungszeiten findet Ihr hier...

Nordsee-Aquarium: Abtauchen in ein faszinierende Unterwasserwelt

Das Nordsee-Aquarium Borkum liegt in unmittelbarer Küstennähe auf der Promenade vom Südstrand. Das Besondere an diesem Aquarium: Die Besucher erfahren nicht nur, welche Fische weit draussen im offenen Meer schwimmen, die Ausstellung beginnt hier sozusagen direkt vor der Haustür: im Yachthafen, an den Buhnen und bei den Muschelbänken.

Ganz bewusst werden nur heimische Arten gehalten, die auch tatsächlich in der Nordsee vor Borkum vorkommen: So bevölkern Quallen, Fische, Muscheln, Krebstiere, Schnecken und Seeanemonen die insgesamt 18 Schaubeckenn. Auf Informationstafeln werden die Lebewesen und die Ökosysteme, in denen sie leben, vorgestellt. Zu den Highlights unter den Bewohnern des Nordsee-Aquariums gehört der Europäische Hummer, der nicht nur mit seinen imposanten Scheren zu beeindrucken weiss. Sehr sehenswert sind auch die Weichkoralle mit dem schaurigen Namen "Tote Seemannshand" und die Zylinderrose.

Besonders toll, und bei unseren Kids heissbegehrt, war das Anfassbecken. Hier dürfen wir die kleinen Krebse, und wer sich getraut auch den Aal, streicheln und die hübschen Seesterne auf die Hand nehmen. Ein ganz besonderes Erlebnis, dass uns einmal mehr veranschaulicht, wie wunderschön, aber auch zerbrechlich, unsere Welt doch ist.

Das Aquarium ist
klein und unaufgeregt, wer ein grosses Sealife erwartet wird enttäuscht sein. Es ist jedoch nicht weniger bunt und informativ als die "Grossen" und unglaublich herzlich durch das Ehepaars Oetjen und viele ehrenamtliche Mitarbeiter geführt. Sie haben uns viel spannendes erzählt, man spürt ihre Leidenschaft und das Herzblut, welches sie in den letzten Jahren in die Ausstellung gesteckt haben, wir haben viel gelernt.

Das Aquarium ist in der Saison täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, bis Oktober ist montags Ruhetag. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6,50 Euro, die Familienkarte kostet 16,50 Euro.

 

Familienfreundliches Borkum

Kleinen wie grossen Kindern wird es auf Borkum gefallen, es gibt viel zu tun. Die kilometerweiten Strände laden zum spielen und Sandburgen bauen ein. Sowohl am Nord- wie auch am Südstrand gibt es tolle Kinderspielplätze mit Wippen, Bagger, Schaukeln, Rutschen und Hängekarussell. Bei Schlecht-Wetter können sich die Kids in der Indoor-Spielinsel (täglich geöffnet ausser sonntags) vergnügen. In den Spielräumen gibts Rutschbahnen, eine Bällebad, Kletternetz, Airhockey, Billartische, Minigolf und vieles mehr.

Infos und Öffnungszeiten findet Ihr hier...

 

Kletterpark Kraxelmaxel: Für die Grösseren ist ein absolutes Highlight ist schliesslich der ein bisschen in den Dünen versteckte und ganz tolle. Kletterpark Kraxelmaxel für Kinder ab 6 Jahre. Hier kann munter an der frischen Luft geklettert werden. Euro 16.- für zwei Stunden.

Alle Infos findet Ihr hier.

Baden im Gezeitenland

Wer Lust auf Wasser und Wellness hat, sich aber noch nicht ins Meer traut oder ein Schlecht-Wetter Programm benötigt, der ist im Gezeitenland genau richtig. Hier gibt es ein grosses Meerwasserbad mit Indoor- und Outdoorbecken und einem separaten Kinderspielbecken und... Das Highlight unserer Girls: Die 75 Meter langer Rutschbahn und der FlowRider, mit dem Funboard geht's hier auf die Welle (Kosten pro Person: Euro 5.-) Übrigens die erste und einzige Indoor-Surfanlage Norddeutschlands. Für die grossen gibt es ausserdem Saunas. Preise und Öffnungszeiten findet Ihr hier.

 

Während der Hochsaison finden gemäss Veranstaltungsprogramm dann auch diverse Events wie Clownvorstellungen, Kinderkonzerte, Kinderschminken und Co. statt.
Die entspannte  Atmosphäre, die Musik an der Promenade, viele Cafés, Bars, eine kleine Einkaufstrasse, Tennisplätze... So fühlen sich auch Teenager auf Borkum pudelwohl.

 

Mein Fazit

Frische Brise, klare Luft, puderzuckerweisse lange Strände... Dafür muss man nicht in die Karibik reisen. Wer einen Ort am Meer und in wunderbarer Natur sucht, dabei aber trotzdem nicht auf städtisches Flair verzichten möchte ist auf Borkum genau richtig. Borkum ist grösser als seine Nachbarsinseln und hat für jeden Geschmack etwas zu bieten.
Familien werden sich hier pudelwohl fühlen. Insbesondere die langen, puderzuckerweissen und unglaublich breiten Sandstrände lassen die Herzen von kleinen "Sandburg-BauerInnen" höher schlagen. Auch für Teenager gibt es ein breites und wie ich erfahren habe "sehr cooles" Angebot.

Man kann auf Borkum unglaublich viele und unterschiedliche Landschaften erleben. Den Küstenstreifen, die Landschaft mit seinen Dünen und Hafergras, feinen Sandstränden genau so aber auch die weiten Felder und Wiesen. Dieser Kontrast und die daraus entstehende Vielfalt macht die Nordsee für uns so reizvoll, und so schön.
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Man muss sich bewusst sein, dass das Wetter, wie grundsätzlich auf jeder Nordsee-Insel, ziemlich frisch sein kann, Wind-und-Wetter-Jacke deshalb nicht vergessen werden sollte, und man die meiste Zeit nicht im Wasser verbringen wird. Trotz jeder Menge Touristen, vorwiegend Kurgäste und Familien, lässt sich auf der Insel auch immer ein ruhiges Plätzchen finden. 
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Diese Pressereise erfolgte auf Einladung des Tourismus Borkum. Herzlichen Dank dafür und dass wir die Insel frei von Beeinflugssungsversuchen testen durften.