Der Familien-Reise Blog Geheimtipp Nordsee-Inseln     by mamicheck.ch

Corinne: Wunderschöne Tage auf Langeooge liegen hinter uns. Auf den ersten Blick scheint die Nordseeinsel nicht weiter bemerkenswert. Bei näherem Hinsehen findet man hier jedoch eine ganz besonders einzigartige Insel. Kilometerlange Sandstrände, Dünen, Seehunde, Rosenblüten und Sanddorn soweit das Auge reicht. Keine Autos, dazu immer eine angenehme, frische Brise – Langeoog ist schlicht der perfekte Ort, um viel draussen in wunderschönster Natur zu sein und  Zeit mit der Familie zu geniessen. Ferien, von denen wir unseren Freunden noch lange erzählen werden.

 

 

2. Etappe: Insel Langeoog - Natur pur.

 

Nach Wangerooge und Borkum machen wir uns auf zur dritten Etappe unseres Inselhoppings an der Nordsee: Wir freuen uns auf die autofreie Insel Langeoog und sind gespannt was kommen mag.

 

Gepäckaufgabe und Fähre

Die Insel Langeoog ist komplett autofrrei (so schön!), darum lassen wir das Auto während unsrem Aufenthalt am Festland zurück.

Wir haben dafür zwei Parkplätze zur Auswahl: Der ein "bisserl" näher am Fähranleger gelegene kostet Euro 6.- pro Tag, unsere Wahl fällt auf "Arians", Kostenpunkt Euro 3.80 pro Tag. Dafür müssen wir ungefähr 100 Meter hinter uns bringen, was bei der teureren Variante nicht der Fall gewesen wäre. Das scheint uns kein Problem. Mein Mann lädt uns samt Gepäck direkt vor dem Eingang zum Fähranleger aus, und während wir drei uns zum Einchecken begeben, übernimmt er das Parkieren.

 

Dieser Fähranleger scheint neuer und moderner als die bisher gesehenen. Er ist grosszügig und hell gestaltet, eine schöne Boutique und ein Bistro mit feinem Kaffee und schöner Aussicht unterhalten die Gäste bis zur Abfahrt der Fähre.

 

Wir besorgen uns die Fährkarten bei der Schiffahrt Langeoog, gleich rechts von der Kisse befindet sich auch die Gepäckaufgabe. Hier kan man sich entscheiden, ob man die Gepäckstücke am Inselbahnhof auf Langeoog wieder in Emptfang nehmen möchte und anschliessend selbst zur Unterkunft bringt oder ob man hierfür die Dienstleistung des Inselservices in Anspruch nehmen möchte. Kosten für den Lieferservice frei Haus: Euro 9.- pro Gepäckstück (hin und am Ende der Ferien auch wieder zurück.).
Gut zu Wissen: Ein Gepäckstück darf max. 30 kg wiegen.

 

Mit Wind um den Ohren und Blick aufs Wasser lässt sich die kurze Fahrt auf Deck wunderbar geniessen. Vorfreude macht sich breit. Die Kinder haben im Unterdeck einen kleinen Spielbereich entdeckt. Wir sehen sie erst kurz vor Eintreffen am Hafen wieder an Deck.

Tipp: Wie bei allen Fährfahrten auf der Nordsee lohnt es sich auch hier, eine windfeste Jacke im Handgepäck mit sich zu führen, ebenso Sonnencrème und evtl. ein paar Spiele oder Malsachen für die Kinder.


Langeoog - einmal umsteigen bitte.

Im Hafen von Langeoog angekommen, geht es mit der kunterbunten Inselbahn - wir finden sie so schön, sie macht irgendwie gute Laune - und ohne Zwischenstopp innerhalb von ca. 7 Minuten direkt ins Zentrum der Insel.

Im Verhältnis zu ihrer Breite (an der breitesten Stelle: 3.5 Kilometern) ist die drittgrösste Ostfriesiche Insel ganz schön lang. Zwischen dem Ortskern im Westen und dem äussersten Zipfel im Osten misst sie 11 Kilometer und hat auf ihre knappen 22 Quadratkilometer einzigartige Naturerlebnisse zu bieten. Der 14 Kilometer langem, Sandstrand gibt Raum zum Spazieren, für wunderbare Sonnenuntergänge und Muse zum Sonnenbaden. Direkt hinter dem Strand beginnt die bezaubernde Dünenlandschaft. Die Dünen erreichen gigantische Höhen von bis zu 20 Metern. Und was wir bei unserem Aufenthalt auf Langeoog auch gelernt haben: Düne ist nicht gleich Düne. Hier gibt es vier verschiedene Arten, nämlich die Heereshusdünen, Kaapdünen, Süderdünen und die Flinthörndünen.

Unterkunft auf der Insel
Auf Langeoog gibt es viele Pensionen und einige Hotels, daneben auch unzählige Ferienhäuser- und wohnungen. Wir waren im Haus eines Insulaners im obersten Stock untergebracht
.

Auf Langeoog ist alles gut und rasch erreichbar, so spielt die Lage bei der Auswahl der Unterkunft eine weniger entscheidende Rolle. Einige Domizile befinden sich ein bisschen näher am Dorfzentrum, andere beim Badestrand, wiederum andere bei den Dünen, erreichen tut man all diese Destinationen, vor allem mit dem Fahrrad, gut und schnell.

Strände auf Langeoog

Langeoog wirbt im Besonderen mit seinem 14 km langen Sandstrand, der sich auf der Nordseite vom West- bis zum Ostende erstreckt. Und dies zu Recht.

 

Steht man erstmals in der Dorfmitte und geht in Richtung Wasserturm, erwartet man, dahinter das Meer zu sehen. Man kann es bereits riechen und glaubt es auch zu hören, doch kommt man oben an, sieht man „nur“ Dünen und weit und breit kein Meer. Vergleichbar geht es einem an den vielen Stellen auf der Insel.

 

Obschon man auf einer Insel weilt, die am breitesten Punkt gerade einmal 3.3 km misst, ist das Meer dem Auge meist verborgen. Es liegt hinter der grossen Düne und ist über verschiedene Zugangswege, die sich wie ein Geäst über die Insel erstrecken, erreichbar. Diese Zugangswege sind stets zu Fuss zu beschreiten. Fahrräder parkiert man hinter der Düne auf dem „Fahrradparkplatz“. Und genau dieser Umstand, diese letzten Schritte die Düne hinauf, bis man den Strand und das Meer entdeckt, machen den Langeooger Sandstrand zu einem ganz besonderen Erlebnis. Es braucht etwas Zeit, nicht lange, nur ein oder zwei Minuten. Dies genügt, um eine erwartungsvolle Spannung aufzubauen. Und wenn man dann die Düne herunterschreitet, den weissen, puderzuckerweichen Sand um seine Füsse spülen fühlt, die raue See erblickt und die vermeintlich endlose Weite der Küste zu erkennen glaubt, ist man überzeugt, etwas ganz Besonderes auf der Welt entdeckt zu haben.

 

Es gibt einen Fussweg, bestehend aus querliegenden Holzbrettern, der Küste entlang, der auch mit dem Kinder- oder Bollerwagen begangen werden kann. Andere Fahrzeuge sind – wie gesagt – nicht erlaubt. Der Strand ist in verschiedene Abschnitte (Sportstrand, Kinderstrand, Nichtraucherstrand, Hundestrand, Drachenstrand [fliegen auf Langeoog ausgezeichnet] usw.) unterteilt.

 

Selbst wenn die Sonne einmal nur spärlich durch die Wolken dringt, lädt der Strand mit der richtigen Kleidung zu einem ausgedehnten Spaziergang ein, den man idealerweise mit einem warmen Ostfriesentee abschliesst. Schönwetterpiraten und Sandburgenritter, welche gern viel Zeit am Strand verbringen, sollten sich insbesondere in der Hauptsaison einen der sehr erholsamen Strandkörbe bereits vor der Anreise reservieren (Kosten: rund Euro 10 pro Tag), zumal deren Anzahl begrenzt und die Nachfrage gross ist.

Fahrrad fahren auf der Insel

Noch am ersten Tag unseres Aufenthalt leihen wir uns Fahrräder aus (auf der Insel gibt es über 20 Fahrradverleihe, wir entscheiden uns aus Logistikgründen für jenen direkt beim Bahnhof) und fahren zum östlichsten Ende der Insel – dem Osterhook. Für die Strecke benötigen wir eine gemütliche, kindergerechte, Stunde. Zunächst führt die Fahrt über eine idyllische Hügellandschaft mitten durch das Pirolatal, übrigens mein persönlicher Lieblingsabschnitt auf der Insel.

Erstes Etappenziel: Die Aussichtsdüne Melkhörn
Mit ihren 20 Metern ist sie tatsächlich der
höchste Punkt Ostfrieslands. Entgegenkommenden Touristen berichten uns, dass sie nicht nach oben spaziert sind, es sei ihnen doch etwas zu weit. Das bringt uns ein "bisserl" zum schmunzeln. Keine fünf Minuten später stehen wir auf dem "Gipfel" und bewundern, beeindruckt von dieser atemberaubenden Kulisse, das Panorama über die Insel. Hier verweilen wir für eine ganze Weile. Ausser buntem Vogelgezwitscher, über uns kreisenden Möwen, und unserer kleinen Tochter die ihr Stimmorgan nicht immer unter Kontrolle hat, ist es hier absolut ruhig. Wir geniessen.

Nächster Halt Vogelwärterhaus
Weiter geht es den Radweg entlang. Auf der rechten Seite erstrecken sich die Salzwiesen, auf der linken ist der Deich. Unseren nächsten Halt planen wir beim Vogelwärterhaus. Hier werden wir mit einem fantastischen Rundblick auf die Vogelkolonien, Dünenlandschaften, Salzwiesen und das Watt von Langeoog belohnt.

 

Im Innern des Hauses informiert uns die multimediale Ausstellung über den Vogel-, Natur- und Küstenschutz und das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Für Kinder, die noch nicht selbst lesen können, ist es nur mässig interessant, es gibt nichts zum anfassen oder ausprobieren. Mit ein bisschen Fantasie, schaffen wir es aber auch unsere Kleine zu begeistern. Findest Du den Vogel mit dem orangenen Schnabel, welches ist der kleinste Vogel auf diesem Plakat?

Gut zu Wissen:
Die einzige Einkehrmöglichkeit auf dem Weg zum Osterhook ist die Meierei, ein Hof mit Pferdekoppel und schöner Gartenwirtschaft. Es lohnt sich Wasser und eine kleine Verpflegung einzupacken.

Bei Gegenwind, auch das haben wir erlebt, kann die Strecke auch wenn sie durchgehend flach ist, ziemlich anstrengend sein.

 
Aussichtspunkt Seehund-Beobachtung

Am Osterhook angekommen werden die Fahrräder parkiert, weiter gehts nur noch zu Fuss ca. 10 Minuten den Strand entlang zum Aussichtspunkt mit Fernrohr und kleiner Schutzhütte. Wir freuen uns das Ziel bald erreicht zu haben und laufen schneller.
Von hier aus können wir die Seehunde auf der Sandbank der Otzumer Balje beobachten. Auf der gegenüberliegenden Seite ist die kleine Insel Spiekeroog zu sehen.
Wir haben Glück. Wir erkennen Seehunde auf den Sandbänken liegen, einige springen ins Wasser und halten sich vorwiegend darin auf.  Tausende von Wasservögeln sitzen daneben auf den Sandbänken im Watt. Wir sind begeistert, können unser Glück kaum fassen und drängeln uns abwechslungsweise zum Fernglas vor.

Tipp: Wenn man einen Zeitpunkt erwischt, an dem sich gerade auch viele andere Touristen am Aussichtspunkt aufhalten, ist das Fernglas ziemlich gut besetzt. Es lohnt sich einen eigenen Feldstecher mitzubringen.

Auf der Rückfahrt - hier nun gegen den Wind - beobaten wir eine Fasanenfamilie im Gras, überlassen Familie Ente mit sechs Jungen den Vortritt auf dem Fahrradweg, streicheln ein schottisches Hochlandrind, machen eine kurze Rast bei der Pferdekuppel und staunen, wir eine Alpaca-Familie neben uns her galoppiert.  Später zeigt sich auch ein Hahn. Danach sehen wir der Henne und ihrem Kind beim Fressen von den Sanddornsträuchern zu. Sie lassen sich von uns überhaupt nicht stören und kommen bis auf wenige Meter heran. Im weiteren Verlauf der Rückfahrt sehen wir dann noch einen Hasen und eine braune Ratte.

 

Die Natur ist hier auf Langeoog so nah und so gut spürbar, wie wir das von daheim so gar nicht kennen. Die gute, reine, autofreie Luft, die nähe zu Natur und Tier. Wir haben unterschätzt, wie unglaublich wohltuend und erdend dies sein kann. Wie im Zoo - nur viel schöner.


Fähre &  Inselbahn

Die Insel Langeoog ist komplett autofrrei (wir lieben es.), darum lassen wir das Auto während unsrem Aufenthalt am Festland zurück. Unsere Wahl fällt auf den Parkplatz "Arians", Kostenpunkt Euro 3.80 pro Tag.

Gleich rechts von der Ticketkasse befindet sich auch die Gepäckaufgabe. Hier kann man sich entscheiden, ob man die Gepäckstücke am Inselbahnhof auf Langeoog wieder in Empfang nehmen möchte oder ob man hierfür die Dienstleistung des Inselservices in Anspruch nehmen möchte. Kosten für den Lieferservice frei Haus: Euro 9.- pro Gepäckstück (hin und am Ende der Ferien auch wieder zurück.).


Wichtig: Ein Gepäckstück darf max. 30 kg wiegen.
24 Stunden vor Rückreise muss man kurz telefonisch informieren, wann und wo das Gepäck wieder geholt werden soll.

 

Fährkosten: Einfach Hin- und Rückfahrttickets für Erwachsene gibt's für Euro 25.20, Kinder von 6 bis 15 Jahren bezahlen Euro 15.20. Die Fahrt mit Inselbahn ist  inklusive.

.

Fahrzeiten: Die Fähre ab Benssersiel fährt tiedenunb-hängig und in der Sommersaison bis zu sieben Mal auf die Insel. Die Fahrt dauert gute 35 Minuten. Auf dem Schiff gibt es ein Bistro in dem man sich mit Getränken und kleinen Snacks eindecken kann.

 

 

Parkplatz: Die Kosten für das parkieren des Fahrzeugs belaufen sich auf dem Arians auf  Euro 3.80 für jeden weiteren Tag.

 

Dauer & Inselbahn: Die Überfahrt dauert ca. 35 Minuten. Am Fähranleger auf Langeoog steigt man in die kunterbunte, bereitstehende Inselbahn um, diese fährt ohne Zwischenstopp innerhalb von ca. 7 Minuten zum Insel-Bahnhof. Ab hier gehts dann zu Fuss oder nach Wahl mit einer Kutsche weiter.


Tipps: Fährtickets vorab online lösen. Sonnencrème, Sonnenhut, Malsachen, Snacks und Jacke im Handgepäck mitnehmen. An Deck kann es e nach Saison heiss aber auch sehr windig sein.

Strandkorb

An der Nordsee ist es üblich, am Strand einen Strandkorb zu mieten. Gerade während der Hochsaison sind sie gut besetzt, es lohnt sich diesen vor Ferienbeginn zu reservieren. Kosten: ca. Euro 10.-/Tag.

 

Kino

Auch ein kleines, wirklich kleines, Kino gibt es auf der Insel.

Nachmittags werden oftmals Kinderfilme gezeigt, abends dann jene für Erwachsene. Der "Kinosaal" erscheint etwas improvisiert, was aber irgendwie ganz gut hier hin passt und die gute Qualität Ausstrahlung nicht mindert.

 

Erlebnisbad

Hier gibt es eine 42 Meter lange Rutschbahn, ein Wellenbad, welches sich während unserem Aufenthalt jedoch in Reparatur befand, viele Saunen Massagedüsen. Wer es entspannter mag, kann es sich im Wellnessbecken gut gehen lassen – mit Jetstream, Whirlpool, Unterwassermas-sagedüsen, Brodelliegen, Traumgrotte und Wassersäule. Ein rot-weiss-gestreifter Leuchtturm trägt zum perfekten Nordseefeeling bei.

 

Gut zu Wissen: Der Zutritt ist für 1.5 Stunden durch den Gästebeitrag abgedeckt.

 

Fahrradverleih

Es finden sich zahlreiche Fahrradverleihe auf der Insel. Wir haben uns aus Logistikgründen für den Fahrradverleih am Inselbahnhof, entschieden.


Nebst 7-Gang Fahrrädern gibt es hier auch Kinderräder, E-Bikes, Kinderanhänger, Mountainbikes und Fahrradsitze für Kinder. Je nach Saison und Fahrradwunsch (insbesondere Kinderanhänger sind dann begehrt) lohnt es sich bereits im Voraus seine Fahrräder zu reservieren.

Gut zu Wissen: Fahrradhelme müssen von daheim mitgebracht werden.

 

Restaurant-Tipps:

 

Inselrösterei

Mein ganz persönlicher Favorit. Eine gemütliche, trendige Kaffeetrösterei mit feinstem Kaffee und stilvoller Einrichtung.

Restaurant Seekrug

Köstliches Essen mit dem schönsten Blick auf Dünen, Meer und Sonnenuntergang gibts hier. herzlichen Service und eine Kinderspielecke kostenlos dazu.

Ein "Geheimtipp":

Die "Süsse Lale" in der Bäckerei Remmers probieren. Achtung: Suchtgefahr.

 

Flotter Happen

Hingehen und ausprobieren. Lockere, herzliche Atmosphäre, unkompli-ziert und super lecker. Take Away ist möglich.

Inselberühmtheiten

Kulturell bekannt wurde Langeoog nicht zuletzt durch die Chansonsängrin Lale Andersen, die während dem 2. Weltkrieg nach Langeoog kam und sich in die Insel verliebte. Sie erwarb den "Sonnenhof", den sie in ein luxuriöses, 300 Quadratmeter grosses, Anwesen umbaute. Gut zu Wissen: Dieses kann zwischenzeitlich - für ziemlich viel Geld (Euro 600.- pro Tag) auch von Urlaubern gemietet werden. Der Dorfbrunnen auf dem Weg zum Wassertaum wurde ihr zu ehren erbaut, und soll noch heute an ihr bekanntestes Lied "Lili Marleen" erinnern.

Krimi & Co.

So einige Kult-Krimiromane spielen auf den Nordsee-Inseln. Und auch die 887. Folge des Tatorts spielte auf Langeoog.
Der bekannte Krimiautor Klaus-Peter Wolf verbringt ebenfalls viel Zeit auf der Insel.

Das Wäldchen
Südlich des Dorfes aerstreckt sich das Wäldchen, welches nach dem zweiten Weltkrieg angelegt worden ist.

Die Sträucher und Bäume reichen bis an die Strasse heran, fährt man durch das Wäldchen, fühlt man sich fast ein bisschen wie im Urwald, wir fandens richtig abenteuerlich. Krönender Abschluss dieses Ausflugs machte ein Reh, welches vor uns über den Weg gesprungen ist.

 

Unsere Insel-Pro's

  • Autofreie Insel-Ferien
  • Durchs Band frische und schmackhafte Küche in modernem Ambiente.
  • Slow Food-Gedanke
  • 14 Kilometer langer Sandstrand
  • Für Familien mit Kindern bis ca. 8 Jahre stehen viele Angebote zur Verfügung, für ältere Kinder: Sport, reiten und surfen etc.
  • Indoor- und Outdoor-Beschäftigungen
  • UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer

Und die Contra's

  • Relativ langer Anfahrtsweg, dank Zwischenstopp aber gut mit dem Auto machbar.
  • Keine Gutwetter-Garantie

Balsam für die Seele: Naturerlebnispfade

Das Salzwiesen- und Dünengebiet hier auf Langeoog steht seit 1963 unter Naturschutz. Der Naturpfad Flinthörn ist ideal, um diese wunderschöne Landschaft aus nächster Nähe zu entdecken und sich von diesem einmaligen Naturschauspiel verzaubern, das macht es wirklich, zu lassen. In regelmässigen Abständen finden sich Informationstafeln, auf denen man sich über die Vögel und Pflanzen der Region informieren kann. Der Spaziergang war auch für die Girls ein Highlight und keine Sekunde langweilig. Es gibt so viel zu sehen und entdecken: Gänse mit kleinen Babies überqueren immer mal wieder unsere Wege Raupen, Rehe, Hasen, Enten... sie alle sind hier daheim und zeigen sich uns stolz und gerne. Einmal picknickten wir direkt neben einem Igel, der sich zu Beginn gut vor uns getarnt eigerollt hatte, irgendwann aber immer mutiger wurde und sich uns schlussendlich in voller Pracht zeigte. .

Wahrzeichen Wasserturm

Zu einer bekannten Sehenswürdigkeit der idyllischen Insel gehört auf jden Fall der 100 Jahre und 18 Meter hohe Wasserturm.

Stolz tront er als Wahrzeichen über dem Städtchen und ist von fast jedem Punkt der Insel aus zu erkennen. Jeweils von Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr kann man den Turm besteigen, dank der Gästekarte kostenlos, und so von der Aussichtsplattform einen fantastischen 360°-Panoramablick über die Insel geniessen. Bei gutem Wetter kann man hier oben die Leuchttürme der Nachbarninseln Norderney und Wangerooge entdecken. Süss sind auch die überall hier oben angebrachten "Liebesschlösser", da mussten wir uns gleich mit einreihen.

Apropos Wasser:
Langeoog verfügt über eine Süsswasserversorung, welche die gesamte Insel mit Trinkwasser versorgt. Der jährliche Verbrauch liegt bei rund 350.000 m3 Wasser und: Test bestanden, es schmeckt echt lecker.

Essen auf Langeoog

Die kleine Insel Langeoog besticht durch ein wirklich ausgezeichnetes gastronomisches Angebot. Seit 2013 wird Slow Food auf der Insel gross geschrieben und die Gemeindeverwaltung unterstützt die Gastronomen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Küche, die besonderen Wert auf frische und regionale Produkte legt.

 

Das Angebot ist vielfältig und modern. Man findet sowohl die regionaltypischen Fischgerichte wie auch ausgezeichnete Burger-Restaurants und Pizzen. Auch Mittags kann man vielerorts einkehren und findet von der frisch zubereiteten Linsensuppe über Fischbrötchen auch eine richtige Portion Milchreis.

Die Restaurants, Cafés und Bars präsentieren sich in einem modernen, innovativen Stil der zum Verweilen einlädt. Das Wichtigste aber ist, wo immer wir eingekehrt sindl, waren alle Zutaten frisch und sorgsam ausgewählt. Auf der Insel bekommt man ausserdem den besten Kaffee weit und breit.

 

Unsere Favoriten:

Inselrösterei. Ein Must go und mein persönliches Highlight.. In der Langeooger Kaffeerösterei sitzt man urgemütlich zwischen Jutesäken voller Kaffebohnen aus aller Welt mitten inder Rösterei und geniesst die entspannte, gute Atmosphäre und natürlich einen wunderbaren Kaffee. Tipp: Den hauseigenen Gin probieren.

 

Flotter Happen: Die besten Burgers und frischesten Fritten gibts auf jeden Fall hier. We love it. Einfach hingehen, geniessen und uns anschliessend berichten, ob Ihr genauso Fans wie wir geworden seid. Tipp: Es werden keine Reservationen entgegen genommen werden. Vor 18 Uhr gibt es gute Chancen auf ein Plätzchen, danach wirds schwierig. Nicht nur wir findens top hier.

 

Seekrug: Ein lohnenswertes Unterfangen ist auch das Restaurant „Seekrug“, welches – hoch auf der Düne mit Blick auf die Nordsee (TIPP: bester Blick für Sonnenuntergang) ­. Original – regional – wertvoll lautet das Konzept der Gastgeber, die konsequent auf Bio-Küche setzen. Hier gibt es auch einen schönen Spielbereich für die Kleinen, so kann man mit etwas Glück vielleicht sogar bis zum Sonnenuntergang sitzen bleiben.
Tipps: Unbedingt einen Tisch am Fenster zum Meer reservieren und die Rosenblüten-Chips probieren (direkt vor der Haustüre gepflückt und verarbeitet).

 

Was Ihr unbedingt probieren müsst, ist die Süsse Lale in der Bäckerei Remmers. Aber seid gewarnt: Es besteht Suchtgefahr.


Unser Happy Place war ganz klar die Givtbude in den kunterbunten Milchbuden. Bestes Milchreis ever. Keine 50 Meter entfernt gibt es ein riesen Trampolin, auf dem sich die Kinder zeitgleich für Euro 1.50 austoben können.

Tipp: Dünensingen mit Herbert

Ein Unikat auf der Insel ist Herbert Burmester mit seinem imposanten weissen Bart, seiner Original-Kapitänsmütze und dem Seemannsblick.


Jeden Dienstag um 20.00 Uhr initiert er das Dünensingen in der Nähe des Wasserturms mit seinem Akkordeon. Mit kräftiger Stimme, einer gesunder Portion Schalk und seemännischer Konsequenz dirigiert er durch das Langeooger Liederheft und motiviert die Menschen, die zahlreich erscheinen, aus vollem Leib den Hit der örtlichen Berühmtheit Lela Anderson „Lili Marleen“ aus den 30er-Jahren und die ortsüblichen Seemannslieder nachzusingen.

Die Veranstaltung dauert rund eine Stunde, findet bei jedem Wetter statt und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Stimmung ist entspannt und die Menschen heiter. Auch wir haben tatkräftig mitgeschunkelt, hatten sehr viel Spass, sogar unsere Kleinste hat lauthals mitgesungen und gepfiffen.

 

Familienfreundliches Langeoog

Langeoog weiss Kinder auch bei schlechtem Wetter zu beschäftigen. Zum Beispiel im Haus der Insel: Hier findet sich ein Schifffahrts-Museum und die Ausstellung „Mini-Langeoog“, wo die Insel aus Lego-Steinen beeindruckend „nachgebaut“ wurde. Wir waren begeistert von der liebevollen und detailgetreuen Nachbildung der Insel (Eintritt: Euro 3 für Erwachsene, Euro 1.50 für die Kids ab 4 Jahren).

Kinderspielhaus: Im Kinderspielhaus „Spöllstuv“ finden die Kids sodann auf 600 m2 von 10-12 Uhr und 15-17 Uhr zahlreiche Brettspiele, Lese-Ecken, ein Bällebad (bis 8 Jahre) und verschiedene Spielgeräte um sich auszutoben. Ganz besonders toll ist die Bibliothek, hier können Kinder- und Jugendbücher kostenllos ausgeliehen werden, ebenso gibt es eine grosse Auswahl an tollen Gesellschaftsspielen.

 

Gut zu Wissen: Die Kids müssen von einer erwachsenen Person begleitet werden und es herrscht strikte Sockenpflicht. Wer also die Ferien gerne in den in Flip-Flops herumspaziert: Socken nicht vergessen. Notfalls können Überziehschuhe gekauft werden.

 

Vormittags wird stets ein Bastelkurs für die Kleinen angeboten. Dieser ist teilweise anmeldepflichtig und meist wird eine kleine Gebühr für die Materialkosten verlangt. Unsere Kids bemalten Leuchttürme und Schatzkistchen und beklebten sie anschliessend mit Muscheln die sie am Strand gefunden hatten. Eine tolle Sache, die ihnen eine Menge Spass und vor allem ein stolzes Souvenir bereitete. Die Materialkosten beliefen sich auf je Euro 6.‑.

Spielplätze: Insgesamt sechs Spielplätze gibt es auf Langeoog. Direkt beim Sportzentrum fanden wir den neuen Favoriten unserer kleinen Tochter. Hier steht ein Mini-Wasserturm mit Klettermöglichkeiten im Mittelpunkt, ein Schiff liegt ebenfalls an Anker und wartet darauf geentert zu werden.

Tipp: Eimer und Schaufel mitnehmen, der Sand hier eignet sich hervorragend um die Kids stundenlang zu beschäftigen. Im Sportzentrum nebenan einen feinen Kaffee to go erwerben, auf ein Bänkli sitzen und geniessen

 

Sportpalast: Nur wenige Meter vom Spielhaus entfernt befindet sich auch der Sportpalast. Hier gibt es Tennisplätze, einen Corner mit Fitnessgeräten und jede Menge Spielgeräte die kostenlos ausgeliehen werden (Badminton, Tischtennisch, Medizinbälle, Laufräder...).

Tipp: Es lohnt sich bei Anreise das Wochenprogramm gut zu studieren. Es werden täglich tolle Kurse - viele daovn kostenlos - für Erwachsene (z.B. Yoga) und Kinder angeboten. Die meisten ohne Voranmeldung. Täglich findet um 11 Uhr das Eltern-Kind-Turnen statt, ganz toll.

 

Reiten

Reiten scheint auf Langeoog sehr beliebt. Am vorletzten Tag unseres Aufenthalts führten wir die Girls – es war eine Überraschung – in den To’n Peerstall, ungefähr 400 Meter vom Bahnhof entfernt. Hier gibt es diverse Angebote: Ponyreiten, Reitstunden, Geführte Ausritte, Reitstunden. Wir haben den Girls je eine halbe Stunde Longierunterricht geschenkt. (30 Minuten kosten Euro 17.-, für eine halbe Stunde geführtes Ponyreiten bezahlt man Euro 7.-). Die Freude war, wie erwartet, riesen gross, sie werden gewiss noch lange an diesen Vormittag zurück denken.
Wichtig: Unbedingt frühzeitig reserverien, am besten noch vor Ferienbeginn. Die Stunden sind sehr gut gebucht, wir waren kurzfristig und haben nur mit viel Glück noch eine Stunde sichern können.

 

Und zum Schluss gibt's noch einen Tipp für "Rösslifreunde": Sollten sich Eltern von "Rösslifan-Kindern" für Ferien auf Langeoog interessieren, könnte die Pension Schneiderdamm interessant sein. Sie befindet sich direkt neben dem Pferdestall, sieht von aussen ungemein schnuckelig aus und wäre natürlich super-praktisch für eine tägliche Reitlektion. Auch nicht schlecht: Eine super-leckere Bäckerei befindet sich dort ebenfalls gleich ums Eck.

Mein Fazit

Eine wunderbar, wohltuende Stille liegt über Langeoog, die Insel ist bezaubernd. Und obwohl die Insel so klein ist, gibt es viel zu entdecken und zu tun, dabei aber trotzdem kein Überangebot, was ich oftmals auch als anstrengend empfinde. Ferien auf Langeoog fühlen sich rundum gut an, man entschleunigt und kommt geerdet wieder heim. Natur und Fauna sind allgegenwärtig spürbar.

Die vielfältige Insel ist fernab von Schickimicki, eher ist es ein Ort, an dem man die Seele baumeln lassen, die Zeit mit der Familien in viel Natur geniessen und einfach sein kann. Die noch reine, saubere Luft ist allgegenwärtig spürbar und wirkt Wunder, auch was den Schlaf anbelangt.
Die
puderzuckerweissen Sandstrände sind wunderschön, sie laden zum Sonnenbaden, spazieren und Sandburgen bauen ein. Oftmals sind wir abends zum Drachensteigen hergekommen. Wunderschöne Sonnenuntergänge gibts kostenlos dazu. Das Dorf ist idyllisch, die Dienstleister herzlich. Die zahlreichen Bars und Restaurants sind stilvoll und innovativ und laden zum Verweilen ein. Unternehmensmöglichkeiten gibt es unzählige, ebenso viele Regenwetter-Alternativen.
.
Man muss sich bewusst sein, dass das Wetter, wie grundsätzlich auf jeder Nordsee-Insel, ziemlich frisch sein kann, Wind-und-Wetter-Jacke deshalb nicht vergessen werden sollte, und man die meiste Zeit nicht im Wasser verbringen wird.
Langeoog hat bei uns auf jeden Fall Lust auf "mehr" gemacht. Die Weiterreise auf unserer Inselhopping-Etappe haben wir schon mal damit verbracht nach Grundstücken auf der Insel zu googeln.
______________________
Diese Pressereise erfolgte auf Einladung des Tourismus Langeoog. Herzlichen Dank dafür und dass wir die Insel frei von Beeinflugssungsversuchen testen durften.