Der Familien-Reise Blog Geheimtipp Nordsee-Inseln     by mamicheck.ch

Corinne: Was gibt es schöneres als einen Tag am Meer? Genau, eine Woche am Meer. Norderney ist die zweitgrösste Ostfriesische Insel und wird oftmals auch als Königin der Nordsee bezeichnet. Erreichen kann man die Insel in einer einstündigen Überfahrt mit der Fähre von Norddeich Mole aus. Unsere Vorfreude ist gross und die Spannung wächst, als wir am Fährhafen eintreffen.

 

2. Etappe: Insel Norderney - Natur & urbanes Feeling.

 

Nach Wangerooge, Borkum und Langeoog gings für uns auf zur vierten Etappe unseres Inselhoppings an der Nordsee. Wir freuten uns auf die Insel Norderney und waren gespannt was kommen mag.

 

Gepäckaufgabe und Fähre

Da man auf der Insel das Auto eigentlich nur für das Ein- und ausladen des Gepäcks und um in den östlichen Teil der Insel zu gelangen benötigt, entscheiden wir uns dafür, das Auto auf dem Festland zu lassen und die Kosten für die Fährfahrt mit dem Pkw von Euro 74.- (Hin- und Rückfahrt) zu sparen. Parkplätze der Reederei Frisia befinden sich ca. 10 bis 15 Gehminuten entfernt, hier fährt ein Shuttle-Bus im fünf-Minuten-Takt hin und wieder zurück.

Nachteil unseres Plans: Gerade mit Kind und Koffer schleppt man sich so immer mal wieder von Parkplatz zu Fähre, anschliessend von Fähre via Bus oder Taxi zur Unterkunft.

 

Tipps: Je nach Energielevel kann es um einiges entspannter sein, direkt mit „Sack und Pack“ auf die Fähre zu fahren, die Überfahrt im Auto oder an Deck zu verbringen. Drüben angekommen ist es erlaubt bis zur Unterkunft zu fahren, alles auszuladen und anschliessend das Auto auf dem öffentlichen Parkplatz beim Dorfeingang zu parkieren.

Den Autoverlad unbedingt bei Frisia im Voraus reservieren.

 

Den Schiffsfahrplan und alle Details zur Fähre findet Ihr hier…

Die Abfahrtshalle wie auch die Fähre selbst sind gross und erinnern ein wenig an ein Flugzeug-Terminal. Dass es die von allen sieben Ostfriesischen Inseln am dichtesten bevölkerte Insel ist, erahnt man später bei der Überfahrt, wenn man die dicht überbaute Standpromenade von Deck der Fähre aus erstmals sichtet. Gerade diese dichte Bebauung wird von manch einem kritisch beäugt. Viele geniessen aber auch den städtischen Charakter, der damit einhergeht. Letzten Endes ist das aber Geschmacksache.

 

Unsere Unterkunft auf der Insel
Das Haus am Meer liegt quasi direkt am Strand, etwas recht neben der berühmten Milchbar. Die Lage hat für uns super gestimmt: 50 Meter bis zum Strand, mit dem Rad waren wir innerhalb weniger Minuten mitten im „Stadtzentrum“. Hier gibt es Standardzimmer und Doppelzimmer, für Familien stehen aber auch 2-Raum und 3-Raum Apartments zur Verfügung. In unserem befand sich eine kleine Kochnische – so wird Hotel-Aufenthalt mit den Vorzügen einer Ferienwohnung möglich, gerade mit den Kindern haben wir das sehr geschätzt.

Bereits die kleine Rezeption und der Aufenthaltsraum, hier wird auch das Frühstück serviert, beeindruckten uns Dank seiner stilvollen Schlichtheit. Die Innenausstattung ist liebevoll und gemütlich zugleich. Das Frühstück ist einfach aber wunderbar herzlich und fein angerichtet, uns hat nichts gefehlt.

Der wunderschöne Spa sowie ein liebevoll eingerichteter Fitnessraum des Partnerhotels – gerade mal 40 Meter entfernt, dürfen kostenlos mitbenutzt werden und runden das Konzept ab, alles stimmig. Auch hier gibt es die Möglichkeit Apartments zu buchen, allerdings für ein paar Euro mehr. Die Kosten für unser Zimmer belaufen sich auf Euro 200 pro Nacht und inklusive Frühstück für uns vier, bei Buchung mit Meersicht kostet das gleiche Arrangement etwas mehr.

 

Gut zu Wissen: Während unserem Aufenthalt waren wir die einzige Familie mit Kindern im Hotel. Uns hat es nicht gestört, die anderen Gäste, so glauben wir, auch nicht. Spielkameraden oder Spielecken im Aufenthaltsraum sucht man hier allerdings vergebens. Vielleicht ist es während der Hauptsaison dann anders.

Tipp: Ferienwohnung Villa Nordsee: Familien, die eine Ferienwohnung vorziehen, können wir die Villa Nordsee empfehlen. Hier handelt es sich um grosszügige, wunderschön ausgestettete Ferienwohnungen in unmittelbarer Stadtnähe. Schön auch, Gäste dieser Ferienwohnung dürfen kostenlos Meerwasserschwimmbad sowie die Sauna und Fitnesslandschaft des Hotel Nordseehaus nutzen. Zur Website..

Gepäckaufgabe & Fähre

Fährkosten: Die Kosten für Hin- und Rückfahrt ab Norddeich Mole betragen für Erwachsene Euro 20, für ein Kind Euro 10 und je Fahrrad Euro 11.

Das Ticket kauft man am besten direkt am Frisia-Schalter, der zwischen Bahnstation und Fähre liegt.


Fahrzeiten: Die Fahrtzeit ab Norddeich Mole nach Norderney beträgt eine knappe Stunde, den Fahrplan kann man sich online anschauen.

 

Tipps: Sonnencrème, Jacke, Sonnenhut, Malsachen und Snacks im Handgepäck mitnehmen. An Deck kann es je nach Saison heiss aber auch sehr windig sein.


Mit oder ohne Auto auf die Insel: Bei der Ankunft im Westen der Insel hat man später die Wahl, ob man entweder zu Fuss zur Unterkunft laufen möchte (aus eigener Erfahrung würden wir dies allerdings, da mit Kind und Koffern, nicht unbedingt empfehlen), alternativ stehen Taxis oder Busse bereit, die in regelmässigen Abständen zu den wichtigsten Stellen der Insel fahren.

 

Kosten für Auto und Parkplätze: Da man auf der Insel das Auto eigentlich nur für das Ein- und ausladen des Gepäcks und um in den östlichen Teil der Insel zu gelangen benötigt, entscheiden wir uns dafür, das Auto auf dem Festland zu lassen und die Kosten für die Fährfahrt mit dem Pkw von Euro 74.- (Hin- und Rückfahrt) zu sparen. Parkplätze der Reederei Frisia befinden sich ca. 10 bis 15 Gehminuten entfernt, hier fährt ein Shuttle-Bus im fünf-Minuten-Takt hin und wieder zurück. Die Parkkosten liegen bei 3 bis 5 Euro pro Tag.

 

Nachteil unseres Plans: Gerade mit Kind und Koffer schleppt man sich so immer mal wieder von Parkplatz zu Fähre, anschliessend von Fähre via Bus oder Taxi zur Unterkunft.

 

Gästebeitrag

Bei der Ankunft in Norderney erhält man ein, auf das Ankunftsdatum ausgestellte, Ticket, mit dem am Ende der Ferien der sogenannte Gästebeitrag bezahlt werden muss. Mit der dabei erhältlichen Norderney-Card gibt es einige Vergünstigungen und kostenlose Features (Tipp: Immer mit dabei haben). Dies kann bei Abreise am Hafen erledigt werden, ich persönlich empfehle die etwas stressfreiere Alternative, zum Beispiel am Tag vor der Abreise am Automaten am Kurplatz.Für Erwachsene sind es Euro 3.40 pro Tag, Kinder bis 13 sind beitragsfrei.

 

Strandkorb

An der Nordsee ist es üblich, am Strand einen Strandkorb zu mieten. Gerade während der Hochsaison sind sie gut besetzt, es lohnt sich diesen vor Ferienbeginn zu reservieren. Kosten: ca. Euro 10.-/Tag.

 

Fahrrad-Verleih

Fahrräder leihen geht hier super easy. Verleihe gibt es viele, wir waren sehr zufrieden mit Rad Toni. Unkompliziert und rasch erhält man hier das Velo seiner Wahl, zudem finde ich seine Räder ziemlich cool. Für 3 Fahrräder plus Kinderveloanhänger haben wir für vier volle Tage Euro 69.- bezahlt, einen fairen Preis wie wir finden.

 

Tipps: Kinderveloanhänger und Kindersitze noch von daheim reservieren, diese sind, vor allem während der Saison, jeweils sehr gut gebucht.

 

Tipp: Bestes Eis der Insel
Ein echter Geheimtipp und auf jeden Fall ein „Must try“ ist das Eis im Frieseneis. Etwas versteckt im kleinen Wäldchen neben dem Kurplatz muss man sich auf längeres Anstehen einstellen. Aber es lohnt sich. Toll: Das Frieseneis wird wie uns der Besitzer selbst erklärt ausschliesslich mit friesischer Milch in der Ortschaft Greetsiel produziert.

 

Gute Wahl: Das Eis mit einem Topping von gesalzenem Karamell probieren. Himmlisch. Eine Kugel könnte reichen, es wird sehr grosszügig „geschöpft“.

Unsere Insel-Pro's

  • Autofreie Insel-Ferien
  • Durchs Band frische und schmackhafte Küche in modernem Ambiente.
  • Slow Food-Gedanke
  • Langer, puderzucker-weisser Sandstrand
  • Für Familien mit Kindern bis ca. 8 Jahre stehen zahlreiche Angebote zur Verfügung, für ältere Kinder: Sport, reiten und surfen etc.
  • Indoor- und Outdoor-Beschäftigungen
  • Talassos Badehaus
  • Einmalig schönes Kino
  • UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer

Und die Contra's

  • Relativ langer Anfahrtsweg, dank einem Zwischenstopp aber gut mit dem Auto machbar.
  • Nicht autofrei
  • Während der Hochsaison sehr viele Feriengäste
  • Keine Gutwetter-Garantie

 

Unsere Norderney Sehenswürdigkeiten & To do's

Mit dem Fahrrad auf der Insel

Wir waren wohl noch nie so viel auf dem Rad unterwegs, wie in diesen Ferien. Aber es macht so wunderbar Sinn und man kommt so schnell und easy von A nach B. Zudem erreicht man Orte auf der Insel, die zu Fuss, gerade mit Kind, zu weit weg gelegen wären und auch von Bus und Co. nicht angefahren werden. Ein weiterer Vorteil, bereits nach kurzer Zeit hat man sich sich einen Überblick über den Ort gemacht, kann sich orientieren und findet sich zurecht.

Fahrräder leihen geht hier super easy. Verleihe gibt es viele, wir waren sehr zufrieden mit Rad Toni. Unkompliziert und rasch erhält man hier das Velo seiner Wahl, zudem finde ich seine Räder ziemlich cool. Für 3 Fahrräder plus Kinderveloanhänger haben wir für vier volle Tage Euro 69.- bezahlt, einen fairen Preis wie wir finden.

 

Tipp: Kinderveloanhänger und Kindersitze noch von daheim reservieren, diese sind, vor allem während der Saison, jeweils sehr gut gebucht.

 

Auf in die Dünen

Am Ende der Strandpromenade einmal scharf nach rechts in die Dünenlandschaft abbiegen, und nun immer dem Wander- und Radweg folgen… und staunen. Die Natur hier ist wunderschön. Sie wirkt noch unberührt, "echt". Mir kommt es vor, als wäre sie hier viel näher an uns dran. Ein bisschen wie im Märchenbuch. Davon können wir gar nie genug bekommen.

Für einen Spaziergang rund um die westliche Hälfte der Insel wird man ungefähr sechs Stunden brauchen. Auch der südliche Teil hat einen gewissen Charme, entweder am Ufer entlang vorbei an hunderten von Wildgänsen oder durch die mit roten Backsteinhäusern gesäumten Strassen. Die unglaubliche Ruhe, endlose Weite und unberührt scheinende Natur ist bezaubernd. Nur ab und zu begegnet man vereinzelt einem Radfahrer oder anderen Spaziergängern. Wir haben es geliebt.

Bömmels Bimmelbahn

Eine schöne Möglichkeit um einen Überblick über die Insel zu erhalten ist auch eine Fahrt mit Bömmels Bimmelbahn. Wir haben gleich an unserem ersten Vormittag Platz genommen, die Kinder haben sich auf das Inselbähndli gefreut, wir uns auf die Rundfahrt und die informativen und unterhaltsamen Erklärungen des Fahrers.

 

Vom Startpunkt Rosengarten, ganz in der Nähe des Conversationshauses, bis zum Ziel, der Norderneyer Mühle, geht es vorbei an beliebten Plätzen, historischen Bauwerken und malerischer Dünenlandschaft. Vorbei am Yachthafen gehts zum Leuchtturm und immer weiter hinauf in den Norden der Insel, wo eine Pause von 30 Minuten eingelegt wird. Danach wird das Kap angesteuert und der Wasserturm passiert. Während Passagiere der Bimmelbahn das malerische Panorama Norderneys auf sich wirken lassen, werden zusätzlich wissenswerte Informationen über die Inselgeschichte vermittelt.

  • Fahrzeit: Die gesamte Fahrt hat ca. 1.5 Stunden, inklusive 30-minütige Pause im Norden der Insel, gedauert.
  • Abfahrtszeiten stündlich ab 11.00 bis 15.00 Uhr
  • Fahrpreis: Euro 10.- für Erwachsene und Euro 5,00 fürKinder
  • Gut zu Wissen: Die Fahrt findet erst ab 15 Personen statt.

Tipp: Unbedingt frühzeitig beim Rosengarten eintreffen. Die Plätze sind begrenzt, da nicht reserviert werden kann sind diese rasch gut besetzt, wir haben „just“ die letzten vier freien Plätze ergattern können. Auch immer gut: etwas zum Knabbern für die Kids einpacken.

 

Strände & Promenade
Die Promenade von Norderney ist wunderschön sauber gehalten und steht architektonisch im Einklang mit dem feinen, weissen Sand. Sie gehört auf jeden Fall zu Norderney Sehenswürdigkeiten. Hier sind wir spaziert, haben Sandburgen gebaut, auf dem tollen Spielplatz getobt, Drachen steigen lassen, wir haben uns stundenlang und immer mal wieder mit dem übergrossen Mühle beschäftigt, Tage im Strandkorb genossen.
In der Milchbude gibt es feine Cocktails und super-feinen Milchreis, wunderschöne Aussicht und gemütliche Musik kostenlos dazu. Auch zum Fahrradfahren eignet sich die Promenade perfekt.

Die Sonnenuntergänge auf Norderney sind unbeschreiblich schön, mit Worten werde ich ihnen keinesfalls gerechet. Manchmal sagen Bilder einfach so viel mehr als Worte, darum hier einer unserer "Lieblings-Sonnenuntergangsmomente" auf der Insel:

Wahrzeichen Leuchtturm
Ein Anblick wie aus einem Kinderbuch. Der weisse, 54,6 Meter hohe weisse Norderneyer Leuchtturm in Mitten der Dünen. Mit ein wenig Phantasie sieht man sofort den alten Wärter, seinen Bart in der Farbe frischer Gischt, seine Pfeife, sein zerfurchtes Gesucht. Es lohnt sich auf jeden Fall die 252 Stufen rauf zur Aussichtsplattform zu erklimmen, erwarten darf man einen lohnenswerten, einzigartigen Blick über die Insel. An klaren Tagen kann man die Nachbarsinseln Juist, Borkum, Langeoog und Spiekeroog mit blossem Auge erkennen. Bei grossen Windstärken schwankt der Turm an der Spitze bis zu 40 cm. Unsere Nerven sind gefragt, die Kinder findens mega.

Mit dem Fahrrad waren wir vom Stadtzentrum aus in ca. 30 kindergerechten, gemütlichen Minuten am Leuchtturm. Der Weg durch die Dünen, via Zuckerpatt, ist besonders empfehlenswert da wunder wunderschön.

 

Tipps: Alternativ kann auch der Bus genommen werden. Gästekarte nicht vergessen, um den ermässigten Eintritt zu erhalten.

Das Conversationshaus und die Bibliothek

Dieses Gebäude fiel uns gleich nach Ankunft auf. Es ist gross, ziert die Rückseite eines schönen Parks und ist auch selbst in seinem strahlenden Weiss eine Augenweide. Nicht zu übersehen.

Im Innern des Conversationhaus befindet sich die Touristeninformation (PS: hier kann man auch den Gästebeitrag am Ende der Ferien bezahlen), und erhält auf Wunsch auch diverse Tipps zu Ausflugsmöglichkeiten ein Co., ein kleiner Shop mit wunderschönen Souvenirs, eine wechselnde Kunstausstellungen und das stilvolle Restaurant Kurpalais. Hier haben wir nicht nur einmal Kaffee und Kuchen genossen und dazu die Zeitung gelesen, bzw. Malbüchli bemalt.

 

Das absolute Highlight im Innern ist die Bibliothek, sie hat uns wahrlich umgehauen: Bücher braucht man in die Ferien nach Norderney keine mitzunehmen. Ein ganz besonders Highlight und unbedingt einen Besuch wert ist die Bibliothek von Norderney. Nach dem Betreten der Halle hält man sich rechts und geht bis zur letzten Tür. Was man da vorfindet, kommt unerwartet und verschlägt einem für einen Moment die Sprache. Man fühlt sich, als würde man die Bibliothek eines Schlosses aus der Barockzeit betreten. An den meterhohen Wänden türmen sich Regale, welche bis unter die Wände mit Büchern gefüllt sind. Die Sammlungen sind thematisch gegliedert.

 

Wer sich bereits zuhause einen Überblick über den Bücher- und Medienbestand machen will, kann das hier tun.

 

Es lohnt sich er aber so oder so, einfach einmal einen Abstecher in die Bibliothek zu machen, denn aufgrund der sehr ansprechenden Auslage bietet die Bibliothek auch die Gelegenheit, allerlei Neues zu entdecken und darin zu schnökern. Auch für Kids ist die Bibliothek ausgezeichnet ausgestattet. Auch als Feriengast kann man gegen eine Gebühr von einem Euro pro Buch (Euro 1.50 für Neuheiten und Bestseller) grenzenlos Bücher ausleihen. Ein weiteres Highlight ist ausserdem der der gleich an die Bibliothek angrenzende Lesesaal, wo man gemütlich in einen der zahlreichen Ledersessel sinken und seinen Heldinnen folgen kann.

 

Hier haben wir mit den Kindern einen urgemütlichen Vormittag verbracht, gegenseitig aus Büchern vorgelesen, geschmöckert, Kaffee getrunken. Einer unserer absoluten Lieblingsplätze auf der Insel.

Das Norderneyer bade:haus

Wer Lust auf ein schönes Wellness-Treatment hat, der sollte einen Besuch im Nordeneyer bade:haus unbekannt mit einplanen. Ich muss mich korrigieren, hier sollte man so oder so bei jedem Aufenthalt mindestens einmal vorbei schauen. Unsere Girls haben das Familienbad geliebt.

 

Es gibt eine tolle Röhrenrutsche (so viel sei verraten: das Rutschen wird auch den Erwachsenen gefallen, echt schön), im Halbstundentakt gibt es ein mega tolles Wellenbad (dieses war auch schuld daran, dass wir noch eine weitere halbe Stunde, und dann noch eine und bitte, bitte nur noch eine allerletzte halbe Stunde bleiben mussten…), ein Warmwasserbad in einer abgedunkelten Grotte, Spielmöglichkeiten in und ums Wasser, gemütliche Strandkörbe, ein Piratenschiff im Aussenbereich und eine sehr schöne Familiensauna. Hier lässt es sich wahrlich geniessen.

Gut zu Wissen: Ich kann mir gut vorstellen, dass es in der Hochsaison hier ziemlich voll sein könnte. Besuch zu Randstunden einplanen könnte sich lohnen.

Tipp: Der Spa- und Wellnessbereich ist ein Traum, noch heute sehnen wir uns dahin zurück. Am besten mit Mann/Frau die Beaufsichtigung der Kids abtauschen und geniessen.

 

Wir haben hier einen tollen und sehr kurzweiligen Vormittag verbracht. Unsere Girls wollten auch nach drei Stunden noch nicht wieder heim. Das war zu erwarten.

Details und Infos zu den Öffnungszeiten findet Ihr hier…

 

 

Indoor- und Outdoor-Spielplatz Kap Hoorn

Hier treffen wir auf einen wirklich ganz tollen Indoor- und Outdoor-Spielplatz, der sowohl kleinen wie auch grossen Kindern viel zu bieten hat. Bei gutem Wetter kann man hier locker den ganzen Tag verbringen. Das Ambiente rund um den begrünten Park mit seinem kleinen See und den überall herum watschelnlnden Enten ist wunderschön, die Kinder sind glücklich. Langweilig wird es hier nicht. Die kleinen vergnügen sich auf den Spielgeräten im weichen Sand, die grossen treffen sich weiter hinten bei der Half Pipe. In einem kleinen Bistro können Getränke und Snacks gekauft werden, wer möchte, kann hier auch Picknicken und sein eigens mitgebrachtes Würstchen grillieren.

Bei weniger gutem Wetter geht’s einfach drinnen, dort nicht weniger toll, weiter. Tolle Klettergeräte, ein Piratenschiff, Sandkasten; Tischtennis, Sockerkasten und vieles mehr warten hier darauf entdeckt zu werden. Die ganze Halle ist mit puderzuckerweissem, weichem Sand bedeckt. Für die Erwachsenen stehen bequeme Strandkörbe parat. Ein tolles und komplett kostenfreies Angebot, von welchem wir mehrmals in unseren Ferien gebrauch gemacht haben.

 

Ein weiterer, toller Spielplatz findet sich am Strand. Hier gibt’s ein grosses Piratenschiff, diverse Klettermöglichkeiten, ein Schwingseil, Schaukeln… Und für uns Grosse: eine Milchbar direkt dazu. So gefällt mir das gut, und wir haben immer mal wieder auf einen Stopp hier vorbeigeschaut.

 

Kinderspielhaus "Kleine Robbe"

Ganz in der Nähe vom Kurplatz steht ein weiteres Angebot für Kinder, und Erwachsene, parat. Hier können Kinder im Alter von 3 bis 11 Jahren für eine oder mehrere Stunden zum Spielen vorbei gebracht werden. Der Raum lädt zum "Kindsein" ein und hat für jede Altersstufe viel zu bieten. Zu den Öffnungszeiten gehts hier lang...

Watt für Kinder

In den Watt Welten im Nationalpark-Haus Norderney ist Mitmachen ausdrücklich erwünscht, besonders kleine Forscher die das Weltnaturerbe Wattenmeer entdecken wollen, werden hier viel Freude haben.

 

Wöchentlich findet der Programmpunkt „Watt für Zwerge“ statt, wir stehen pünktlich parat, die Girls freuen sich auf die Exkursion ins Watt. Kinder von 3 bis 11 Jahren sind hier herzlich eingeladen die Watt- und Salzwiesen zu erkunden und gemeinsam mit Ihren Eltern nach Entdeckungen zu suchen. Diese Strandfunde werden anschliessend kindergerecht in der Gruppe besprochen und analysiert, um die Bewohner des Watts näher kennen zu lernen und die Kids für die Natur zu sensibilisieren. Wir graben nach Wattwürmern, beobachten Vögel, die wild im Sand herumtrampeln, riechen an Salzpflanzen…

Eine tolle, bereichernde Erfahrung, von dem wir noch lange sprechen werden.

Info: Die Wattwanderungen für Kinder finden wöchentlich an verschiedenen Terminen für verschiedene Altersstufen statt. Infos und das Anmeldung gibt‘s hier…

 

Im Anschluss erkunden wir das Nationalpark-Haus. Die Erlebnisausstellung führt uns an die vielfältige und schützenswerte Natur an der Nordsee. Hier muss man sich keine Gedanken machen, wie man seine Kinder möglichst gut gelaunt durch die Ausstellung schleust. Die interaktive Ausstellung ist etwas Besonderes: „Hands on - Berühren erlaubt“ ist hier das Mott. Mittels Chip geht es von Informationstafel zur Nächsten, wir sammeln fleissig und eifrig Punkte, wer von uns wird am Ende die meisten erzielen? Unser Spieltrieb ist aktiviert: Wir rätseln, spielen und experimentieren mit den unterschiedlichen Ausstellungsobjekten und erarbeiten uns so auf spielerische Weise durch die Inhalte eines Themas. Wir haben uns rundum gut unterhalten, bis am Schluss waren auch die Kids voll mit von der Partie und wissen nun auch ganz genau, wie das mit der Flut und der Ebbe denn nun funktioniert. Toll, wenn wir unsere Kinder auf solch spielerische Art für die Werte der Natur sensibilisiert werden können.

 

Tipps:

Hier gibt es kein Bistro. Etwas zu trinken einpacken.

Die Gästekarte nicht daheim vergessen, damit gibt’s vergünstigten Eintritt.
Die Dachterrasse bei der Besichtigung nicht auslassen, die bewegbare "Riesen-Möwe" ist ein Aufstieg wert.

Gastronomie - Unsere Favoriten:

 

Marienhöhe

Das schönste Panorama über Promenade, Strand und Meer haben wir im stilvollen Restaurant Marienhöhe – erhöht auf einer 20 Meter hohen Düne, genau dort wo die Insel einen Knick macht, erlebt. Der Rundum-Blick vom kleinen, hübschen Pavillon aus ist gigantisch, diesen Sonnenuntergang werden wir so schnell nicht vergessen, ebenso die herzliche Bedienung und das feine Essen.

Tipp: Für Kinder gibt es hier nicht allzu viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Malsachen mitnehmen oder wie wir das erfolgreich geschafft haben; die Kinder zum Sonnengang abmalen animieren.

Die Weisse Düne
Das allseits bekannte und legendäre Restaurant liegt mitten in der wunderschönen Dünenlandschaft und direkt am gleichnamigen Strand und ist auf jeden Fall ein Hotspot.

Das Restaurant ist so geschmackvoll und trotzdem gemütlich eingerichtet, es wirkt rustikal und gleichzeitig stylisch. An Tischen oder in bequemen Sofaecken kann hier Kaffee getrunken und mit Niveau gespeist werden. Abends wird der Kamin angezündet und sorgt für gemütliche Stimmung. Hier ist auch – so finde ich – der schönste Platz im Lokal, gemütlich, warm und Sicht auf Strand.

Da das Wetter so schön und warm war, haben wir draussen gegessen, die Kinder haben während der gesamten Zeit daneben mit Sand und Co. gespielt und waren ebenso happy wie wir. Die Bedienung lässt sich etwas viel Zeit und das Essen war beim Servieren auch nicht mehr ganz warm, aber das nimmt man hier für einmal wirklich gerne in Kauf, irgendwie nebensächlich. Es lohnt sich auf jeden Fall, diesen wunderbaren Ort während eines Aufenthalts auf der Insel einmal aufzusuchen.

 

Tipps:

Wir sind mit dem Taxi zur Weissen Düse gefahren. Kostenpunkt Euro 14.-.

Ein warmer, frischer Ostfriesentee und die wunderschöne Natur draussen im Strandkorb geniessen. Oder sich an der Strandbar direkt beim Strandaufgang einen feinen Cocktail zum Sonnenuntergang genehmigen.

Milchbar
Zu einem typischen Abend auf Norderney gehört es, den Sonnenuntergang in der trendigen „Milchbar“ am Weststrand der Insel, mitzuerleben.

Die Bar gilt als Kult und ist der perfekte Ort, um den Sonnenuntergang in voller Länge zu geniessen: bodentiefe Fensterfronten mit Blick auf Strand und Meer und ein lodernder Kamin macht die Bar auch an kälteren Tagen zum absoluten Place to be" auf der Insel. Die Kinder spielten in Sichtweite im Sand während wir es uns draussen auf der Terrasse in den Sonnenliegen gemütlich gemacht haben. I like.

Tipp: Den leckeren Milchreis probieren. Suchtgefahr inklusive.

 

Neys Place

Maritimes Flair gibt's im Neys Place beim Yachthafen. Eine Yacht nach der anderen tuckert gemütlich aus dem Hafenbecken, während wir die Szenerie aus dem Restaurant beobachten. Mein Mann ist begeistert und hat sich in seinen Träumen bereits das dritte vorbei tuckernde Boot erkauft. Ich schwelge derweil über der Menükarte und geniesse die wunderbare Aussicht aufs Meer während die Girls den grossen, super tollen Aussenspielplatz unsicher machen. Wir können dieses Lokal allen Bootliebhaber sehr empfehlen, auch für die Kinder ist es – dank Aussenspielplatz – grossartig hier. Ältere Kinder können sich im Beach Volley am Strand probieren oder nach dem Dessert eine Surfstunde – die Surfschule befindet sich gleich vis-à-vis- einplanen. Die Stimmung ist entspannt und locker, Ferienfeeling pur.

Unser Happy Place war ganz das Kaffee Bittersüss mit seinem einmalig guten Kaffee und den besten Waffeln ever. Das stilvoll und liebevoll eingerichtete Kaffee, ein bisschen versteckt an der Strandstrasse 7, hat es sich zur Aufgabe gemacht, allen Gästen den Tag um ein grosses Stück zu verschönern. Ein Besuch ist allen Kaffeeliebhabern wärmstens zu empfehlen. Die beiden Besitzer betreiben das Lokal mit ganz viel Herzblut und Leidenschaft und rösten sämtlichen Kaffee selbst. Bio und fairtrade wird gross geschrieben. Und das schmeckt man auch.

 

Man hat die Wahl der Qual und kann aus verschiedensten Sorten und Geschmäckern wählen. Während die Kids draussen auf dem Platz spielen, haben wir mit dem testen begonnen. Wir haben gelernt, dass eine einzige Kaffeebohne aus bis zu 400‘0000 Zellen besteht. Bei der Röstung werden dann in jeder Zelle um die 1000 Aromen gebildet. Wow. Seine Lieblingssorte kann wer mag am Ende auch gleich kaufen.

Unbedingt probieren müsst Ihr auch die Windbeutel in der Mühle

Den besten - und grössten - Windbeutel weit und breit gibt’s im Kaffee unterhalb der unter Denkmalschutz stehenden Norderneyer Windmühle. Diese besitzt erst noch einen gewissen Seltenheitswert, denn sie ist die einzige Mühle auf einer niedersächsischen Insel.

 

Und noch ein Geheimtipp: Inselloft-Bäcker
Lange Schlangen irren sich bekanntlich nicht. So auch nicht bei der Bäckerei direkt vor dem Inselloft Hotel, ca. 100 Meter von unserem Hotel entfernt. Die Menschen standen morgens jeweils Schlange bis hinaus auf die Strasse, wenn wir vorbei gefahren sind. Warum: Hier gibt es scheinbar das beste Brot auf Norderney. Das mussten wir uns natürlich geanuer anschauen und haben uns einmal quer durchs Angebot getestet. Und was sollen wir sagen? Es stimmt.

 

Im hinteren Teil des Ladens befindet sich die Backstube, die von zwei Meisterbäckern der Insel geführt wird, dass schmeckt man beim Essen.

Tipp: Einen Kinobesuch einplanen

Das „Kurtheater Norderney“, in dem regelmässig aktuelle Kinofilme gezeigt werden, ist etwas ganz Besonderes und ein Highlight bei einem Besuch auf Norderney: Es wurde 1893 im Stil eines Residenztheaters erbaut, und erstrahlt auch heute noch im plüschigen Glanz der alten Tage.

Während unserem Aufenthalt lief leider kein kindergerechter Film, für ein Foto des Foyers (ich finde diesen Einrichtungs-Stil so schön.) und des Kinosaals hat es aber trotzdem gereicht. Über 400 rote Samtsessel, zweigeschossige Ränge und Stuckverzierungen lassen die Besucher des Theaters in eine andere Welt entschwinden und vermitteln ein königliches Gefühl. Nur schon dafür lohnt es sich doch wieder hier her zu kommen, oder?

 

Reiten

Auf Norderney kann man nicht nur Fahrrad fahren, wandern und spazieren, sondern auch reiten. In der Reitschule Junkmann, etwas ausserhalb des Dorfes, bietet geführte Ausritte und ganzjährig individuellen Reitunterricht an. Die Preise findet Ihr hier...

Ponyreiten gibt’s während der Saison jeweils von Montag bis Samstag von 15 bis 17 Uhr. Hier ist auch keine Anmeldung nötig. 20 Minuten gibt’s für Euro 12.-

 
Wichtig: Unbedingt frühzeitig reserverien, am besten noch vor Ferienbeginn. Die Stunden sind sehr gut gebucht, wir waren kurzfristig und haben nur mit viel Glück noch eine Stunde sichern können.

Mein Fazit

Norderney ist ein toller Ort, um im wahrsten Sinne des Wortes mal tief Luft zu holen und auszuspannen. Wir waren überrascht wie viel Norderney zu bieten hat und haben besonders die Kombi zwischen Natur pur und urbanem Feeling geschätzt. Das Shopping- und Lifestyle-Angebot ist wirklich enorm, es gibt jede Menge toller Bars und Restaurants mit stilvollem und friedlichen Ambiente, auffalend war, wir herzlich und engagiert die meisten Gastgeber sind.

Die Weite des unendlich wirkenden Sandstrandes ist wunderschön, die überwältigende Dünenlandschaft ein Traum. Auch für Kinder wird hier viel geboten. Bei gutem wie bei schlechtem Wetter gibt es viel zu tun und zu entdecken…. Schöne Spielplätze am Strand, Kinovorstellungen in einem der schönsten Kinos, das wir je gesehen haben, das bade:haus mit seinem wirklich tollen Wellenbad, die Kinderbetreuung für Robbe... ganz besonders wohl fühlten sich die Girls im Indoor- und Outdoor-Kinderparadies „Kap Hoorn“, ein rundum toller Ort.

 

Schön empfinden wir, dass die Insel einen jungen, frischen Eindruck macht, dabei aber nicht zu schick oder überstylt wirkt. Wer nach Norderney kommt, findet einen Ort, um in schöner Atmosphäre gut zu essen, gute Luft zu geniessen, einfach die Seele baumeln zu lassen, Zeit mit seinen Lieben zu geniessen – und dabei nicht das Gefühl haben zu müssen, ständig von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten jagen zu müssen. Entschleunigende Familientage sind hier auf jeden Fall garantiert.

______________________
Diese Pressereise erfolgte auf Einladung des Tourismus Norderney. Herzlichen Dank dafür und dass wir die Insel frei von Beeinflugssungsversuchen testen durften.