Der Familien-Reise Blog

Nadine, Mami von 2 Kindern (1 + 3 Jahre): Wir hatten vom Engadin schon so viel Positives gehört. Wie wunderschön die Region tatsächlich ist und wie viel es hier auch für Familien mit noch kleinen Kindern zu entdecken gibt, durften wir auf unserer Reise nach Pontresina erfahren.

 

 

In der Schönheit vom Engadin den Fabelwesen auf der Spur

Eleganz und Tradition im Hotel Saratz

Wir werden freundlich vom Pagen begrüsst, unser Gepäck ausgeladen und das Auto in die Tiefgarage gestellt - ein äusserst willkommener Service nach der langen Autofahrt.

An der Rezeption werden wir freundlich in Empfang genommen und das Administrative wird gemeinsam erledigt. Wir fühlen uns sogleich sehr wohl und merken schnell, dass trotz der Grandezza und Eleganz des Hotels, seiner beachtlichen Grösse mit 93 Zimmern und den drei Restaurants der persönliche Kontakt zum Gast gelebt und gepflegt wird.

Unser Zimmer

Das Hotel Saratz existiert seit über 150 Jahren und ist auch heute noch teilweise im Besitz der Gründerfamilie Saratz. Es präsentiert sich in einem gelungenen Mix aus modernen Elementen und Jugendstildetails, geschmückt mit ganz viel Kunst verschiedener Epochen. Familien sind äusserst gerne gesehen, am liebsten drei Generationen gemeinsam.

 

Das spüren wir auch als wir unser Zimmer beziehen. Ein grosses helles Zimmer mit komfortablem Doppelbett steht für uns bereit. Durch eine Türe verbunden ist es mit dem Kinderzimmer, wo ein Einerbett und ein Babybett auf unsere Kinder warten. Dabei lässt das Familienzimmer keine Wünsche offen was die Ausstattung angeht: Vom Flaschenwärmer, Babyphon, Babybadewanne, Windeleimer und Wickelunterlage steht alles bereit, was man als Familie mit kleinen Kindern benötigt. Es sind sogar Bademäntel für die Kleinen bereitgelegt.

Auf dem Informationsblatt im Zimmer erfahren wir, dass ein Babysitterdienst für CHF 35.-/Stunde gebucht werden kann. Und jeden Tag wird eine andere Gute-Nacht-Geschichte ausgedruckt und im Zimmer bereitgelegt – eine sympathische Geste.

 

Die Anfahrt

Gut dreieinhalb Stunden dauert die Fahrt mit dem Auto von Zürich aus über den Julier Pass vorbei an Silvaplana und St. Moritz ins wunderhübsche Dorf Pontresina. Die Einfahrt des Hotel Saratz liegt direkt an der Hauptstrasse und ist dank gekennzeichneten, grossen, sandsteinfarbene Säulen nicht zu übersehen.

 

Übernachtung

Wir haben im Hotel Saratz, im Zentrum von Pontresina übernachtet, ein ganz besonderer Ort zum Wohlfühlen, aktiv sein und zum Energie auftanken – für alle Altersstufen.

Wer gepflegte Ferien in Pontresina machen möchte, jedoch nicht über das Budget für ein Viersterne-Hotel verfügt, kann sich im Hotel Steinbock ein Zimmer buchen. Das Hotel ist ein gepflegtes Dreisterne-Haus mit gemütlichen, in Holz gehaltenen Zimmern. Speziell dabei ist, dass Gäste des Steinbocks den Wellnessbereich des nebenan gelegenen Hotels Walther kostenlos mitnutzen dürfen.

 

Unsere Gastro-Tipps

Im Restaurant Roseg Gletscher unbedingt das reichhaltige Dessertbuffet probieren. Himmlisch. Für uns als Dessertliebhaber ist dieses Buffet alleine schon Grund genug um wieder zu kommen.

In der Alp Landguard ein feines Plättli mit lokalen Spezialitäten geniessen.

 

Ein Fondue oder Raclette in der Gondelbahn Gondolezza geniessen. Eingebettet in den schönen Garten des Hotels Walther, wo sich die kleinen Gäste mit Spielen verweilen können, steht die ausgediente Gondelbahn der Diavolezza. Sie wurde zu einem gemütlichen Fondue- und Raclette-Stübli umgebaut.


Tipp: Da die Plätze in der Gondolezza beschränkt und jeweils gut gebucht sind, unbedingt reservieren. Link...

Nicht verpassen: Ein Stück Nusstorte in der Conditorei Hanselmann in St. Moritz geniessen. Unschlagbar.


Wellness-Auszeit im Saratz

Vor dem Abendessen reicht die Zeit noch den grosszügigen Wellnessbereich zu besichtigen und ein Bad im schönen Hallenbad mit zwei integrierten Whirlpools zu nehmen. Es ist erfreulich, dass sich die Kinder entspannt austoben dürfen, ohne dass sich irgendwer daran stören würde. Der Wellnessbereich lädt mit zwei Saunen, einem Dampfbad einem authentischen Saratzenenbad (einer Art von Hammam) und zwei spektakulären Ruheräumen zum ausgiebigen Entspannen ein.

Kinderbetreuung

Wie man das in den Ferien mit Kindern hinbekommt? Mit dem betreuten Kinderparadies, wo für Kinder ab 3 Jahren eine Vielzahl an Spielmöglichkeiten zur Verfügung steht. Zudem werden verschiedene Aktivitäten geboten wie Pizza backen, Basteln, Stoff bemalen und viele mehr die das Kinderparadies zusätzlich attraktiv machen. Kinderbetreuung für die Kleinen unter 3 Jahren ist ebenfalls möglich, muss allerdings am Vortag angemeldet werden und ist kostenpflichtig.

Wir erkunden den Hotelpark

Auf unserem Abstecher in den riesigen und wunderschönen Hotelpark (35'000 Quadratmeter!!) finden wir ein grosses Trampolin, ein Robinsonspielplatz und einen Tischtennistisch.

Ausserdem befindet sich hier auch das höchstgelegene und grösste Freibad des Oberengadins, welches je nach Witterung von Juni bis Oktober in Betrieb ist. Am liebsten würden wir reinhüpfen, aber heute gibt's hier nur wenige Gäste, da das Wetter recht kühl ist. An wärmeren Tagen wird jedoch sogar eine Poolbar betrieben, wo man Snacks und Getränke geniessen kann.

Zum Abendessen begeben wir uns in das Bar-Restaurant „Pitschna Scena“ eines der drei hoteleigenen Restaurants neben dem traditionellen à la Carte-Restaurant im Jugenstilsaal und dem Raclette- und Fonduestübli „La Cuort“. In lockerer Atmosphäre geniessen wir Salat, Burger, Süsskartoffel Pommes und für die Kinder kommt das Abendessen in lustige Kartonautos verpackt – die Augen leuchten.


Gut zu Wissen: Das Kinderparadies kann auch ausserhalb der Öffnungszeiten betreten werden. Der Schlüssel liegt an der Rezeption bereit.

Auf der Suche nach dem Riesen "Grummo" im Gletschergarten von Cavaglia

Am nächsten Tag erleben wir auf der malerische Fahrt mit dem Bernina Express durch atemberaubende Gletscherlandschafte  ein absolutes Highlight - mindestens für die Erwachsenen. Sie führt uns von Pontresina nach Cavaglia. Die Strecke gilt als eine der spektakulärsten Zugfahrten überhaupt. Daher erstaunt es uns nicht, dass dies eine der drei Strecken weltweit ist, die den Status des UNESCO-Welterbes erhalten hat.

 

 

Alleine die Zugfahrt durch die atemberaubende Gletscherlandschaft ist ein absolutes Highlight - mindestens für die Erwachsenen.

In Cavaglia erreichen wir nach einem kurzen Fussmarsch den Gletschergarten mit den eindrücklichen Gletschermühlen – riesige Gletschertöpfe, die während Jahrtausenden durch Gletscherwasser, Sand und Kies in den harten Felsen geschliffen wurden. Einige der Mühlen können sogar über eine Leiter betreten werden, was schon für unseren Dreijährigen ein tolles Abenteuer ist.

Der Riese Grummo und eine Schnitzeljagd für Kinder

Der Verein Bernina Glaciers ist bemüht, diese natürlichen Schönheiten auch für die Kleinen attraktiv zu gestalten. Deshalb wurde der Riese Grummo geboren, der im Gletschergarten wohnt und in den Mühlen Tee, Steinsuppe und Lärcheneintopf kocht. Auf einer Schnitzeljagd können die Kinder das Geheimnis erfahren, wie Grummo ein Riese wurde. Wer das Rätsel lösen kann, darf in den Touristeninformationen von Pontresina oder Val Poschiavo eine kleine Überraschung abholen.

 

Die Idee ist toll und kommt bei den kleinen und grösseren Kindern gut an. Das Märchen kann mittels des Kinderbüchleins im Gletschergarten verfolgt werden. Spuren von Grummo findet man jedoch auf dem Weg keine. An gewissen Tagen des Jahres ist Grummo in Person anwesend und führt die Kinder durch den Gletschergarten. Diese Führungen sind kostenpflichtig, während der individuelle Eintritt in den Gletschergarten kostenlos ist. Die Daten von Grummos Führungen findet Ihr hier...

Tipp: Während rund drei Monaten im Sommer kann auf dem Bernina Express die Aussicht in offenen Panoramawagen genossen werden. Ein einmaliges Erlebnis. Aber Achtung: unbedingt warm anziehen.

Mit Fix dem Fuchs durchs Val Roseg

Das reichhaltige Frühstück am nächsten Tag (PS: inklusive extra Kinderbuffet) stärkt uns für das bevorstehende Programm. Im wunderschönen Jugendstilsaal gibts hohe Fenster, geblochtes Parkett, Tafelsilber auf weissem Tuch. Man könnte hier gut und gerne den halben Tag verfrühstücken. Aber wir haben Pläne, heute begeben wir uns auf die Spuren von Fix dem Fuchs auf dem Erlebnisweg durch das Val Roseg.

 

Wir wandern gemütlich entlang des Ova da Roseg durch Wälder, über kleine Bächlein, sehen riesige Findlinge, leuchtend pinke Alpenrosen und geniessen die Ruhe untermalt vom Rauschen des Baches.

Und immer wieder gibt es gemütliche Plätzchen zum Verweilen und Geniessen. Auf diesem würde ich noch heute sitzen, hätten sie mich nicht weggeholt...:

Oder das hier. So so schön. Lieblingsplatz?

Unsere Kleinen werden von Fix dem Fuchs zum Gehen motiviert. In einem Kinderbüchlein bringt Fix den Kindern das Val Roseg näher, lehrt sie über seine Ess- und Wohngewohnheiten und stellt ihnen seine Freunde vor. Zehn Stempelstationen verteilt auf rund sieben Kilometer erleichtern das Gehen. Wer das Lösungswort am Ende des Büchleins herausfindet darf sich auf eine Überraschung freuen, die im Hotel Restaurant Roseg Gletscher wartet.

Infos zum Erlebnisweg: Für Familien mit ausreichend Zeit und gehfreudigen Kinder ist der recht ebene Weg gut zu schaffen. Offiziell empfohlen wird der Erlebnispfad ab fünf Jahren. Kinderwagen und Buggy sind nicht geeignet auf dem Pfad, dafür aber auf dem ebenen und breiteren Weg ab Bahnhof Pontresina.

 

Zum Abschluss der Wanderung erwartet uns ein leckeres Mittagessen im Hotel Restaurant Roseg Gletscher. Blattsalat mit Eierschwämmen und Saltimbocca mit Safranrisotto schmecken himmlisch. Krönender Abschluss des Essens ist das reichhaltige Dessertbuffet, bei dessen Anblick einem schon das Wasser im Mund zusammenläuft – ganz egal wie viel man zuvor gegessen hat. Für uns als geborene Dessertliebhaber ist das bediente Buffet alleine schon mehr als Grund genug um Wiederzukommen.

 

Tipp für Rösslifreunde: Wer nicht mehr heim laufen mag findet Abhilfe: Stündlich verkehrt ein Pferdeomnibus zwischen dem Restaurant und dem Bahnhof Pontresina.

Mein Fazit

Wir haben drei vollgepackte, wundervolle Tage im Oberengadin verbracht und sind schlicht verzaubert. Die ursprüngliche, raue Landschaft, die vielen Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien auch mit kleinen Kindern und nicht zuletzt die unglaublich herzliche Gastfreundschaft, die wir überall erfahren durften, haben dafür gesorgt, dass wir hier auf jeden Fall schon bald wieder Zeit verbringen wollen. Und überhaupt: Neben Grummo dem Riesen und Fix dem Fuchs gibt es ja auch noch Pluschin der Wassertropfen und Sabi der Gletschergeist, den wir noch nicht kennengelernt haben. Meine Bucket List  hat Zuwachs bekommen: Sehr gerne möchte ich einmal den goldenen Herbst hier erleben.

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Diese Pressereise erfolgte auf Einladung von Bernina Glaciers. Herzlichen Dank dafür und dass wir die Region frei von Beeinflugssungsversuchen testen durften.