Der Familien-Reise Blog

Christina, Mami von 2 Kindern (6 + 8 Jahre): Prättigau... Ich weiss wo sich diese Region auf der Karte befindet, ungefähr. Aber konkret konnte ich mir darunter trotzdem nichts vorstellen. Grund genug, dies zu ändern. Gleich zu Sommerferien beginn, mache ich mich zusammen mit meinen Kindern auf nach St. Antönien, um diese mir noch unbekannte Gegend während vier Tagen zu erkunden.

 

Auf nach St. Antönien im Prättigau - hinter dem Mond links.

Unsere Unterkunft: Die Herberge Ascharina

Die Herberge Ascharina hat uns begeistert. Sie ist wunderbar eingebettet zwischen Bach und Bergen, grünen Hügeln und blumigen Wiesen – die Landschaft ist wunderschön, lädt zum innehalten ein und ist schlicht wunderbar idyllisch. Diese Bilderbuch-Stimmung lässt sich schwer in Worte fassen.

Die Kinder entdecken den Pool und das grosse Trampolin. Noch bevor wir unser Zimmer beziehen, finden sie sich fröhlich hüpfend im Garten wieder. Kinder froh - wir ebenso.

 

Das sympathische holländische Gastgeberpaar John und Anja begrüssen uns herzlich und führen uns zu unserem Zimmer. In einem umgebauten Kuhstall sind drei originelle Zimmer mit viel Charme entstanden. Das grösste von allen, das Zimmer „Sulzfluh“ befindet sich auf der unteren Etage, die beiden anderen im oberen Stock. Bei zwei von drei Zimmern sind dusche und Toilette im Zimmer integriert, was den Komfort perfekt macht. Im heimeligen Wintergarten serviert Joh täglich ein herrliches Frühstück und berät seine Gäste.

Tag 1 - Themenweg Murmeltier Pfifer und eine Familien-Wanderung nach Pany

 

Re-Ra-Rätikon Weg: Mit dem Postauto (Bemerkung: Vorab den Fahrplan prüfen, der Bus fährt nur jede Stunde) fahren wir nach St. Antönien Platz. Wir folgen dem grün beschilderten Weg und sind gespannt was uns das Murmeltier Pfifer, die Gämse Granita und der Schmetterling Malva zu erzählen haben.

Hier beginnt eine wahrlich wunder, wunderschöne Wanderung, die dank den fünf Spielposten für die ganze Familie kurzweilig und sehr unterhaltsam gestaltet ist.

Das Alpenpanorama ist gigantisch und kann durch die zahlreichen Bänke an schönsten Aussichtsplattformen immer wieder gemütlich genossen werden. I proudly present, mein liebstes "Bänkli-Plätzchen". Gell, wir seh'n uns wieder?:

Die Anfahrt

Die Herberge Ascharina befindet sich eine halbe Stunde von Landquart entfernt zwischen Pany und St. Antönien.

 

Auf der Website der Herberge gbit es eine perfekte Wegbeschreibung. Ab Zürich dauerte die Anfahrt mit dem Auto knappe zwei Stunden.

 

Auch mit Zug und Postauto ist die Ortschaft gut erreichbar - die Haltestelle liegt gerade mal 100 Meter von unserer Unterkunft entfernt. Wenn man sich flexibel in der Umgebung bewegen möchte, empfiehlt sich die Anreise mit dem Auto.

 

Übernachtung

Wir haben in der Herberge Ascharina mit toller Preis-Leistung und an Top Lage übernachtet.

Die Unterkunft befindet sich in ruhiger Umgebung (übrigens auch im Winter ideal, der Skilift St. Antönien ist nur 2 km entfernt).

Das Frühstücksbuffet gibt's im Wintergarten mit Aussicht auf die umliegende Landschaft.

 

Die traditionell rustikalen Zimmer sind komplett in Holz gehalten und, wunderhübsh. Die Sauna  kann gegen einen Aufpreis genutzt werden. Eine Gemeinschaftsküche, genügend Parkplätze und WLAN stehen kostenlos zur Verfügung.

 

Die Bushaltestelle Alte Post Ascharina ist gerade mal 100 m entfernt. 


Preisbeispiel

Die Preis-Leistung stimmt hier auf jeden Fall.

Für das grosse Zimmer "Sulzfluh" (sehr gut geeignet für 4 Personen) bezahlt man in der Hochsaison CHF 220.- pro Nacht und inklusive reichhaltigem Frühstück im schönen Wintergarten.

 

Inklusive: Gästekarte

Im Preis inbegriffen ist die Gästekarte der Region, mit welcher man sich kostenlos oder zu ermässigten Preisen in der Umgebung bewegen kann.

 

Wir haben dies sehr geschätzt und so Bergbahnen, öffentliche Verkehrsmittel, Freibäder u.v.m. täglich genutzt ohne das Haushaltsbudget zusätzlich zu strapazieren.


Distanzen

Einkaufen/Restaurants: In Pany und St. Antönien gibt es einen Volg. Dort findet man auch Restaurants.


Öffentliche Verkehrsmittel: 100 Meter bis zur nächsten Bushaltestelle. Das Postauto fährt stündlich in die Dörfer, die Gehdistanz beträgt ungefähr 30 Minuten bis nach St. Antönien.


Landquart: 30 Minuten
Zürich: 2 Stunden


Unsere Gastro-Tipps

In der Dorfpizzeria Don Antonio in Pany eine feine Pizza geniessen.

 

In St. Antöien befindet sich das Restaurant Madrisajoch, welches wir sehr empfehlen können. Hier isst man bei gemütlichem, wunderschönem Ambiente sehr gut.

 

Must go - Freibad Pany
Bei schönem Wetter einen Besuch in einem der höchstgelegenen Freibäder der Schweiz einplanen. Hier erhält man ein traumhaftes Bergpanorama. Der Eintritt ist mit der Gästekarte frei.

 

Must try

Auf dem Hof von Familie Lötscher feine Spezialitäten wie Bio-Ziegenprodukte, Käse, Gitzifleisch, Trockenfleisch oder Salamettli kaufen. Sehr lecker und ein tolles Erlebnis für die Kids. Link...

 
What else...

Informationen zu Spazier- und Wanderrouten, familienfreundliche Ausflüge, Unterkünfte u.v.m findet Ihr auch hier...


Nach ca. drei Stunden sind wir zurück in Pany – glücklich und müde.

Tipps:

  • Ein lohnenswerter Zwischenhalt befindet sich beim Selbstbedienungsbeizli "Bardill". Das Beizli ist täglich geöffnet und funktioniert unkompliziert nach dem „Selbstbedienungs-Modus“: Es gibt verschiedene kalte Getränke, Kaffee, Tee, Glacé und hausgemachte Köstlichkeiten. Unbedingt probieren.
  • Mit kleineren Kindern können auch nur einzelne Teilstücke abgelaufen werden, den Rest kann man bequem mit dem Postauto abfahren.
  • Diese schöne Feuerstelle lädt zur Mittagsrast ein:

Tag 2 - Partnunsee und Trottinett-Abfahrt

Der heutige Ausflug führt uns zum Partnunsee: Mit dem Auto gehts bis St. Antönien Platz (Tipp: Von John erhalten wir eine Gästeparkkarte, mit welcher wir den ganzen Tag gratis parkieren können).

 

Von hier aus führt ein schöner Spaziergang bis zur Haltestelle St. Antönien Rüti, von wo aus der Bus Alpin fährt (Kostenlos dank der Gästekarte). Dieser bringt uns hoch bis zum Bergrestaurant Alpenrösli.

 

Nun spazieren wir noch gute 30 Minuten bis zum See, angekommen sind wir einfach nur sprachlos - und glücklich: Der Partnunsee ist ein kleines Bergsee-Juwel im Prättigau. Die Kulisse ist atemberaubend schön. Wir fühlen uns weit weg von Alltag und Trubel. Dieser Tag, dieses Panorama, wird zu einem Highlight unseres Jahres. An dieser Stelle lassen wir für einmal Bilder statt Worte sprechen (Achtun,g wir sind schockverliebt, darum folgen ein paar mehr als ursprünglich geplant):

Wer mag geht klettern oder läuft wie wir um den See oder noch weiter. Der Partnunsee auf 1869 m ü.M. bietet eine herrliche Abkühlung für Wagemutige, es stehen zwei Ruderboote (gegen eine kleine Gebühr) bereit und drei Feuerstellen für Hungrige!

 

Zurück beim Restaurant Alpenrösli mieten wir Trottinetts mit Helm, um so ins Tal hinunter zu sausen. Ein unvergessliches Erlebnis. Bemerkung: bezahlt wird ganz einfach und unkompliziert im dafür bereit stehenden "Kässeli".


Tag 3 - Schönstes Schwimmbad ever und ein Besuch auf dem Geissenhof

 

Heute planen wir einen Besuch in einem der höchstgelegenen Freibäder der Schweiz (1300 m ü.M.). Im Sommer ist das Bad auf jeden Fall ein Must-Go, seine Panoramalage sucht seinesgleichen: Nebst der herrlichen Abkühlung gibt es auch einen traumhaften Blick aufs hintere Prättigau und auf den ganzen Gipfelkranz kostenlos zum Eintritt dazu (und auch der ist dank der Gästekarte gratis). Die gepflegte Anlage bietet Picknicktische, Grillstelle, Ping Pong-Tisch und eine herrliche Liegewiese.

 

Ich finde dieses Freibad so toll, aber schaut am besten selbst, diese Lage kann einfach nur begeistern.

PS: Das Luftkissen ist echt toll. Es gibt einen Kiosk und ein Restaurant, geeignet für den kleinen und grossen Hunger, die Karte ist sehr vielfältig.

 

Und last but not least: Nach dem Badi-Besuch wartet auf die Kinder gleich nebenan ein wunderbarer Waldspielplatz mit Grillstellen. Wir sind seelig.

Geissenhof Lötscher

Immer Mittwochs von 16 bis 19 Uhr stehen die Stalltüren von Familie Lötscher offen. Bereits die Anreise war ein kleineres Spektakel. Zuerst gings steil bergauf, anschliessend wieder bergab, die Kinder kreischen, findens toll. Der traditionelle Familienbetrieb führt 70 Ziegen, Kühe, Hühner und Hasen. Wir durften beim Melken der Geissen zuschauen und die Hasen und Geissen füttern. Ein unvergessliches Erlebnis für Kinder.


Tipp: Leckere Spezialitäten. Direkt ab Hof gibt es diverse Bio-Ziegenprodukte, Käse, Gitzifleisch, Trockenfleisch und Salamettli zu kaufen. Wir decken uns ein und nehmen anschliessend die Rückfahrt in Angriff.

Die Adresse: Familie Lötscher, Castannastrasse 9, 7243 Pany. Link zur Website...

Bemerkung: Wer ausserhalb vom Mittwoch vorbei schauen möchte, kann sich im Voraus telefonisch anmelden.


Tag 4 - Auf zum "Steinbock" und ein Besuch bei Pfifer, Granita und Malva

Heute sind wir nicht sehr früh unterwegs und entscheiden uns für einen Ausflug zum tollen Spielplatz „Steinbock“ in St. Antönien zu gehen.

Direkt nebenan befindet sich das Restaurant Madrisajoch. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Hier isst man bei gemütlichem Ambiente (angenehme Kombination aus rustikal und modern) sehr gut.

Auf nach Pany: Am Nachmittag möchten die Kinder gerne den Rundweg mit dem Murmeltier Pfifer, der Gämse Granita und Malva dem Schmetterling machen. An der Bushaltestelle beim Reka-Feriendorf befindet sich eine Tafel mit Informaitonen und Zetteln zum mitnehmen. Wir sind ausgerüstet, es geht los: Die Spielposten sind sehr originell konzipiert und verbergen sich in Alltagsgegenständen des Bergbauern. So entpuppt sich ein Heugebläse, eine Transportseilbahn oder ein Heuladewagen als mechanisches Spielvergnügen, die auch unsere Muskelkraft abverlangen. Ein wirklich toller und sehr zu empfehlender (übrigens auch kinderwagentautlicher) Weg.


Tipp:
Unterwegs gibt es eine grosse Schweizer-Familien-Feuerstelle. Holz ist vorhanden.

 

Zum Abendessen gehen wir in die Dorfpizzeria Don Antonio in Pany und gönnen uns nach der Pizza noch ein feines Dessert! Apropos Pany, diese Ortschaft ist übrigens wie alles hier im Prättigau so, so hübsch, Fotomotive gibt's wohin das Auge reicht:

Mein Fazit

Wir werden auf jeden Fall schon bald wieder ins Prättigau reisen und dann bestimmt auch wieder in der Herberge Ascharina einchecken. Die entspannte, familiäre und unkomplizierte Art kombiniert mit herzlichster Gastfreundschaft hat uns restlos überzeut. Unser Zimmer „Sulzfluh“ ist viel grösser und praktischer als ein Hotelzimmer, der Umschwung bietet viel Platz zum Spielen. Wer das Aussergewöhnliche sucht, ist hier genau richtig. Die Gäste dürfen die gut ausgestattete Gemeinschaftsküche und den Wintergarten nützen, ein bequemes Wohnzimmer mit wunderschönen Ausblick über das Tal.

Das Prättigau hat unsere Herzen im Sturm erobert. Eine Naturschönheit mit Bilderbuch-Kulissen, traumhafter Landschaft, grünen Wiesen soweit das Auge reicht und vielen familienfreundlichen Dienstleistungen. Dank der Gästekarte sind viele Aktivitäten, Bergbahnen, ÖV und Freibäder kostenlos nutzbar, was das Haushautsbudget schont und zum aktiven ausprobieren animiert.

 

Wir konnten uns hier nach einer strengend "Vor-den-Sommerferienzeit", wunderbar entspannen. Wir genossen die Ruhe, die Natur, die Freundlichkeit und Gelassenheit der Einwohner in vollen Zügen. Eine wunder wunderschöne Region, die man unbedingt und mindestens einmal (im Jahr!) besucht haben muss.

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Diese Pressereise erfolgte auf Einladung von Prättigau Tourismus. Herzlichen Dank dafür und dass wir die Region frei von Beeinflugssungsversuchen testen durften.