Der Familien-Reise Blog

Corinne, Mami von 2 Kindern (6 und 11): Ich habe schon viel von der Region Serfaus-Fiss-Ladis gehört: Spielplätze grösser wie Fussball-Felder, ein Hexenhaus das Kopf steht, Kunstausstellungen auf über 2000 Meter über Meer, Schatzsuchen die quer durchs Dorf führen und eine Rodelbahn die mitten durch die Dinosaurier-Landschaft führt. Hier scheint nichts unmöglich, ein Paradies für Familien. Trotzdem konnte ich mir unter all diesen Erzählungen nichts konkretes vorstellen. Wie schauen die Dörfer aus, wie kommt man von A nach B, sind diese Spielplätze bereits für kleine Kinder sinnvoll... Bald weiss ich mehr.

 

Serfaus  - ein wahr gewordener Kindertraum.

Kurz eingecheckt... Dann geht's auch schon los.

Rasch das Gepäck im Hotel deponiert, Wanderschuhe angeschnallt und Sonnenbrille montiert, dann geht's auch schon los. Das Motto der nächsten Tage: nur keine Zeit verlieren. Auf der Hinfahrt haben wir die vielen Möglichkeiten, die es hier zu unternehmen gibt diskutiert und dabei rasch fest gestellt, dass wir viel zu wenig Zeit für all die tollen Angebote haben, wir können uns kaum entscheiden und wählen das Abstimmungsverfahren. Jeder hat zwei Wünsche frei, ein Veto-Recht gibt es nicht (braucht es aber auch nicht, es klingt einfach alles gut).

Themenwege: Piratenweg, Hexenweg und Forscherpfad

„Piratenweg“, „Hexenweg“ und „Forscherpfad“ - so heissen die drei „Abenteuerwege“ die eigens für Serfaus, Fiss und Ladis entworfen wurden. Da unsere Kleinste ein absoluter Hexen-Fan ist (ratet mal, als was sie die letzten 5 Faschings verkleidet war...), brechen wir auf, ausgerüstet mit Proviant und „Abenteuer-Rucksack“ (den erhalten wir bei den Seilbahn-Kassen), der Geräte wie Kompass, Fernglas und anderen Utensilien enthält, zum legendären Hexenweg.

 

Spielparadies Möseralm

Rauf gehts mit der Möseralm-Bahn, die direkt ab Fiss startet. Oben angekommen wird rasch klar, der Abmarsch zur Wanderung muss noch ein Weilchen aufgeschoben werden. Bereits aus der Gondel entdecken wir den riesigen Spielplatz, den man einfach gesehen und erlebt haben muss.

Die Kids sind seelig und verweilen sich im grossen Sandkasten, auf den Schaukeln, spielen mit Wasser.... Uns Erwachsenen gehts auch ganz wunderbar. Überall stehen bequeme, zum Spielplatz hin ausgerichtete, Liegestühle parat. Im Bergrestaurant eingedeckt machen wir es uns bequem und geniessen Bergpanorama und die Gesichter freudiger Kids.

 

Auch unserer Grossen wird es hier nicht langweilig. Es gibt tolle Rutschbahnen, von Sprungtürmen springen wir aus bis zu fünf Meter Höhe hinab auf dicke Matten, Pferde freuen sich auf eine Streicheleinheit, Slackline und Co. stehen ebenfalls parat, selbst eine kleine Rodelbahn zum schlitteln wurde aufgeschüttet. Wahnsinn. Weiter hinten entdecken wir den Fisser Flieger. Nichts für mich, aber mein Mann beschliesst ihn zu testen. Mir soll's recht sein, ich begebe mich auf den, mir um ein vielfaches sympathischeren Barfuss-Weg, ebenfalls gleich um's Eck, die Kids immer noch in guter Sichtweite. Perfekt. Hier wird definitiv jedem von uns etwas geboten.

 

Gut zu Wissen (Fisser Flieger): Wer hier mitfahren möchte, muss mindestens 1,30 m gross sein. Sicher angeschnallt rasen Gross und Klein mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde in einer Höhe von knapp 50 Metern über die Möseralm hinweg.

Später, viel, viel später beschliessen wir dem Hexenweg noch eine Fahrt auf der Rodelbahn "Fisser Flitzer"  vorzuziehen. Diese Reihenfolge macht, wenn wir schon mal hier sind, am meisten Sinn...

 

Was soll ich sagen, ich habe gekreitscht, die Fahrt verflucht, mir für die Zukunft jegliche Adrenalin-Geräte strengstens untersagt... aber: es war toll. Die beste Rodelbahn, die wir je erlebt haben. Sie führt auf 2.2 Kilometern und Gefällen von bis zu 19 Grad wieder hinunter ins Tal nach Fiss, durchquert dabei Tunnels, die toll beleuchtet sind, fährt durch den Wald, in dem erste Hexengeräusche zu vernehmen sind, wir flitzen an Dinosauriers vorbei und sausen über Brücken. Grosses Kino.

Tipp: Eine Fahrt auf der Rodelbahn am Vormittag einplanen, Nachmittags bilden sich rasch lange Warteschlangen.

 

Mit der Schönjochbahn zum Hexenweg

Heil unten angekommen, geht es noch einmal den Berg hinauf, wir wählen neu die Schönjochbahn gleich vis-à-vis, die uns noch ein Stückerl näher an den Start des Hexenweges führt.

Die Junghexe Peppina und ihr Hexenbruder Fips haben sich beim Experimentieren vertan. Dabei flog das Häuschen in die Luft und landete kopfüber auf der Erde.

Der Weg hält zahlreiche Rätsel und Herausforderungen, aber auch märchenhafte Erscheinungen bereit, die mit Geschick und Findigkeit zu lösen sind. So sind ungewöhnliche Geräusche und Klänge zu erkennen und Hindernisse mit Balancieren und Klettern zu meistern. Die Kinder sehen rätselhafte Türen, Figuren, Sessel und Spiegel, die in den Bäumen hängen. Am Ende erreichen wir das sehnlichst erwartete Hexenhaus. Dieser Themenweg ist wahrlich wunderschön, toll und mit unglaublich viel Liebe zum Detail umgesetzt.

 

Ein MUST-Go für alle, die hier Ferien machen.

Anfahrt und Lage

Für die Fahrt ab Zürich benötigen wir lediglich drei Stunden. Wir geniessen es, ein Feriendomizil so rasch zu erreichen. Nach dem passieren des Arlbergtunnels (Mautpflicht: Euro 10 pro Weg) dauert die Fahrt noch knappe 45 Minuten.

Serfaus, Fiss und Ladis liegen auf einem sonnigen Hochplateau über dem Inntal und ist "verkehrsberuhigt" (genau nach unserem Geschmack!). So bleibt unser Auto bis zur Abreise in der Tiefgarage stehen, vermissen tun wir es während dem ganzen Aufenthalt nicht. Wir kommen auch so gut und bequem von A nach B: Möglich machen dies gute Busverbindungen und in Serfaus die bereits 1986 eröffnete unterirdische Dorfbahn. Die kleinste und höchstgelegene U-Bahn der Welt verbindet kostenlos die Talstation mit zwei Stationen innerhalb Serfaus.

 

Übernachtung

Wir haben im Familienhotel Laurentius in Fiss übernachtet. Ein Hotel mit wunderbarer Gastfreundschaft, schönster Einrichtung und einer liebevollen Kinderbetreuung. Die Kinder haben sich,  wenn wir denn im Hotel waren, die meiste Zeit im Pool oder dann im grossen Spielzimmer vertan, hier gibt es für kleine wie ältere Kinder so viel zu tun, Langeweile kommt hier nicht auf. Während wir in Ruhe unser Nachtessen genossen haben, konnten sie sich so frei bewegen. Das Hotel ist übersichtlich und gut strukturiert, nach wenigen Stunden haben sich die Kinder zurecht gefunden und sind alleine losgezogen. Die Lage in Fiss, nur wenige Gehminuten von der Bergbahnstation entfernt war für uns ein riesen Pluspunkt, den wir sehr geschätzt haben.


Die drei Ortschaften: Serfaus - Fiss - Ladis
Serfaus ist der grösste der drei Ferienorte. Hier findet man die umfangreichste Infrastruktur, Läden und eine kleine Flaniermeile.

 

Wir selbst haben im Nachbarsort Fiss übernachtet. Hier findet sich ein hübscher, rätoromanisch geprägter Dorfkern. Fiss ist kleiner und überschaubarer als Serfaus. Für Familien empfinde ich diesen Ort mindestens genauso passend. Die Bergbahnen zu tollen Spielplätzen starten hier, ebenso jene welche zum Ausgangspunkt des legendären Hexenweges führen, es gibt schöne Cafés (ich habe ein absolutes Lieblingsplätzchen für mich entdeckt, s. dazu weiter unten) und auch Serfaus und Ladis erreicht man ab hier gut und bequem innerhalb  von wenigen Minuten (mit dem Auto, Bus oder der Bergbahn).

Am traditionellsten geht es  in Ladis zu, es ist das Dorf mit der schönen  Burg Laudeck, die besonders in der Nacht wunderschön beleuchtet ist. Mit der Seilbahn einmal quer rüber, so befindet man sich innerhalb weniger Minuten in Fiss. Der Bus fährt ebenso in regelmässigen Abständen innerhalb der drei Ortschaften hin und wieder zurück.


Super. Sommer. Card.

Eine tolle Sache. Mit dieser Karte kann man im Sommer den Wanderbus Serfaus-Fiss-Ladis und die Seilbahnen kostenlos nutzen. Diese funktioniert ähndlich wie eine Kurkarte, man erhält sie ab einer Übernachtung in einem Hotel oder einer Ferienwohnung in Serfaus, Fiss oder Ladis. Wir haben dieses Angebot sehr geschätzt, da man so das Ferienbudget gut schont und auch mal auf einen Berg herauf fährt, den man sonst vielleicht nicht mit eingeplant hätte.


Gut zu Wissen:

  • Die Gehzeit beträgt kindergerechte 1 bis 2 Stunden, stetig abwärts
  • Unterwegs passieren wir ein Restaurant (mit schöner Panoramasicht und kleinem Spielplatz)
  • Der Weg ist nicht kinderwagentauglich
  • Im Hexenhaus unbedingt Fotos fürs Familienalbum machen. Alles steht Kopf, das lässt die Fotos am Ende tol daher kommen.

Erkunden des Dorfs

Noch keinen Tag sind wir hier und bereits haben wir so viel erlebt. Wahnsinn. Wir beschliessen den Tag mit einem gemütlichen Spaziergang durchs Dorf ausklingen zu lassen.

DER Kaffee-Tipp

Der Dorfkern ist hübsch, wir entdecken schöne Häuser, ein kleines Museum, die Bäckerei und ein kleines Café-Juwel, dass ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte. Es ist so hübsch, gemütlich und zum Dorf passend eingerichtet, man muss einfach eine Rast einplanen und das Panorama von der kleinen Terrasse aus geniessen.

Auftakt am nächsten Tag macht ein Ausflug von meiner Wunschliste. Darauf freue ich mich schon lange. Hoch hinauf, einmal mehr mit der Schönjochbahn ab Fiss, steigen wir nicht wie gestern bei der Mittelstation aus, wir bleiben sitzen und fahren bis ganz nach oben.

 

Kunst am Berg - der Kunstweg in Fiss

Zu meinen Highlights zählt die Ausstellung "Kunst am Berg", die auf 2.440 Metern, direkt neben dem Panoramarestaurant "BergDiamant" am Schönjoch in Fiss zu finden ist. Hier zeigen Steinmetzler, Bildhauer, Holzschnitzer, Maler, Töpfer, Filzer und Drechsler ihre Kunstwerke. Wir spazieren den wunderschönen Weg entlang, geniessen Kunst in freier Natur mit überwältigendem Panorama... Wunderschön und sehr zu empfehlen. Sogar die Kinder laufen artig mit und halten Ausschau nach ihrem Lieblingsobjekt. Ich hab meins auf jeden Fall entdeckt. Tanz auf dem Berg - wunderschön.

Kinder Bergwerk und ein "Goldener Mann"

Danach spielen wieder die Kinder die erste Geige. Bei der selben Station findet sich die neuste Attraktion der Region: das Kinder Bergwerk, welches mit einem tollen Spielplatz und dem noch ganz neuen Themenweg "Der Goldene Mann Weg" mit einer märchenhaften Geschichte aufwartet:

 

Vor langer Zeit setzte sich der „Goldene Mann“ in den Fisser Bergen zur Ruhe, so lange, bis der Riese schliesslich gänzlich mit dem Gestein verwachsen war. Inmitten des Berges liegt seitdem eine Goldader – das ehemalige goldene Herz des Mannes. Habgierige Gnome gruben nach dem Gold, doch Fulgenz, ein tapferer Fisser Hirte, und seine Freunde stürzten sich ins Abenteuer, um die bösen Gnome aufzuhalten.

Für die Kids gibt es hier viele tolle und spannend inszenierte Spielstationen, bei denen sie auch erfahren werden, was alles so tief unter der Erde passiert. Für die kleinen Bergwerker gilt: Es darf geklettert, balanciert und gerutscht werden ohne Ende.
Gut zu wissen: Der gesamte Weg geht stetig bergauf.


Aussichtsplattform "Z1"

Am Ende des Weges erreichen wir die Aussichtsplattform "Z1" am Zwölferkopf, die uns auf 2600 Metern einen atemberaubenden Ausblick über die gesamte Region bietet. Wir bestaunen die höchsten Berge von Deutschland, Tirol und Italien und schiessen Selfies. Weit, ganz weit unten entdecken die Kinder einen hübschen Bergsee (Wir werden später erfahren, dass es sich dabei um den Högsee handelt). Kurzerhand beschliessen wir, diesem morgen einen Besuch abzustatten.

Fotosession beim Crystal Cube

Direkt daneben befindet sich der verspiegelte Riesenwürfel "The Crystal Cube", der keinerlei Blicke nach innen zulässt. Im Innern befindet sich ein Gourmet-Restaurant, das für ein romantisches Essen mit VIP-Aussicht gebucht werden kann. Wir begnügen uns damit, lustige Fratzen im spiegelglatten Glas zu schlagen und unsere Fotokünste unter Beweis zu stellen. Toll und einzigartig, wie sich das rundum-Panorama im kleinen Würfel spiegelt.

Vor der Runterfahrt gönnen wir uns ein feines Gelatti auf der Terrasse des Bergrestaurants (dieses ist auch drinnen wunderhübsch und verfügt über einen kleinen Spielbereich), bei diesem Wetter muss man aber einfach draussen sitzen und die Aussicht geniessen.

Seeromantik Ladis und eine Burg im Scheinwerfer-Licht
Mit einer Seehöhe von 1200 Metern liegt Ladis direkt am Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis. Sehenswert ist die Burg Laudegg oberhalb des Lader Weihers. Die Burg wurde im Frühmittelalter erbaut und ist besonders bei Nacht wunderschön anzuschauen, wenn sie in ihrer ganzen Schönheit erstrahl.

 

Fünfmal im Jahr findet die Seeromantik Ladis statt. Wir haben Glück, exakt während unserem Aufenthalt ist es soweit, dass wollen wir uns natürlich auf keinen Fall entgehen lassen. Nach eindunkeln machen wir uns auf den Weg (Fünf Fahrminuten ab Fiss) und lassen uns die Sage vom letzten Ritter von Laudeck erzählen. Wir geniessen Ferienfeeling pur, während wir durch den historischen Dorfzentrum inmitten seiner denkmalgeschützten und freskenbemalten Gebäuden schlendern und den Abend geniessen. Es werden musikalische Events geboten, überall können feine regionale Köstlichkeiten (diese Spatzerl mmmmhhh) probiert werden und auch für die Kleinen ist gesorgt.

Die wenigen Geschäfte, die Ladis zu bieten hat sind heute bis spät Nachts geöffnet und bieten Einblick hinter die Kulissen. Vom Handwerksbetrieb "Zierholz" bin ich besonders angetan und staune, als mir der Inhaber höchst persönlich ein kleines Andenken aus Holz schnitzt. Konzentriert und viele Arbeitsschritte später reicht er mir sein neustes Kunstwerk. Ich erfahre, dass er dieses "Lädeli" seit vielen Jahren mit viel Leidenschaft und Herz betreibt und 90% all seiner Produkte Einzelstücke, in Tiroler Handwerkstradition hergestellt, sind. Es steckt unglaublich viel Arbeit und Liebe darin, ich bewundere seine Disziplin. Eine ganz besondere Leidenschaft des alten Mannes scheinen kleine Pilze aus Holz zu sein. Wohin das Auge reicht, stehen sie parat und warten auf einen passenden Käufer. Ich kann nicht anders... Nun steht ein solcher auch bei mir auf dem Schreibtisch und entlockt mir gerade jetzt ein kleines Lächeln.


Verkehrte Welt
Heute gehts es mit der Komperdellbahn (ab Serfaus) hinauf zur Mittelstation Komperdell. Vom "Gondeli" aus entdecken wir unter uns die Erdpyramiden. Spitz ragen sie in die Höhe,
ein faszinierendes Naturschauspiel. Weil wir noch nicht wissen, ob wir die Zeit für eine Wanderung dort hin finden werden, üben wir uns im Fotografieren von oben.


Murmliwasser und höchstgelegenes Spiegellabyrinth Europas
Serfaus wartet mit einer wieteren Superlativen auf: Kurz nach Ankunft bei der Mittelstation irren wir durch das coole Spiegel-Labyrinth (Bemerkung: ich empfinde den Eintritt relativ teuer für einen eher kurzen Spielspass) und erkunden den wirklich sehr, sehr tollen Spielplatz "Murmliwasser". Er ist gigantisch und speziell an warmen Tagen wie heute schlicht perfekt, denn hier dreht sich vieles ums Wasser. Es kann geplanscht, gespritzt und entdeckt werden und ich verstehe, weshalb dieser Ort zu einem der
beliebtesten Ausflugsziele der Region zählt: Erdrutschhügel, Wassertreppen, Felsenlabyrinth, Murmeltierhöhle – dem Spielpark Murmliwasser fehlt es wahrlich an nichts.
Tipp: Badekleider und Handtücher mitnehmen.

 

Themenweg zweite Runde: Piratenweg
Und dann steht der noch ganz neu konzipierte Piratenweg auf unserem Plan. Da, insbesondere unsere Kleine, von Schatzsuchen und allem was da so glitzert magisch angezogen wird, scheint dieser wie gemacht für uns: Sie ist top motiviert und steht - wiederum mit Rucksack vom Tourismusbüro ausgestattet - bereit für das nächste grosse Abenteuer. "Mami, mir dörfed kei Ziet verlüüre.". Weil: Auf Käpten Pepper und seinem Matrosen Chili liegt ein Fluch. Ruhe werden die beiden Gesellen erst dann finden, wenn der Schatz gefunden ist. Das lassen sich die Girls nicht zwei mal sagen, ein klarer Fall, unsere Hilfe muss her.


Auf dem Rundweg mit Startpunkt beim Murmliwasser werden diverse Stationen abgelaufen, an denen Piratenrätsel gelöst werden müssen. Die Motivation ist gross und die Kinder vergessen vollkommen, dass sie am laufen sind. Auch unsere Grosse findets toll. Am Ende finden wir ihn tatsächlich - den wohl verdienten Schatz, die Kinder sind super-happy. Wir auch!

 

Auch dieser Themenweg ist wunderhübsch und mit viel Liebe zum Detail konzipiert. Die Region darf wirklich stolz auf seine Wege sein. Nur schon dafür lohnt es sich wieder zu kommen.

Abkühlung im Högsee
Eine Abkühlung haben wir uns nun wahrlich verdient. Wie gut, dass wir uns direkt beim gestrig entdeckten Bergsee Hög befinden. Wir mieten ein Pedalo, schwimmen im See und lassen den Nachmittag gemütlich am Ufer und auf dem tollen Spielplatz ausklingen.
Tipp: Das Restaurant direkt beim See ist wunderhübsch und mindestens eine Einkehr wert.

Auf zum Wolfsee

Das gestrige Plantschen im See hat so gut getan, und weil die Temperaturen heute noch einmal in die Höhe schnellen sollen, machen wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg zum Wolfsee in Fiss. Wir parkieren beim Kulturhaus am Dorfende von Ladis und benötigen anschliessend ca. 10 Gehminuten (sie führen uns durch schönste Landschaften) durch bis wir diese wunderschöne Oase erreichen. Allein wegen seiner traumhaften Lage, sollte man einen Ausflug an diesen See einplanen. Auf über 1.200m Seehöhe lässt sich hier ein Nachmittag bestens geniessen. Auch hier gibt es einen schönen Spielplatz und ein sinnvoll, abgetrennter Bereich für Kinder. Liege und Sitzmöglichkeiten sind reichlich vorhanden, die Region hat es wirklich im Griff nebst den Kindern auch uns Erwachsene zu verwöhnen.


Gut zu Wissen: Verpflegungsmöglichkeiten gibt es hier nicht.


Letzter Tag: Wodeturm bei Ladis

Leider ist bereits der Tag der Anreise gekommen. Wir hätten es hier "locker-vom-hocker" noch viel, viel länger ausgehalten, gesehen haben wir viel aber noch längst nicht alles. Auf dem Heimweg, planen wir einen letzten Stop beim Aussichtsturm Wodebad im Nachbarsort Ladis ein. Dieser ist zu Fuss und auch mit dem Auto gut erreichbar. In Ladis gehts bergauf, immer weiter bergauf. Bereits die Anfahrt ist ein Erlebnis mit schönstem Panorama, mehrmals nötige ich meinen Mann für einen kurzen Halt. Es wäre einfach zu schade, einfach daran vorbei zu fahren. Unterwegs passieren wir auch ein Restaurant, welches die Möglichkeit für eine Einkehr mit fantastischer Aussicht bietet, wir aber sind gwundrig auf den Turm und fahren weiter.


Und dann sind wir am Ziel. Wir steigen die Holztreppe hinauf zur Plattform und geniessen. Der 360 Grad-Rundumblick ist wunderschön und
der perfekte Ort, um sich von diesen Kurzferien zu verabschieden.

Mein Fazit

Die Region Serfaus-Fiss-Ladis hält was sie verspricht, ein wahr gewordener Kindertraum. Hier kommen alle auf ihre Kosten. Für kleine Kinder, Teenager und Erwachsene wird unglaublich viel geboten. "Es isch sooo cool da", meinen unsere Töchter unisolo auf meine Nachfrage.

Auch nach mehreren Tagen und wahrlich vollgepacktem Programm haben wir noch längst nicht alles gesehen. Fasziniert haben uns die wunderschön konzipierten Spielplätze, sie sind wirklich der Wahnsinn, auch zu betonen ist, dass ich noch selten Spielplätze mit solch einem Panorama vorgefunden habe. Der Wahnsinn und Genuss pur.

 

Anfangs hat mich ein bisschen irritiert, dass sich alles, wirklich alles, nur um die Kinder zu drehen scheint. Wenn man jedoch etwas abseits geht, findet man schönste und unberührte Natur, wunderbare Wandermöglichkeiten, Zeit und Ruhe um zu geniessen. Die Natur zeigt sich von ihrer besten Seite und lässt die Seele durchatmen.


Die Themenwege sind schlicht unglaublich toll. Darauf darf Serfaus-Fiss-Ladis wahrlich stolz sein, eine Meisterleistung. Mit so viel Liebe zum Detail geschaffen und Geschichten, die Kinder motiviert und begeistert hinterlegt, lohnt es sich nur schon dafür, wieder zu kommen. Wir haben gleich doppelt guten Grund, den noch ausstehenden Forscherpfad möchten wir unbedingt irgendwann auch noch absolvieren.


Als Domizil empfinde ich es keineswegs notwendig in einem Familienhotel mit rundum-Unterhaltungsprogramm unterzukommen. Die Region hat so, so viel zu bieten, dass wir jeweils die ganzen Tage von früh bis spät unterwegs waren. Es ist schade, wenn das Programm des Hotels dadurch gar nicht genutzt werden kann. In welcher Ortschaft man unterkommt, scheint auch nicht so entscheidend. Alle haben ihren eigenen Charakter und besonderen Reiz und allesamt sind sie gut untereinander vernetzt, sämtliche Sehenswürdigkeiten sind von überall her gut und rasch erreichbar.

 

______________________
Diese Pressereise erfolgte auf Einladung vom Tourismusverband Serfaus-Fiss-Ladis. Herzlichen Dank dafür und dass wir die Region frei von Beeinflussungsversuchen testen durften.