Der Familien-Reise Blog by mamicheck.ch

 

Corinne: "Wie Ihr vielleicht auf Instagram schon mitbekommen habt, waren wir anfangs Februar eine Woche in Dubai in den Ferien. Wie uns und unseren Kindern die Stadt gefallen hat, wie man mitten in der Wüste zu einem Lunapark kommt, Tipps und Tricks zu Unterkünften, ÖV, Unternehmensmöglichkeiten, guten Restaurants, und ob unsere Suche nach dem Herz der Stadt erfolgreich war, erfahrt Ihr hier..."

Dubai - Stadt der Superlative

Unsere Reise begann mit einem 5 ½-stündigen Flug ab Basel. Dabei muss ich allerdings sagen: Dafür, dass die Reise in eine so andere und ferne Welt führt, ist die Flugzeit verhältnismässig angenehm „kurz“ und auch mit Kindern gut (das Licht am Ende des Tunnels ist zumindest erkennbar) zu bewältigen. Wir hatten einen Nachtflug, das würde ich so bei einem nächsten Mal nicht mehr buchen. Die Girls schlummerten zwar schon bald nach Start und schliefen dann auch tatsächlich (ich werde erhört) bis kurz vor Landung durch (kreuz und quer, auf, unter und über mir... Kopfkino: Wer errät wie viel Schlaf ich während diesem Flug bekommen habe?), aber mit nicht mal sechs Stunden Schlaf kommen Kinder trotzdem nicht weit. Dementsprechend verlief der kommende, erste Tag in Dubai dann auch ziemlich, um es mal milde auszudrücken: verschlafen.

 

Bei der Ankunft in Dubai spürt man schnell das hier alles etwas anders tickt: Das Höchste, das grösste, das schönste, das modernste - das ist Dubai.

Sogar der Dubai Al Maktoum International Airport soll der grösste der Welt werden
Sogar der Dubai Al Maktoum International Airport soll der grösste der Welt werden

Mit Goldbarren aus Automaten, Hochhäusern wie in Manhattan – wenn nicht höher - und einer fast aufdringlichen Exklusivität, die einem direkt bei der Ankunft am Flughafen entgegen springt, werden wir also früh, sehr früh morgens in den Emiraten empfangen.

 
Money Money Money Superlativen noch und nöcher werden uns die nächsten fünf Tage begleiten. Ohne Zweifel sehr beeindruckend aber doch auch ein wenig befremdlich: Dubai strotzt vor Geld und Selbstbewusstsein. An jeder Ecke wird uns bewusst, dass die Machthaber finanziell in der Lage sind, hier reales Sim City zu spielen – und das auch tun. In Dubai stehen viele der weltweit höchsten Wolkenkratzer und es werden noch mehr gebaut. Eine künstlich erschaffene Palmeninsel, eine in vier Jahren gebaute, fahrerlose Metro, die grösste Wassershow der Welt, das weltgrösste Einkaufszentrum, mehrspurige Highways, das Brandenburger Tor, welches die Einfahrt zum Palast darstellt, der erste Polizei-Roboter ist hier bereits im Einsatz, den Big Ben und Venedig gibt’s natürlich auch… Die Liste lässt sich fortsetzen. Was sich mit Geld umsetzen lässt, wird hier umgesetzt.

Wir nehmen ein Taxi und lassen uns direkt zum Hotel chauffieren. Nach einer Fahrzeit von 30 Minuten sind wir auch schon da und ziemlich dankbar, dass das Zimmer früher als bestätigt bezugsbereit ist.

 

Mein Tipp: Bei Ankünften frühmorgens im Hotel vorgängig nachfragen, ob das Zimmer allenfalls früher bezogen werden darf. Meistens klappt's.

 

Dubai Fountain

Nachdem wir ein paar Stunden nachgeschlafen hatten, ging‘s noch etwas wacklig auf den Beinen weiter: unsere Grosse hat heute Geburtstag und wir haben recherchiert, wie und wo wir ihr eine schöne Freude machen könnten. Mit dem Taxi fuhren wir direkt zur Dubai Mall, dort gings einmal quer hindurch um auf der anderen Seite wieder ins Freie zu gelangen.

Vor uns befand sich ein riesiges, mit Wasser gefülltes Becken: Die Dubai Fontain. Wir konnten in der Mitte des „künstlichen Sees“ eine etwas dunklere Stelle entdecken, dort fahren also die Ausläufer und Rohre von den Wasserspielen hoch. Links von uns befand sich eine im orientalischen Stil erbaute Brücke für Fussgänger. Und direkt vor uns erhob er sich stolz bis weit in den Himmel, unser heutiges Ziel: der Burj Khalifa, mit 828 Meter und 163 Stockwerken – Wahnsinn oder? – das höchste Gebäude der Welt.

Im italienischen Restaurant Serafina (Link...) hatten wir – quasi vis-à-vis vom höchsten Gebäude der Welt – einen Tisch reserviert. Der Platz war gigantisch – VIP-würdig. Unsere Tochter war paff und wusste nicht, das da gleich noch mehr kommen würde.

Die Show startet jeden Tag um 19.00 Uhr in jeweils 30 minütigen Abständen und demonstriert auf einer Länge von 275 Meter was heutzutage technisch möglich ist. Bis zu 100‘000 Liter Wasser schiesst jede einzelne Fontäne hier in die Luft, dabei wird eine Höhe von sage und schreibe 150 Meter erreicht! 1000 einzelne Fontänendüsen und 6600 Lichteffekte machen die Illusion bei einer Show nahezu perfekt. Man taucht regelrecht ab in eine andere Welt während die Fontänen über's Wasser zum Rhythmus der Musik tanzen und man ertappt sich immer mal wieder dabei wie man sprachlos einfach nur da sitzt und staunt.

Es ist unbeschreiblich schön –  und die Geburtstagsüberraschung mehr als gelungen. Check.

 

Man muss da gewesen sein um dieses Spektakel beschreiben zu können. Auch das Essen und der Service im Serafina sind erwähnenswert. Als die Mitarbeiter mitbekommen haben, dass wir einen Geburtstag feiern, wurde unserer Tochter ein Ständchen, dazu ein feiner Tiramisu mit Kerzen serviert, herzlich und aufmerksam.

Hotel Atlantis & The Lost Champers

Auf den nächsten Tag sind wir sehr gespannt. Für viele bedeutet Dubai auch „Atlantis“ – denn das weltbekannte Hotel am oberen Ende der künstlichen Insel „The Palm“ stellt ein touristisches Highlights der Stadt dar. Und genau dorthin sind wir nun auf dem Weg.

Erreichbar ist es problemlos via Taxi oder mit dem Big-Bus. Alternativ ist das Atlantis auch mit der modernen Hochbahn „Palm Monorail“ (Einzelfahrten kosten ca. Fr. 7.00) erreichbar, die wir auf dem Rückweg nutzen werden, um die Aussicht auf die „Palme“ auch noch von oben zu sehen.

 

Im Hotelkomplex angekommen, warten zahlreiche Attraktionen darauf entdeckt zu werden. Die Lobby des Atlantis ist nur gegen Bezahlung betretbar, darauf verzichten wir, obwohl sie gigantisch sein muss.

Neben den eindrucksvollen Bauten der Hotelanlage lockt im Westflügel des Hotels vor allem das Aquarium „Lost Chambers“, welches unzählige Meeresbewohner beherbergt, die von den Besuchern ausgiebig bei einem Rundgang betrachtet werden können. Über 65.000 Meeresbewohner sollen es sein, die hier ihrer vollen Pracht an einem vorbeigleiten. Good to Know: Auch Schwimmen mit Delfinen ist hier (gegen Voranmeldung) möglich.


KLIMA IN DUBAI

Winter und Frühling sind gute Reisezeiten für Dubai denn im Sommer wird es hier nahezu unerträglich heiss (über 40 Grad). Am Strand baden kann man fast das ganze Jahr. Kurze, luftige Kleidung ist Pflicht. Mit Regen muss man hier nur an sechs Tagen im Jahr rechnen. Abends und in der Wüste haben wir aber immer eine Jacke gebraucht.

UNSER HOTEL

Unterkünfte in Dubai sind vor allem eins: teuer! Dafür aber auch ziemlich luxuriös. Wir entschieden uns aus Kostengründen für ein Hotel, welches nicht an der Beach (noch teurer) sondern neben dem Fincance District gelegen war. Das macht budgettechnisch so einiges aus.

 

Das gute an unserem Hotel, dem Jumeira Emirates Tower ****: Der kostenlose Shuttle-Service fährt in regelmässigen Abständen direkt zum Partnerhotel an der Beach sowie auch in verschiedene Malls. Die Distanzen sind gering und da wir nicht die Absicht hatten Strandferien zu machen, war das für uns die ideale Lösung.

 

Unser Zimmer: 

Dank unserem Geburtstagskind offerierte uns das Hotel ein kostenloses Upgrade in eine Suite in der 23. Etage: Diese (sogar mit einem kleinen bisschen Blick auf den Burj Khalifa!) war wunderschön, sehr geräumig und stilsicher eingerichtet.

Die absoluten Highlights aber waren zum einen der Schlafbereich der Kids, Dubai zu ihren Füssen und dann diese Badewanne, die eine gigantische Sicht über die Stadt offenbarte - ein Traum. Eigentlich hatte ich nicht geplant in diesen Ferien zu baden, als ich dieses Schmuckstück entdeckte wusste ich, dass ich dieses Vorhaben nicht einhalten würde.

 

Wir hatten fünf Übernachtung mit Frühstück gebucht, dieses liess absolut gar, gar keine Wünsche übrig.

 

Am Geburtstag unserer Tochter wurde sie mit einem selbstgebackenen Kuchen und einer Happy Birthday Girlande überrascht. Der Service war allzeit perfekt, herzlich und zuvorkommend. Von unserer Seite gibt es eine ganz klare Empfehlung für dieses Hotel.


TRANSPORT IN DUBAI

Dubais Metro-Netz wäre an sich sehr gut, müsste man nicht von jeder U-Bahn-Station endlos lange Wege bis zum Endziel zurücklegen.

Taxis sind vergleichsweise günstig und vertrauenswürdig. Der Taximeter wird stets eingesetztt. Wichtig: Falls dem mal nicht so sein sollte, darauf bestehen und sonst wieder aussteigen.

 

Nach Ankunft am Flughafen nimmt man sich am einfachsten eines der bereit stehenden Taxis. Die Fahrt bis ins Stadtzentrum dauert je nach Verkehr und Lage des Hotels ca. 30 bis 40 Minuten. Den Dubai Creek überquert man entweder mit der Metro oder noch besser mit einem Wassertaxi. Das kostet fast nichts und ist dazu ein kleines Erlebnis.

NICHT VERPASSEN

Die Datteln und Nüsse aus Dubai sind ein Traum. Wir haben uns eingedeckt und ich hoffe, dass wir noch lange davon zerren können (Bemerkung: Die Chancen stehen zur Zeit nicht allzu gut).


MEINE GEHEIMTIPP'S

 

Level 43 Sky Lounge

Empfehlenswert ist ein Drink in der Level 43 Sky Lounge oder im 42. Stock vom Shangri-La Hotel, tolle Fotomotive inklusive. Der Ausblick auf die bunten Lichter der Stadt ist schlicht beeindruckend.

Little Bangkok Keine drei Fussminuten vom Hotel entfernt befindet sich das thailändische Restaurant Little Bangkok. Hier haben wir einen Abend mit einem sehr feinen Nachtessen ausklingen lassen. Take Away Service ist auch möglich, falls gewünscht wird auch ins Hotel geliefert. Tipp: Erdbeer-Frappe probieren. Sehr lecker.

Parkieren am Flughafen Basel Das Airport Hotel Basel bietet Langzeit-Parkplätze zu guten Konditionen. Für Fr. 60.- durften wir unser Auto in der bewachten Tiefgarage abstellen. Der Shuttle-Service – im Preis inbegriffen – hat uns zum Flughafen gebracht und dort auch wieder abgeholt. Ein toller Service.



Durch die „Lost Chambers“ kann man sich völlig frei bewegen. Vor den grossen Fenstern befinden sich gemütliche Sitznischen und weiche Kissen, wir haben uns oft hingesetzt, geredet und gestaunt. Ein schönes Erlebnis und gerade mit Kindern sehr empfehlenswert.

 

Wüstensafari

Heute steht eine Wüstensarafi auf dem Programm. Da in Dubai nicht vieles tief kulturell bereichert scheint, gibt eine Wüstensafari mit anschliessendem orientalischen Barbecue aber zumindest ein bisschen das Gefühl etwas mehr von der Kultur mitzubekommen, als in der Stadt zwischen künstlich angelegten Grünanlagen und Wolkenkratzern aus Stahl und Beton.

 

Die Tour beginnt mit einer Jeepfahrt, auch Bumping-Tour (oh weeehh) genannt, durch die Wüste. Den Chauffeur bitte ich – mehrmals (zu oft? Irgendwann reagiert er nicht mehr…) - bei seinem rasanten Cruise über die Dünen Rücksicht auf die Kinder (guter Vorwand, oder?) zu nehmen. Und dann geht’s auch schon los: Die Kinder kreischen, mein Mann schimmert abwechslungsweise in grün und blau und ich, ja, ich kreische auch, finde es gleichzeitig toll und unvergesslich (möglicher Grund: ich darf vorne neben dem Fahrer sitzen. Und hier gibts auch gleich meinen 100-Millionen-Dollar-Tipp: ergattert euch diesen Platz).

Und nun gut herschauen, wenn Ihr das hier seht...

... dann halted euch fest, es geht loooooos, und davon laufen geht hier schlecht:

Mitten in der Wüste bleiben wir stehen, beobachten den Sonnenuntergang, schiessen Fotos, die Kinder geniessen die selbst gebaute Sandrutschbahn – rauf und runter, rauf und runter – und wir geniessen die Aussicht auf die kilometerweiten Sandberge.  Wunderschön. Die Wüste haucht mir unheimlich Ehrfucht ein. Selten kommt man sich so klein vor, in Anbetracht der endlosen Weiten. Nirgendwo sonst ist es so still. Und Stille kann unheimlich faszinierend sein, da man dies aus der Stadt, so gut wie nicht kennt.

Anschliessend geht‘s ins Beduinencamp:

Hier werden die Kids mit Henna-Malereien aufgehübscht, ich paffe zwischenzeitlich (heimlich und gut getarnt – pssst...) meine erste Shisha und dann geht‘s aufs Kamel. Marta, das Kamel scheint uns gut gesinnt und bringt uns heil wieder ans Ziel. Später werden wir mit arabischen Spezialitäten verwöhnt - wirklich fantastisch und toll sich durch die verschiedenen Speisen probieren zu können. Zum Abschluss gibt’s eine Einlage von der schönen Bauchtänzerin. „Mami, chasch Du das au?“ – Ja klar, easyyyy....

Trotz der preislichen Hürde und anfänglicher Skepsis hat es sich gelohnt. Umgerechnet hat uns dieses Abenteuer, gebucht über Ocean Air Travel (Link...), Fr. 250.- gekostet. Irgendwie ein Muss, wenn man schon mal in der Wüste ist und ein durchaus schöner Ausflug, der uns eine etwas persönlichere Seite der Emirate zeigt als Dubai City.

Dieser Tag war trotz Tourismusabfertigung faszinierend und prägend. Die Kinder waren und sind begeistert. Am Ende werden wir diesen Tag als Highlight unserer Reise benennen.

Mein Tipp: Ticket von daheim buchen, die Plätze sind begrenzt und jeweils gut besucht.

Beach und Burj Khalifa

Heute geht’s an die Beach. Wir geniessen das Gefühl mitten im Winter durch den warmen Sand zu laufen, etwas zu „sändele“, und zu „plantschen“… Das Wasser ist im Februar zwar noch ziemlich frisch, aber mit ein bisschen „Zähneknirschendaswäredochgelacht“ klappts und wir plantschen um die Wette. Nach einer kleinen Stärkung in einem der vielen Strandrestaurants geht’s weiter auf dem Programm, auf uns wartet der: Höchste Turm der Welt.

Lange haben wir überlegt, ob wir uns dieses Erlebnis leisten sollen, denn wie alles in Dubai hat auch dieses Abenteuer seinen stolzen Preis. Diese Diskussion soll mein Mann – für einmal - gewinnen, seine siegesreiche K.O-Frage: „wie oft hat man in seinem Leben die Gelegenheit auf das höchste Gebäude der Welt zu gelangen?“. Ich so: "Äääähhhhh?" Und er dann: "Bäääähhhhhmmmm!"


Good to Know: Tickets im Voraus reservieren, vor Ort eines zu bekommen ist aussichtslos. Je nach Tageszeit kostet ein Ticket zwischen 27,30 EUR und 43,72 EUR für einen Erwachsenen.

 

Bevor man zur Aussichtsplattform gelangt wird man durch einen langen Wartebereich und einen Sicherheitscheck geschleust. Oben angekommen staunt man dann nicht schlecht, es ist hoch, sehr hoch. Die offene Seite der Plattform offenbart den Blick in Richtung Sheikh Zayed Road, auf Bereiche von The World (je nach Sicht), den Creek und den unten liegenden Fontänen, die gegenüberliegende Seite ist geschlossen, man blickt durch Fenster in Richtung Burj Al Arab und The Palm Jumeirah.

Mein persölicher Tipp: Die Tour lohnt sich meines Erachtens nicht, da man sehr lange anstehen muss, um zu den Aufzügen zu gelangen und viel bezahlt. Oben angekommen (gut zu wissen: die Aussichtsplattform befindet sich nicht an der Spitze des Wolkenkratzers), wird man in einer Menschenmasse einmal herum geschoben und wartet dann gut eine Stunde vor den Aufzügen, um wieder herunter zu kommen, gerade mit Kindern nicht unbedingt prikelnd. Notlösung: Der Blick von unten oder von einem der zahlreichen Aussichtspunkte rund um die Stadt ist mindestens so eindrücklich, vor allem während der Wassershow abends ab 19 Uhr.


Mindestens genau so eindrücklich: Geht anstelle zum "The Frame":

Ein neues Wahrzeichen der Stadt ist erst gerade eröffnet worden, nämlich im Januar 2018. Er ist zwar "nur" 150 Meter hoch, toll an diesem „Bilderrahmen“ (übrigens: der grösste Bilderrahmen der Welt, what else?!) ist, dass er zwei Blickwinkel bietet: Auf der einen Seite eröffnet sich die Altstadt Deiras, die Ufer des Arabischen Golfs, die majestätischen Dünen der arabischen Wüste, auf der anderen die Wolkenkratzer der Dubai Marina.

 

Über die 93 Meter breite Glasbrücke, mit Glasboden, fühlt es sich ein wenig so an, als würde man durch die Lüfte laufen. Die Aussicht ist wunderschön und hat mich mindestens genauso sehr beeindruckt.

Die Kosten sind um einiges geringer als die Aussicht vom Burj Khalifa:

Erwachsene bezahlen AED 50, das sind umgerechnet ca. Fr. 15.-

Kinder ab 3 Jahren bezahlen AED 20 = Fr. 7.
Tickets und Informationen: Mehr...

Souk & Little Venice

Am Abend ging’s nach Venedig. Doch Doch! Ein Freund von uns hat uns empfohlen, einen Abend – wenn es bereits dunkel ist - dort zu verbringen. Viel mehr als das Roger Federer gleich um die Ecke ein „Häusschen“ besitzt soll wussten wir nicht darüber. Aber – vertrauen geht über studieren – und los geht’s. So viel vorneweg: Dieser Tipp war Gold wert.

Das Abenteuer startet mit dem
Souk Medinat (Bazar), wo wir ein wenig in die arabische Welt und ihre Gebräuche abtauchen. Schon beim Betreten des Souk wird man von den herrlichen Düften nach Kaffee, Tee und sonstigen Köstlichkeiten betört. Düfte und Aromen, die aus 23 Restaurants, verschiedenen Bars und Cafés den Souk überfluten. Hier dominieren tatsächlich einheimische Geschäfte, die von Souvenirs bis Gewürzen alles anbieten. Wir decken uns mit Datteln ein, erfahren wie der Alltag von Perlentaucher in Dubai ausschaut und welcher Stein gut gegen Halsschmerzen ist. Gut zu wissen: Der "Souk Madinat" ist kein Markt für Schnäppchenjäger, auch hier ist nichts günstig, aber das Ambiente ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Am Ende des Souks geht’s hinaus unter den freien Himmel und wir staunen nicht schlecht: Welcome to little Venice. Wow. Der gesamte Komplex ist in eine künstlich angelegte Lagune integriert, die von romantischen Seewasserkanälen durchzogen ist. Im Prinzip ist "Madinat Jumeirah" eine auf Wüstensand gebaute exklusive Hotelanlage mit insgesamt vier 5-Sterne-Hotels.

Wir besteigen eine kleine Gondel und lassen uns durch die wunderhübschen Kanäle zum Restaurant Pai Thai (Link...) kutschieren. Mein Tipp: Unbedingt vorab reservieren und wenn möglich einen Tisch direkt beim Geländer über dem Kanal verlangen. Ein Traum, wir sind überwältigt und bezaubert von der Atmotsphäre, dem Essen und der wunderbaren Bedienung.

 

Auf der Rückfahrt eröffnet sich uns ein wunderbarer Blick auf den Burj al Arab, wunderschön wie er funkelt und strahlt. Ein Abend der uns in bleibender Erinnerung bleiben wird – Gut und wunderschön. Danke für diesen Tipp, lieber Freund.

Old Dubai

„Alt“ in Dubai ist nicht „alt“ wie wir das kennen. Aber: eine JEDE Geschichte fängt schliesslich irgendwo an, manche eben früher und manche später. So auch hier. So schlendern wir heute gemütlich durch die schattigen Gassen des „alten“ Stadtteils. Heute wird das Viertel nicht mehr bewohnt, viel mehr gibt es hier Galerien, kleineren Museen, Restaurants und Cafés. Wenn man durch die schmalen, zur Mittagszeit im Februar fast ausgestorbenen, Gassen streift, wirkt die Gegend fast ein bisschen unwirklich.

Authentisch ist hier vor allem die Bebauung, auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so wirkt, die passende Atmosphäre muss man sich dazu denken. Verpassen sollte man es aber auf gar keinen Fall, denn gerade durch den Gegensatz wird klar, welche Leistung das Emirat in den vergangenen Jahrzehnten erbracht hat, indem es Dubai zu dem gemacht hat, was es heute ist – egal, was man davon halten mag.

Liebe auf den ersten Blick:
Das kleine Künstlercafe. Lauschige Plätzchen, stilvolle Dekoration und eine einladende Kunstgalerie überzeugen uns.
Ich liebe solche Oasen. Wir geniessen ein unglaublich gutes Mittagessen (nie werde ich dieses Humus vergessen) – und zum ersten Mal seit wir angekommen sind, erscheinen uns die Preise gerechtfertigt. Wir bleiben länger als geplant, geniessen die Ruhe, die Atmosphäre, ein Stückchen „Herz“, was wir in Dubai bisher vergebens gesucht haben.

Das Viertel grenzt direkt an den Dubai Creek, ein Arm des Persischen Golfs der Dubai in die Stadtteile Bur Dubai und Deira teilt. Sogenannte Abras, hölzerne Wassertaxen, kutschieren die Fussgänger zwischen Bur Dubai und Deira hin und her. Das dauert nur wenige Minuten und kostet 1 AED pro Passagier, umgerechnet 20 Rappen, günstiger und schneller kommt man nicht zum anderen Ufer.

Dubai Garden Glow

Als es dunkel genug ist, brechen wir auf zum Themenpark Dubai Garden Glow. Wir hatten im Vorfeld darüber gelesen und waren neugierig auf die farbigen Lichtinstallationen, erbaut von über 150 Künstlern aus der ganzen Welt, unter Verwendung von recyceltem Material (Beispiel: Aus 330‘000 Medizinfläschchen wurde ein 12m hoher Nachbau des Burj Khalifa erschaffen), insgesamt waren für den Glow Garden über 4 Millionen LED-lichter notwendig. Waaaahnsinnn. Also auch hier gilt: Gross – Grösser – noch viel, viel grösser.

Am Eingang trifft man auf ein beleuchtetes Märchenschloss mit einem See und Seerosen davor, hier finden regelmässig Laserlight-Shows statt. Die beleuchteten Themen-Gärten, die Dinosauerier und der sprechende Baum haben uns in ihren Bann gezogen – hier gibt es viel zu entdecken und man könnte sich Stunden (haben wir dann auch gemacht) darin aufhalten.
Kosten: Fr. 20.- pro Person.

Miracle Garden

Ein grosse Portion Magie gibt’s im Miracle Garden. Übrigens, wer hätte es gedacht: der grösste Garten der Welt: 100‘000 Millionen Blumen (Bemerkung: Wir befinden uns immer noch in der Wüste) sind hier im Einsatz um wunderschönes Ambiente, Formen in allen Grössen und Formen zu schaffen. 4 km Wege und eine kilometerlange Blumenwand mit insgesamt 45 Millionen Blumen bestückt warten hier auf die Besucher. Am Ende des Gartens befinden sich zwei See, der perfekte Ort für eine Pause.

 

Und für einmal gibt’s hier: Eintritt frei für Erwachsene, Kinder über 3 Jahre bezahlen umgerechnet Fr. 7.- .

Shoooooooooopping

Einkaufszentren gibt es in Dubai, so scheint es, wie Sand in der Wüste. Wohin das Auge reicht. Wir besuchten zwei davon: Die „Mall of the Emirates“, in der die bekannte Skihalle untergebracht ist, und die Dubai Mall, die grösste Einkaufsmeile der Welt. Über 4 Etagen und  in verschiedene Bereiche ist sie aufgeteilt So findet man alleine auf der so genannten Fashion Avenue rund 70 Designergeschäfte (Armani, CK,Gucci, Dior… alle sind sie da.). In The Grove gibt es alles was das Sportlerherz begehrt (Quicksilver, Billabong etc.) und in der 4. Etage finden sich sämtliche Elektronikgeschäfte. Die Mall hat einen eigenen Gold-Souk mit über 200 Läden, es gibt mehr als 150 Restaurants (darunter auch ein Rainforest Cafe) und mehrere grosse Kaufhäuser (Marks & Spencer, Bloomingdales etc.) sowie Supermärkte finden sich ebenfalls hier wieder.

So ganz nebenbei gibt es auch eine eigene Eislaufbahn (entspricht der Olympia-Norm), einen Kinokomplex (mit 22 Säälen), den Sega Republic Vergnügungspark und natürlich das Dubai Aquarium mit der angeblich grössten – logisch - Aquariumglasscheibe der Welt (Eintritt 25 DHS = rund 7 Franken) und einem Unterwassertunnel.

 

Beide Malls sind pompös und unglaublich gross. Den Versuch, alle Shops abzuklappern haben wir gar nicht erst in Angriff genommen, da erstens viel zu gross und zweitens viel zu teuer. Mehr als Window-Shopping liegt hier nicht drin.

Tipps Verpflegung:
Mall oft he Emirates: Wer in der Mall of the Emirates Hunger bekommt, sollte
"Shake Shack" aufsuchen, eine echt leckere Burgerkette.  Mein Tipp: Den Veggieburger probieren.
Dubai Mall: Hier ist es vor allem für die Kinder ein tolles Erlebnis im
Rainforest Café etwas zu essen. Ein Urwald mit lebensgrossen Krokodilen, Elefanten, Affen, die von Zeit zu Zeit brüllen und auf sich aufmerksam machen. Eine schöne Abwechslung von Gucci, Prada & Co.

Mein Tipp: Jeden Tag gibt es in der Mall mehrere Zehntausend Besucher. Die meisten verlassen diese wieder in der Stosszeit zwischen 17.00 und 20.00 Uhr mit dem Taxi. Ein einfaches und schnelles Verlassen ist während dieser Zeitspanne nicht wirklich möglich. Dies führt zu mindestens einer halben Stunde Wartezeit beim Taxiausgang – einer perfekt durchorganisierten Massenabfertigung.

Und  jetzt gibt's auch noch Breaking News: Ab 2026 wird die Dubai Mall nicht mehr die weltweit grösste Mall der Welt sein. Die Mall of Arabia wird die Dubai Mall von Platz 1 stossen. Und jetzt ratet mal, in welcher Stadt die neue Mall erbaut wird...

 

Unser letzter Abend

Den Abend lassen wir ruhig im Hotel ausklingen. Das italienische Restaurant im 52. Stock serviert unglaublich gute Pasta, wir schlemmen und geniessen vor allem diese unglaubliche Aussicht über Dubai by Night. Links von uns ragt der Big Ben in die Höhe, weit, weit unter uns funkeln Millionen von Lichter der Stadt. Wir lassen die Reise revue passieren und sind uns sicher, dass wir diese Aussicht so schnell nicht wieder vergessen werden. Atemberaubend.

Unser FAZIT:

Ist schon komisch in eine Stadt zu kommen, die nicht selber gewachsen ist, sondern so plötzlich erschaffen wurde. Die Stadt versucht perfekt zu sein und erscheint dadurch künstlich. Der Reichtum dieser Stadt ist allgegenwärtig. Auf der anderen Seite gibt es viele pakistanische Einwanderer, die Taxi fahren und es sich nur einmal im Jahr leisten können ihre Familie – Frau und Kinder - im Heimatland zu besuchen. Intensive Unterhaltung mit Taxifahrern hat uns ihr Leben näher gebracht, beeindruckt und eine andere Seite des Lebens hier in Dubai gezeigt. Bei solchen Momenten wurde mir auch immer wieder bewusst, das Beste am Reisen durch ferne Länder sind die Menschen und ihre jeweiligen Geschichten dahinter.

 

Was mir besonders gut an Dubai gefallen hat ist, dass obwohl es eine grosse Businessstadt ist und obwohl sich hier alles um Geschäfte und Luxus dreht, das Leben entspannt scheint, Hektik ist nirgends spürbar. Erwähnenswert ist auf jeden Fall auch die durchgehende Freundlichkeit. Die Menschen sind herzlich, freundlich und überaus hilfsbereit. Im Gegensatz zu anderen Ländern, die wir bereist haben, scheint mir die Gastfreundschaft hier nicht gespielt sondern wirklich echt. In Dubai fühlten wir uns niemals, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, unsicher oder unwohl, ich hätte keine Probleme, diese Städtereise alleine mit den Kindern in Angriff zu nehmen.

 

Unvergesslich wird für mich der Abend im 52. Stock unseres Hotels, die Aussicht aus der Badewanne und auch Momente am Creek sein. Die tanzenden Dubai Fountains, die Wüstensafari inklusive Dünen-Jumps, die Stimmung in Little Venice, der Ausflug in den Glow Garden und vieles andere trugen dazu bei, dass wir diese Reise genossen haben und positiv in Erinnerung behalten werden. Es war gut diese Stadt zu erleben, wir haben viel erfahren und gelernt. Aber: Unsere Art von Ferien ist es nicht… Wir werden wohl nicht noch einmal nach Dubai fliegen, uns persönlich fehlt die Seele, die Tradition und das Herz der Stadt. Aber „fancy“ ist es hier auf jeden Fall.

 


By Corinne In Reisebericht Posted 31. Januar 2018

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