Der Familien-Reise Blog by mamicheck.ch

 

Für mamicheck.ch berichtet Corinne, Mami von 2 Kindern (5 und 10 Jahre), von Ihrem Road-Trip während den Sommerferien. "Diesen Sommer zieht es uns in die Berge. Wir sehnen uns nach Natur und Ruhe, etwas Kultur aber auch das gewisse Ferienfeeling soll nicht fehlen. Auf eine lange Anreise haben wir keine Lust und das Budget soll sich in Grenzen halten. Wir wagen das Experiment und versuchen dies in der Schweiz zu erhalten. Berge wie aus dem Bilderbuch, wunderschöne Seen, tolle Ausflugsmöglichkeiten und dazu super-leckeres Essen. Tadaaaaaa: Wallis wir kommen. "


Sommerferien-Road-Trip Wallis:  Teil 2: Saas Fee

Unser Roadtripp dauert eine Woche und führt uns an insgesamt drei verschiedene Orte im Wallis.

 

Im Wallis geht man dem Stress der „Üsserschwiiz“ aus dem Weg, in gewissen Orten gibt es nicht einmal Strassenverkehr. Wie auch an unserer zweiten Destination: Saas Fee.

Saas-Fee liegt auf 1'800 Höhenmetern und wird von insgesamt elf Bergen umrahmt, die höher als 4'000 Meter sind. Einer dieser Viertausender ist der Dom, der höchste Berg der vollständig auf Schweizer Staatsgebiet liegt.

 

Der Ort Saas-Fee ist einfach traumhaft schön, was auch erklärt, wieso der Ort oftmals als "Perle der Alpen" bezeichnet wird. Im Ort selbst dürfen keine Autos fahren. So parkieren wir unser Auto direkt am Dorfeingang im grossen – riesen grossen trifft es noch etwas besser – insgesamt 10-stöckigen Parkhaus. Am Terminal kann hier via Telefon ein Elektroauto bestellt werden.

 

In unserem Falle ist das nicht nötig: Wir werden im neuen WellnessHostel4000 logieren und das befindet sich keine 150 Meter vom Parkhaus entfernt. Mein Mann marschiert alleine los um uns kurz darauf mit dem Leiterwägeli des Hostels abzuholen. Na ja, eigentlich ist es für das Gepäck gedacht, aber so geht es auch. Mit einem heiden Gaudi marschieren wir los. (Bemerkung: rechts Bild: So wäre es gedacht, linkes Bild: Realität. Dreimal dürft Ihr raten wer denn nun das Gepäck mit sich schleppt...)

Einchecken im WellnessHostel 4000

Die Unterkünfte der Jugendherbergen Schweiz haben verschiedene Kategorien: Simple, Classic und Top. Jene in Saas-Fee gehört unter die Top-Kategorien und setzt definitiv neue Masstäbe: Geboten wird hier eine Sport- und Wellnessanlage auf über 1'900 m2. Noch vor dem Abendessen zieht es uns dort hin. Wir wechseln ab: heute gehts für mich ins Wellness, mein Mann begeleitet die Kinder ins Hallenbad, welches aus einem 25 Meter langen Schwimmbad und einem separaten Kinderbecken mit langer Rutschbahn besteht. Später weiss ich: "Es isch mega lässig dert Mami..."

Beim Wellness-Angebot im „Aqua Allalin“ fehlen mir - und das kommt nun wirklich nicht oft vor - die Worte: Ich habe noch nie erlebt, dass man in einem Hostel eine finnische Saune, eine Bio-Soft-Saune, ein Kräuter-Dampfbad und einen Whirlpool (PS: fantastische Aussicht gibts dazu) plus Erlebnisduschen – Gut hinhören: Mit Sommerregen, Bergbach, Wasserfall und Eisnebe – in Anspruch nehmen kann. Wenn man einmal drinnen ist, will man hier so schnell nicht wieder weg. Nach der Sauna geniesse ich einen Tee im Ruhebereich und lasse das Bergpanorama auf mich wirken. Home sweet home.

Tipp: Einmal noch vor Dämmerung in die Saune und den Whirlpool gehen: atemberaubender Panoramablick ist garantiert.

Mein Lieblingsplatz

Beim Einchecken an der Rezeption im grossen, modernen und lichtdurchfluteten Eingangsbereich fällt mir gleich das gemütliche Bistro mit Kamin, bequemen Sitzgelegenheiten und wunderbarer Sicht auf die Berge auf. Mein Lieblingsplatz ist gefunden: bis gleich du schönes Plätzchen, we'll stay in touch.

Zuerst aber bringen wir das Gepäck aufs Zimmer und beziehen unsere Betten (gehört in Jugendherbergen nach wie vor dazu). Unser Familienzimmer mit Doppelbett, Hochbett, Badezimmer mit Dusche/WC und einigen Ablageflächen ist schlicht aber hell und geschmackvoll eingerichtet. Die Kinder kraggseln bereits auf dem Hochbett herum. Irgendwie schaffen sie es immer und überall, sich zu beschäftigen.

Nachtessen in der Jugendherberge

Wir beschliessen den Rest des Tages ruhig anzugehen und heute im Restaurant der Jugendherberge zu essen. Hier wird auf regionale Produkte und Nachhaltigkeit gesetzt. Wir geniessen Salat, feine Rösti mit Käse und zum Dessert ein Panna Cotta.

 

Auch hier ist die Sicht berauschend, die grosse Terrasse vor der Jugendherberge einladend und wir freuen uns auf den morgigen Tag um das Dorf und die Berge aus der Nähe erkunden zu können. Im Restaurant selbst herrscht gute Stimmung. Familien, Singles, ältere Leute, Teenager – hier treffen sich alle und wir fühlen uns dazugehörig, trotzdem mit einer gewissen Portion Anonymität. Uns gefällts sehr gut, die Kinder sind entspannt.

Gleich nebenan befinden sich Kinderbücher und an der Rezeption können kostenlos Gesellschaftsspiele und Ping Pong Schläger ausgeliehen werden. So spielen wir nach dem Dessert noch eine Runde „Wer War's“ bevor meine drei Liebsten mit anderen Gästen um den Ping Pong Tisch flitzen und ich mich für ein paar Minuten im Bistro „unsichtbar“ mache.

 

Fazit Jugendherberge

Die Jugendherberge Saas-Fee bietet eine hohe Qualität zu einem absolut fairen Preis. Die Menschen, die die Jugendherberge führen, sind begeistert vom Konzept und das spürt man hier. Alles ist unkompliziert, wir fühlen uns wohl und man kommt gut mit anderen Gästen ins Gespräch. Das Schwimmbad fist nach einem Tag auf den Skiern, beim Wandern oder bei schlechtem Wetter ein perfekter Ausgleich, das Wellness-Angebot ein Traum. Unbedingt selbst ausprobieren und geniessen.

UNSER HOTEL

WellnessHostel4000

Panoramastrasse 1

3906 Saas-Fee (VS)

Schweiz

Zur Website

 

IN STICHWORTEN

Hostel mit Wellness- und Fitnessangebot
Familienzimmer vorhanden
Bistro 4000
Restaurant 4000
Grosse Terrasse
150 m bis Parkhaus und Busbahnhof
Hallenbad
Benutzung Wellness-Anlage


ANREISE

Wir brechen nach dem Frühstück los. Beruhigend ist das Gefühl zu wissen, dass wir nun nicht wie letztes Jahr 7, 8 oder je nach Stau noch mehr Stunden im Auto sitzen werden.

 

In etwas mehr als 3 Stunden sollten wir bereits unser Ziel erreichen. Wir entscheiden uns für die Anfahrt via Lausanne und umfahren damit den Lötschbergtunnel. Gemäss Navi werden wir so 10 Minuten länger unterwegs sein, dafür gehts praktisch nur gerade aus und was sind schon 10 Minuten. Eben!


SAAS-FEE

PARKIEREN IN   

SAAS-FEE (autofrei)

Saas-Fee ist autofrei. Das Auto kann entweder im überdachten Parkhaus oder auf dem offenen Parkplatz am Dorfeingang abgestellt werden. Mit einem Elektrotaxi (bestellen via Gratistelefon im Terminal A und B) oder dem Handwagen zur Unterkunft.

 

Tarife im Sommer:

1.Tag: CHF 14.00

****************************

Mit der Gästekarte ab

dem 2.Tag: CHF 10.50

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ab dem 8.Tag: CHF 8.50


SEILPARK

Der grosse Seilpark im Abenteurwald ist sehr zu empfehlen. Hier findet sich auch die längste Tyrolienness Europas - quer über die Fee-Schlucht - 280 Meter gehts hin und 210 Meter wieder zurück.


KLEINZUG "ALLALINO"

Tipp: Eine Dorfrundfahrt mit dem roten Zügli verschafft einen guten Überblick über das Dorf. Wer möchte erfährt dabei allerlei Wissenswertes über Saas-Fee.

 

Im Sommer werden täglich (ausser Donnerstag) kommen-tierte Rundfahrten von 10.00 bis 16.00 Uhr angeboten.


PREISBEISPIEL JUGENDHERBERGE

(für eine Familie mit 3 Kindern (Beispiel: 1, 5 & 11 J.)

 

inkl. Hallenbad, exkl. Wellness in der Hochsaision (Juli):

Familienzimmer

CHF    222.- / Tag

CHF    1554.- / Woche

            inkl. Frühstück

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inkl. Hallenbad Wellness in der Hochsaision (Juli):

Familienzimmer

CHF    274.- / Tag

CHF    1918.- / Woche

            inkl. Frühstück



Ein Highlight jagd das nächste

Nach einem ausgiebigen Frühstück stehen für uns am nächsten Tage unglaublich viele Highights an.

 

Von Saas-Fee aus schwebt die Luftseilbahn Alpin Express und die neue Panorama-Felskinnbahn bis an die Gletscherzungen auf Felskinn (3’000 Meter). Von dort fährt uns die Metro Alpin, die höchste unterirdische Standseilbahn der Welt - WOW- zum Mittelallalin auf 3’500 Meter. Mega cool:

Bereits ein Abenteuer für sich: Aufregend und spektakulär fühlen wir uns in der U-Bahn, es ist alles dunkel um uns herum, in der Ferne erkennen wir ein paar Lichter.

Danach geht die Rekordjagd gleich weiter – nämlich zum weltweit höchstgelegenen Drehrestaurant. Von hier aus geniessen wir das 360° Alpenpanorama mit atemberaubendem Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau und geniessen einen zweiten „z'Morge-Kafi“. Die Kinder findens super lustig wie sich die Berge um uns herum drehen und kurzerhand wird das Restaurant in ein Karrusell umfunktioniert – geht auch... Wir geniessen, raten welchen Berg wir wohl gerade vor uns sehen und schmieden Pläne für die kommenden Tage, die wir in diesem Paradies verbringen werden.

Nach dieser atemberaubenden Verschnaufpause besichtigen wir die Eisgrotte, der Eingang befindet sich gleich bei der Station. Die Kleine ist sich sicher, dass hier Elsa aus ihrem Lieblingsfilm Frozen zu Hause ist und findet es so gar nicht gut, dass sie Zauberstab und Elsa-Kleid daheim gelassen hat.

 

Ein Highlight aus purem Eis

Aber: hier oben ist es sehr, sehr frisch, das Elsa-Kleid wäre hier so rundum falsch am Platz. Wir haben uns möglichst warm angezogen, aber so richtig reicht es noch nicht. Wir sind froh, am Eingang zum Eispalast kostenlos zur Verfügung stehende Daunenjacken zu entdecken. Wir überlegen nicht zwei mal. 

In einem Labyrinth aus Zimmern, Tunneln und zauberhaften Lichtern, entdecken wir Eisskulpturen und verschiedene Kunstwerke, allesamt beeindruckend beleuchtet. Wir tauchen in eine mehr als 2'000 Jahre alte Bergwelt ein. Im Innern findet sich nebst vielen wunderschönen Skulpturen eine Lawineneinsezenierung mit Lichteffekten sowie eine Druckwelle, die am ganzen Körper spürbar ist. Richtig cool: Die Kinder-Rutschbahn aus Eis.

 

Der in verschiedenen Farben leuchtende Sternenhimmel wie auch die gesamte Entdeckungstour durch die Grotte hat uns begeistert. Die Kleine wollte trotz minus 3 Grad gar nicht mehr heim „Ich wohne jetzt auch bei Elsa im Palast“.

Tipp:

Auf dem Allalin ist es wunderschön AAABER - auch im Sommer - sehr, sehr frisch. Es empfiehlt sich gute Schuhe (Hier liegt Schnee und im Eispavillon kann es auch mal ein wenig rutschig sein), eine Winterjacke und wenn vorhanden am besten auch gleich Handschuhe einzupacken.

Nach so viel Abenteuer verbringen wir den restlichen Tag gemütlich und ruhig auf einem schönen Grillplatz in Saas Almagell. Hier gibt es nebst einem kleinen Spielplatz auch einen Naturfussballplatz und eine Kletterwand. Wir geniessen.


Dorfrundweg

Am nächsten Tag bin ich früh wach. Wie ein kleines Kind konnte ich nicht lange schlafen, denn ich kann es kaum erwarten, in den Tag zu starten. Heute steht ein Ausflug zu meinen Lieblingstieren - den Murmeltierne - an. Draussen ist es noch dunkel, meine Lieben schlafen noch tief und fest, so schleiche ich mich leise hinaus und spaziere gemütlich durchs Dorf, in dem langsam, ganz langsam erstes Leben erwacht. Ich bewundere den urchigen Charakter, den das Dorf trotz moderner Infrastruktur bewahren konnte. Mit den alten Walliser Holzhäusern und Stadeln konnte der urtümliche Dorfcharakter beibehalten werden. Schön.

Ich bin dermassen früh unterwegs, dass ich mich spontan dazu entschliesse, einem Wanderweg zu folgen: Dieser lädt auf einen gemütlichem Dorfrundweg mit Panoramablick in die Berge und übers Dorf ein. Spätestens die auf dem Weg anzutreffende Kneippanlage hat mich überzeugt. Der Rundweg startet in der Wildi, dem hintersten Dorfteil, welcher seinem Namen alle Ehre macht. Im angrenzenden Wald trifft man scheinbar regelmässig heimische Wildtiere, wie Gemsen, Hasen, Rehe. Heute schlafen sie noch.

 

Ich bin um diese Zeit – wen wunderts – noch ganz alleine unterwegs und geniesse die Stille. In der Kurve Richtung Sportplatz gibt es einen Waldweg, der mich direkt zur Kneippanlage führt. Ich kneippe mich gesund und fühle mich anschliessend wirklich gleich um einiges vitaler und leichter zu Fuss. Mein Rundweg endet kurz darauf bei der Panoramabrücke. Schön wars.

 

Auf den Spuren der Murmeltiere

Zurück im Hostel – es ist immer noch früh – mache ich es mir im Bistro gemütlich, lese die Zeitung und bestelle einen feinen Kafi. Wie schön das Leben doch ist. Erst viel, viel später bekomme ich Gesellschaft von meiner Manschaft. Nach dem Frühstück gehts los, nun lasse ich keine Zeit mehr verstreichen, trotz Sprüchen wie: „Mami nimms doch chli easy“...

 

Im Coop decken wir noch Rüebli und Äpfel ein bevor wir mit der Seilbahn hinauf zur Station Spielboden schippern. Auf der Wanderung von Spielboden zurück nach Saas-Fee begegnet man den kleinen Nager mit etwas Glück. Das wäre schön. Wir laufen los und können unser Glück kaum fassen, als keine 150 Meter weiter unten bereits ein solches Tierli keck aus seinem Loch güggselt. Wir suchen uns ein Plätzchen neben einem Murmeli-Bau, packen den für sie mitgebrachten Proviant aus und schneiden Äpfel in Stücke. Dann sitzen wir und warten... Ein paar Minuten später schaut tatsächlich ein hungriges Murmeltierli aus seinem Loch hinaus. Am liebsten würde ich laut jauchzen, aber der Blick meines Mannes spricht Bände und ich reisse mich zusammen. Das Tierli merkt schnell, dass wir ihm nichts böses wollen und wagt sich immer mehr hinaus bis es zuerst von den Aepfeln der Kinder knabbert, etwas später in aller Seelenruhe auch mein Rüebli verputzt. Wir sind entzückt und können unser Glück kaum fassen, als es sich nach ausgiebigem Geknabbere zur Krönung sogar von uns streicheln lässt und dazu sogar genüsslich die Augen schliesst. Wahnsinn. Jöööö-Effekt garantiert.

Tipps

  • Noch lieber als Rüebli und Aepfel scheinen die kleinen Nager Haselnüsse zu haben.
  • Frühmorgens aufbrechen, der Murmeliweg ist bekannt und gegen Mittag im stärker frequentiert.

Noch lange bleiben wir hier sitzen. Doch irgendwann verzieht sich das Murmeli in seinen Bau. Mittagsschlaf? Wir stapfen die gut siebenhundert Höhenmeter hinunter ins Tal. Der Weg ist abwechslungsreich, führt lange unter Lärchen und an einem von einer gewaltigen Moräne eingefassten Gletschersee vorbei. Hinter jeder Wegbiegung könnte noch ein Murmeltier hocken. So laufen die Kids gwundrig voraus. Fast beim Dorfeingang passieren wir einen kleinen, feinen, schönen Spielplatz auf dem wir eine Pause einlegen (zumindest wir Erwachsenen).

 

Müde kehren wir zurück ins Hostel. Unglaublich: Keine drei Minuten später sind die Girls schon wieder voller Tatendrang und möchten ins Hallenbad. Heute bin ich dran, mein Mann darf ins Spa, ich verlagere meine müden Beine nach unten nebens Kinderbecken – und entdecke daneben – ich wurde erhört: einen warmen Whirlpool.

Ein tooller Abschluss eines wunderschönes Tages.

Geheimtipp: Restaurant Waldhüs Bodmen

Am Abend haben wir einen Tisch im Waldhüs Bodmen reserviert. Das Restaurant erreicht man ab Jugendherberge in ca. 15 Minuten zu Fuss durch den Wald, einem schönen Panoramaweg entlang... Abends ist der Weg beleuchtet. 

Das Restaurant ist der Hit - in allen Belangen.

Es gibt eine grosse, schöne Sonnenterrasse mit wunderschönem Blick über das Tal. Hier draussen gibts einen tollen Spielplatz, daneben sonnen sich Enten, Alpacas und wir trauen unseren Augen kaum: zwei Trampeltiere.

Auch im Innenbereich ist es mit Liebe zum Detail dekoriert und gemütlich, stilvoll eingerichtet. Aber das absolute Highlight kommt erst jetzt: Im Innenbereich ist der Raum durch eine grosse Glasscheibe getrennt, welche den Blick auf einen grosszügigen Hasen- und Meerschweinchenstall freigibt. Die Kinder haben eine riesen Freude. Wo sonst kann man im Restaurant essen und gleichzeitig Familie Hase beim Spielen zusschauen?

Ein grosses Kinderspielzimmer ist vorhanden. Das Essen ist liebevoll angerichtet und sehr, sehr lecker. Mein Mann kann es nicht lassen und bestellt - im Sommer - ein Fondue aus der Region. Why not. Besonders sympathisch fanden wir auch, dass man den Köchen beim Essen zubereiten zuschauen kann.

 

Tipps:

  • Unbedingt reservieren, hier ist oftmals sehr gut gebucht.
  • Mit Kindern den Tisch direkt an der Glasscheibe zum Hasenstall reservieren. Toll.

Rodelbobbahn Feeblitz

Für den nächsten – und leider bereits letzten – Tag in Saas-Fee planen wir eine Fahrt auf der 900 Meter langen Winter- und Sommer-Rodelbahn „Feeblitz“ für die uns die Kinder tags zuvor überredet haben "bitti, bittiiii, bittiiiiiiii". Und es lohnt sich. Sogar ich finde es super und jauchze mit Freude den Berg hinunter. Für meinen Geschmack könnte die Bahn noch etwas länger sein, aber für CHF 6.- pro Abfahrt kann man sich nicht beschweren und notfalls auch noch eine zweite Tour einplanen.

Nicht weit entfernt befindet sich der sehr schön, wunderbar in die Natur integrierte Minigolf-Platz Pit-Pat, der heute aus Zeitgründen auf uns verzichten muss. Auf uns wartet nämlich ein Märliweg.

Märliweg durchs Zwergenreich

Der Märliwegeg befindet sich zwischen Melchbode und Bärefalle leicht oberhalb von Saas-Fee. Inmitten des Lärchenwaldes erfahren wir die Geschichte von Pia. Wunderschöne Zeichnungen schmücken die Tafeln und die Sage wird durch verschiedene Elemente in der Natur zum anfassen nah inszeniert. Gemächlich und mit vielen Pausen an den einzelnen Stationen waren wir so 2 ½ Stunden unterwegs, ein tolles Erlebnis. Der Weg ist Kinderwagen- und rollstuhltauglich.

Leider geht - leider auch dieser Tag und somit auch unsere Zeit in Saas Fee zu Ende... Gerne wären wir länger in diesem kleinen Paradies geblieben, traurig sind wir nur bedingt, denn wir wissen schon jetzt, dass wir hier nicht zum letzten Mal gewesen sind.

Fazit

Saas Fee ist autofrei und liegt in einer atemberaubenden Bergwelt. Dies alleine verspricht schon wohltuende Ferien. Hier ist es heimelig und familiär und die alten Spycher am Dorfeingang signalisieren Traditionsverbundenheit. Schön. Die Restaurants sind mehrheitlich rustikal und einladend. Saas Fee ist inovativ und trumpft mit vielen, super-tollen Attraktionen und Ausflugsmöglichkeiten auf, um nur ein paar wenige davon zu nennen: Der Eispalast, das höchste Drehrestaurant der Welt, ein grandioser Seilpark, Rodelbahn, Mini-Golf, Kletteranlagen, schöne Spielplätze. Die Natur bezaubert, grenzenlose Wandermöglichkeiten stehen zur Verfügung, im Winter ein super-tolles Skigebiet, das für alle Schwierigkeitsgrade etwas zu bieten hat. Langweilig wird es hier bestimmt niemandem. Wir haben uns - nicht nur wegen dem ungezwungenden, schönen Ambiente in der Jugendherberge rundum wohl gefühlt und werden bestimmt wieder kommen. In diese "Perle der Alpen", wie sie auch unserer Meinung nach unbedingt bezeichnet werden sollte.

 

Heute brechen wir auf zur dritten, und gleichzeitig letzten Destination unseres Road-Trips, weiter gehts nach nach Crans Montana. Kommt Ihr mit, hier gehts lang...

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