4. Etappe: Roadtrip Northern California, 16.6. - 8.7.2016

Am 15. Mai 2016 starteten Denise und Ihr Sohne (5) mit Qatar Airwas von Zürich via Doha nach Denpasar. Reisezeit: ZRH-DOH: 5h45. In Doha gab es einen 2-stündigen Aufenthalt, dann ging es weiter: DOH-DPS: 9h25. Unsere beiden Weltenbummler waren insgesamt 17 Stunden unterwegs. Aber nun sind sie angekommen - auf Bali. Wie es Ihne geht. Lest am besten gleich selbst:


16. bis 25. Juni 2016: USA - Sierra Nevada

Wie die Zeit verfliegt! Wir sind schon 10 Tage                                         in den USA und ein Highlight jagt das nächste.

Aber von Anfang an. Und bevor ich es vergesse:

  1.  Ich bin unglaublich dankbar und „I cross my fingers“, dass wir bis anhin eine so reibungslose Reise erleben durften. Gerade hier in USA, mit dem vielen Auto fahren und ständigen unterwegs sein mit Kind, hatte ich schon Respekt. Aber es klappt einfach alles nur wunderbar und das finde ich toll und weiss es zu schätzen.
  2. Ein grosser Anteil an unserer tollen Zeit, hat das Wetter. Ich weiss, es ist ein bisschen gemein, weil es in der Schweiz so schrecklich ist. Aber wir haben einfach nur Glück und können hier in den Amerika täglich Sonnenschein pur geniessen. Und das macht natürlich alles noch ein bisschen schöner...

16.06. Ankunft in Los Angeles
DER FIJI-AIRWAYS FLUG WAR SUPER: Ein ganz neues Flugzeug mit Unterhaltung so viel sich ein kleiner Junge wünschen kann. Bevor er dann doch einschläft. Dank Datumsgrenze haben wir eine kleine Zeitreise gemacht und so ein bisschen Zeitgewinn kann in den Ferien ja nicht schaden! Abflug 21:40, Ankunft um 13:30 am selben Tag. Herrlich!
Auch die Einreise klappt gut und der Transport mit dem Shuttle ins Marriott am Flughafen. Dort bleiben wir bis am anderen Morgen.

17.06. Three Rivers
Nun holen wir unser Auto ab. Schon auf die schlimmsten Verkaufs- und Andrehtechniken der Mitarbeiter am Schalter gewappnet, stelle ich mich in die
kilometerlange Schlange.
ICH BIN NICHT DIE GEDULDIGSTE UND PROBIERE ES NACH 2 MINUTEN WARTEZEIT DANN DOCH MIT DEM SELBSER EINCHECKEN AM AUTOMATEN. Und siehe da! Zack-Zack habe ich mich durchgezappt und wir laufen los, um ein Auto auszusuchen. Es wir ein Jeep. Wir verlassen Los Angeles, machen einen SHOPPINGHALT IN BAKERSFIELD (in meinem Lieblingsladen Target) und kommen gegen Abend in Three Rivers an, wo wir in einem klassischen Motel übernachten.

18.06. Sequoia National Park

Wir schlängeln uns eine Passstrasse hoch und befinden uns im Sequoia NP mit seinen grössten Bäumen der Welt.

Den allergrössten Besuchen wir auch. ER HEISST GENERAL SHERMAN.

 

Schon beim Hereinfahren in den Park haben wir uns Tickets für die „Crystal Cave“ geholt. Ein tolles Erlebnis und unsere Führerin Caroline erzählt begeistert von der Höhle und lässt sie uns auch ganz ohne Licht erfahren. EIN HIGHLIGHT!

19.06. Sequoia – Kings Canyon National Park – Oakhurst

Wieder nehmen wir den Pass in Angriff und fahren durch den Sequoia NP hindurch zum Kings Canyon NP, wo wir einen weiteren General (die grössten Bäume haben dort alle einen Namen) besuchen und eine kleine Wanderung zu einem Aussichtspunkt über den Kings Canyon machen. Leider ist die Aussicht von Rauch getrübt. In diesem Fall zum Glück nicht wegen Waldbränden, sondern gewollten Feuern, die die Natur braucht um sich zu erneuern.

 

20.06. Yosemite National Park

Heute fahren wir von Oakhurst aus in den Yosemite NP. DIE FAHRT IST LANGE UND LANGWEILIG. Umso beindruckender dann die Einfahrt ins Yosemite Tal. Wir machen an verschiedenen Orten einen Halt, wandern ein bisschen und ich kann mich von den schönen Landschaften kaum mehr erholen.

21.06. Sugar Pine Railroad/ Oakhurst

HEUTE GIBT ES EINE ÜBERRASCHUNG FÜR MEINEN SOHN: wir fahren mit einer Dampflokomotive. Es ist die Sugar Pine Railroad und es macht viel Spass und ich geniesse es, mal nicht selber fahren zu müssen. Anschliessend machen wir einen Abstecher zum nahegelegenen Bass Lake und beschliessen den ruhigen Tag am Pool.

 

22.06. Oakhurst – Lake Tahoe
Wieder fahren wir durch den Wald Richtung Yosemite Valley, biegen dann aber ab, um über den Tioga Pass zu kommen. Es ist wunderschön!

10minütlich ändert sich die Landschaft. Von steinigen Abhängen zu tiefblauen Seen und grassgrünen Weiden. Es ist eine lange Fahrt heute und am Abend kommen wir in Lake Tahoe an. Aber: die Anstrengung hat sich gelohnt. Ich staune nicht schlecht über das Blau vom See und den Sandstrand am Ufer. Sohnemann staunt nicht. Er baut lieber gleich einen Tunnel.

23.06. Lake Tahoe

Ursprünglich hatte ich eine Fahrt mit der „Heavenly Gondola“ geplant. Aber aus der Nähe betrachtet, kann ich da auch das Seilbähnli bei uns zur Holzegg nehmen. Und für über 50$ mag die Aussicht zwar toll sein, aber wir wandern lieber selber. Es wird eine kurze Wanderung zu einem Wasserfall (Cascade Falls).
Wir machen es uns oberhalb, am Flüsschen gemütlich, liegen in der Sonne und spielen Lego.

24.06. Lake Tahoe – Chester
Wir haben eine über dreistündige Autofahrt vor uns. Doch die schieben wir zugunsten von etwas mehr Zeit am Lake Tahoe auf
UND VERBRINGEN DEN TAG AM SAND HARBOR BEACH.

HIER KÖNNTE ICH BLEIBEN - FÜR IMMER. Am Horizont verschneite Berge, unter mir Sandstrand, neben mir glasklares Wasser und von oben Sonne pur. Perfekt! Aber die nächste Destination ruft und die Fahrt entschädigt: endlose Weiten, Schluchten, Seen sehen wir auf der Fahrt.

25.06. Lassen Volcanic National Park
Heute wollen wir es brodeln und speien und rauchen sehen! Leider ist der von mir geplante Bumpbass Trail, der diese Attraktionen bietet, wegen Schnee und Eis noch geschlossen. Jaja! Schnee und Eis! Ich staune selber. Aber trotz der andauernden Wärme sind wir halt locker auf 2000 bis 3000 m.ü.M.! So durchfahren wir den Park mehr oder weniger nur, sehen und vor allem riechen dann aber doch noch, was so ein Vulkan kann. Sulphur Works heisst es dort. Auf deutsch übersetzt wohl „Faulige Eier“ ;-)

ES GÄBE NOCH SO VIELE DETAILS MEHR ZU ERZÄHLEN: Von den überraschend guten Motels, den gut organisierten Trails, den coolen Restaurants, die langen Fahrten.... Irgendwie habe ich das Gefühl, mit obigem Text der eindrücklichen Reise nicht gerecht zu werden. Andererseits würden weitere Ausführungen aber wohl den Rahmen sprengen. Aber wenn ihr Fragen habt, nur zu! Gerne gebe ich euch bei Bedarf nähere Auskunft.: MAMICHECK.CH LEITET ALL EURE FRAGEN AN MICH WEITER.


Bald geht unser Roadtrip weiter... Wohin uns die Reise noch so führt erfahrt Ihr schon bald an dieser Stelle. Ich schicke euch ganz viel Sonne und Wärme!


Liebe Grüsse, Denise


Northern Roadtrip USA:

DIE ERSTEN 10 TAGE IM KURZ-ÜBERBLICK:

16.6.:

Ankunft mit FIJI-Airways in Los Angeles
Übernachtung im Marriott Hotel am Flughafen

17.6.:

Mietwagen abholen

Von Los Angeles via Bakersfield nach Three Rivers, Übernachtung in einem klassischen Motel

Mein Tipp: Auf einen Stopp bei der Warenhaus-Kette "Target" in Bakersfield vorbeischauen:

18.6.:

Via Passstrasse hinauf in den Sequoia National Park (mit den grössten Bäumen der Welt!)

Besichtigung der Crystal Cave:

Die Crystal Cave
Die Crystal Cave

19.6.:

Weiter gehts zum Kings Canyon National Park inkl. kleine Wanderung zum Aussichtispunkt:

20.6.:

Nächste Destination: Ab Oakhurst fahren wir zum bekannten Yosemite National Park

UNSERE ÜBERNACHTUNG IN OAKHURST:

Denise: "Die Übernachtung war tip top, aber nichts besonderes. Wir waren im BEST WESTERN PLUS YOSEMITE GATEWAY INN (Website...) untergebracht. Im Motelstil, ganz verschachtelt am Hang mit verschiedenen Gebäuden und eher alter Möbilierung. Hier und da wurde es etwas aufgepeppt. Jedoch perfekt sauber, grosse Zimmer mit Terrasse. Ein eher kleiner Pool gehörte dazu. Hat auch einen Indoorpool (den wir nicht besichtigt haben), einen etwas abgelegenen Spielplatz (nicht allzu toll gewartet). Das eigene Restaurant serviert leckeres Frühstück (Omelette mit viel frischem Gemüse). Ich persönlich finde es etwas an der Grenze mit der Distanz zum Yosemite Valley (ca. 1 1/2 Stunden Fahrzeit pro Weg). Bei einem nächsten Mal würde ich wohl im Park selbst übernachten. Dies ist allerdings teuer und auch oft und lange im voraus ausgebucht. Auch die Campingplätze im Park waren bereits alle ausgebucht. 

21.6.:

Wieder zurück in Oakhurst überrasche ich meinen Sohn heute mit einer Fahrt mit der Dampflokomotive: Der Sugar Pine Railroad

Anschliessend baden wir im Pool.

22.6.:

Von Oakhurst aus fahren wir Richtung Yosemite Valley, biegen dann ab um über den Tioga Pass zum Lake Tahoe zu kommen. Wunderschön.

23.6.:

Wir geniessen den Lake Tahoe und machen eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall (den Cascade Falls).

24.6.:

Wir verbringen den Tag am Sand Harbor Beach. Hier könnte ich bleiben, für immer:

25.6.:

Ausflug zum Volcanic National Park um einen Vulkan brodeln zu sehen.


Wie unsere Reise weiter geht... Ihr erfahrt es schon baald - hier an dieser Stelle!


 

MEIN REISEBEGLEITER

Mein schönster Reisebegleiter: Das Armketteli aus Mondstein, der Stein der Reisenden, der uns beschützen soll hat mir meine liebste Freundin geschenkt.



26. Juni bis 4. Juli 2016: USA

Schon wieder sind 10 Tage verflogen, verrückt! Wir sehen und erleben so viel hier, dass wir kaum aus dem Staunen herauskommen.

Unsere Tage sind gefüllt mit Packen und/oder Auspacken, Auto fahren, Picknicken, kleinen Wanderungen, bekanntere und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten ansehen und manchmal sind wir auch einfach nur. Aber mal schön der Reihe nach:

 

26. Juni: Redding - Shasta Damm

Nach dem Frühstück fahren wir hoch zum Shasta Damm. Einem eindrücklichen Bauwerk und dem zweitgrössten Staudamm Amerikas (gemessen am Verbrauch von Beton). Mit dem Lift fahren wir tief hinunter ins Innere des Dammes, lernen viel über das Funktionieren und den Bau und schauen uns auch das Power House an.

SOHNEMANN IST TIEF BEEINDRUCKT. Neuerdings zeichnet er seine Erlebnisse nicht mehr, sondern baut sie mit Legos nach. Auf der Weiterfahrt an die Küste entstehen also mehrere Staudämme in erstaunlicher Genauigkeit.

27. Juni: Arcata - Redwoods
Kurz vor der Küste war es soweit. Wolken. Kälte. Wind. Herrlich! Nach der Hitzewelle der vergangenen Tage kam uns das ganz gelegen. Und auch zum Zielort des heutigen Tages passte es ganz gut: Fern Canyon:
EINE WAHNSINNIG SCHÖNE, MYSTISCHE SCHLUCHT mit farnbehangenen Wänden. Man kann einem abenteuerlichen Trail am und im Bach der Schlucht folgen und über einen Waldweg zurückkehren. Auch die Fahrt zur Farnschlucht ist ein bisschen aufregend: über eine eher enge, kurvige Waldstrasse und durch ein paar kleine Flüsschen hindurch fährt man zum Ausgangspunkt für die kleine Wanderung. Ich war froh um meinen SUV! (Obwohl, es hatte dann auf dem Parkplatz auch normale Autos.)

28. Juni: Arcata - Fort Bragg
Auf dem Weg weiter Richtung Süden fahren wir statt dem schnellsten Weg die „Avneue of the Giants“.
WIR MACHEN DORT MEHRERE FOTOSTOPPS UND DEN WUNDERSCHÖNEN TRAIL AM "FOUNDERS GROVE".

Und dann nehmen wir eine weitere kurvenreiche und bergige Strasse unter die Räder, um für eine Nacht nach Fort Bragg zu gelangen.


29. Juni: Fort Bragg - Gualala
Auf dem Weg zum nächsten Ort machen wir halt beim Point Arena Lighthouse und besteigen dieses auch. Und dann fahren wir nach Gualala. Ein ganz kleines Ort am Highway 1.
ES WAR EIN KURZFRISTIGER ENTSCHEID HIER ZWEI NCHTE ZU BLEIBEN - UND EIN GUTER: wie uns der Motelbesitzer erzählt, ist Gualala im Gegensatz zu den nördlich und südlich gelegenen Küstenorten sehr sonnensicher. Und das geniessen wir dann auch.

30. Juni: Redding - Gualala
Wir verbringen den grössten Teil des Tages am Strand des Gualala Point Regional Parkes. Zwar lädt die Strömung, die Wellen und die Temperatur im Meer überhaupt nicht zum baden ein, aber Sand reicht ja auch, um Sohnemann zu beschäftigen.

1. Juli: Gualala - Marin County
Wieder nehmen wir den längeren Weg und fahren dem Highway 1 entlang, statt auf der schnellsten Route zu unserem Motel im Marin County zu gelangen.
ZUERST EINMAL MACHEN WIR EINEN SPONTANEN STOPP AM FORT ROSS. Eine etwa 200jährige Festung, die zu den wohl älteren Gebäuden Amerikas zählt. Sie war in Russischer Hand und diente vor allem dem Handel.

Weiter passieren wir Point Reyes Station, Stinson Beach und Muir Beach. Einmal mehr viele Kurven und Berge. ABER WUNDERSCHÖN! Abends nisten wir uns für vier Nächte in der Marin Lodge in San Rafael ein. Ich wollte nördlich von San Francisco bleiben, da ich unbedingt noch etwas von den „Wine Valleys“ sehen wollte und dafür ist die Lage ideal. Ausserdem ist die Stadt mit Auto nicht so prickelnd. Nö, nicht wegen dem Fahren. Aber die Hotels kassieren gut und gerne mehr als 60$, um das Auto einen Tag zu parkieren. Mit dem Geld kaufe ich mir lieber eine gute Flasche Wein. Oder Glace. Oder noch ein T-Shirt.

2. Juli: Sonoma Valley
Ich entscheide mich für einen Ausflug ins Sonoma Valley, um die Weinlandschaften zu sehen. Wir machen gegen Mittag Halt im charmanten Städtchen Sonoma. Rund um die Sonoma Plaza gibt es hübsche Shops, viele Restaurants und einen Glace-Laden. Und der hat
LAVENDEL-HONIG-GLACE. Wer muss da noch wegen Wein ins Sonoma Valley?!? Wir geniessen’s und verbringen noch ein bisschen Zeit auf dem Spielplatz in der Mitte der Plaza, bevor wir weiter durch das Valley düsen und das Pacific Coast Air Museum besuchen. WIR BRAUCHEN DAS AB UND ZU: EIN BISSCHEN FLUGIS STREICHELN und über die Fliegerei plaudern. Das Museum ist nichts besonderes. Eher so ein Liebhaberdings. Aber es war für meinen Sohn eine Überraschung und die ist geglückt.

Auf dem Heimweg kann ich nicht anders und halte beim Petaluma Village Premium Outlet. Mami überrascht sich eben am liebsten selber. Diese Überraschung ist auch ganz gut geglückt!

3. Juli
IRGENDWIE IST DIESER TAG "VORIG": Wir sind ganz früh raus, um von einem Aussichtspunt endlich einen Blick auf die Golden Gate Bridge zu erhaschen. Aber denkste! Auf etwa halbem Weg dorthin kommt die Nebelwand und beim Outlook sieht man die Hand vor dem Gesicht nicht. Ungetaner Dinge kehren wir ins Hotel zurück und faulenzen. Auch mal schön. Ich packe mal wieder die Koffer um. Nun brauchen wir nur noch einen und den andere wird mit Dreckwäsche und anderem Unnötigen gefüllt und bleibt dann im Auto.

 

Nach dem Mittag beschliessen wir im Kino „Finding Dory“ zu sehen. Ganz unamerikanisch laufen wir die 40 Minuten zum Kino und zurück. Where’s a will there’s a way. Auch ohne Trottoir!

4. Juli: San Francisco und INDEPENDENCE DAY:
Vierter Juli. 4th of July. Independence Day. Amerikanischer Nationalfeiertag.

Schon vor Monaten habe ich Billets für Alcatraz gebucht. Und das war gut so! Als wir bei der Kasse ankommen steht gross, dass die nächsten Tickets für den den 11. August zu haben sind. Also über einen Monat später! Bevor wir aber die Fähre zur Gefängnisinsel besteigen (dürfen), bleibt uns noch etwas Zeit und wir essen am (sehr touristischen) Pier 39 unser Frühstück. Natürlich bummeln wir auch durch die Shops, kaufen eine Mini-Golden Bridge und sehen ein paar Seelöwen, bevor es dann wirklich unsere Zeit ist, um nach Alcatraz zu fahren. Diese ist wirklich sehr eindrücklich und sogar mein zappeliger Sohn hört der Audiotour bis zum Schluss aufmerksam zu. Achtung! Es ist nicht ganz ohne! Es wird auch ziemlich detailliert von blutigen Schiessereien berichtet.

 

ZURÜCK AUF DEM FESTLAND STELLEN WIR UNS IN DIE REIHE UM MIT EINEM CABLE CAR ZU FAHREN. Ein tolles Erlebnis für meinen Kleinen und auf der anschliessenden Heimfahrt entsteht sogleich eine Lego-Miniatur eines solchen Trämli.

Am Abend wäre noch ein Feuerwerk zu sehen. Aber wir sind müde und es zieht uns „nach Hause“. Auch fraglich ob beim aufkommenden Nebel überhaupt was zu sehen ist? Wir waren fast 10h Stunden in der Stadt und die 40$ „event daily fare“ für den Parkplatz waren hochgerechnet somit nicht allzu happig. Ich sage ja: Auto in der City ist nicht so toll!

5. Juli: San Rafael - Monterey
Wir fahren zeitig los. Der Verkehr hat nun im Gegensatz zum nördlichen Teil der Küste doch um einiges zugenommen. Fast ohne Halt fahren wir zu unserem nächsten Etappenziel durch. Nur am zum Beach Boardwalk von Santa Cruz machen wir einen Abstecher und schauen uns die fröhlichfarbigen Chilbi-Bahnen an. Klar, Sohnemann möchte bleiben... Aber wir haben heute schon das Monterey Bay Aquarium als Attraktion geplant. Wir lassen das Auto in Monterey beim Motel stehen und laufen zum Aquarium.

Auch hier hat es mehr Leute als bei jedem Ausflug zuvor. Das liegt sicher an der südlicheren Lage, aber wohl auch an der Ferienzeit, die nun definitiv rund um den Globus begonnen hat. Das Aquarium ist ziemlich gross. Dennoch hätte ich mehr erwartet für die 50$ Eintritt (Kinder 30$), muss ich ganz ehrlich gestehen. Es gibt nichts, dass ich nicht auch schon in einem anderen Aquarium gesehen hätte. ABER SOHNEMANN IST ENTZÜCKT UND SO FREUT MICH DER BESUCH NATÜRLICH AUCH. 

Auf dem Heimweg ist plötzlich ein Farmer’s Market und wir probieren uns durch all die Früchte, die diese fruchtbare (gemachte?) Gegend Kalifornien’s so produziert. Mmmmmhhh! So fein!

6. Juli: Monterey - San Luis Obispo
Die letzte Attraktion unserer Reise können wir sozusagen im Vorbeifahren mitnehmen: Big Sur.
DIESE WUNDERSCHÖNE STRECKE DES HIGHWAY 1 MUSS MAN WIRKLICH GENIESSEN. Und wie mein Reiseführer schreibt: man will um jede Kurve halten um die wildschöne Küste noch einmal zu sehen und noch einmal zu fotografieren! Das mache auch ich, wenn die Turnouts und Vista Point-Parkplätze nicht gerade überfüllt sind. Bei den McWay-Falls und den Seeelefanten machen wir jeweils eine längere Pause um die Beine zu vertreten.

Tja und nun geht sie langsam zu ende, unsere lange Reise um die Welt. Am 8. Juli fliegen wir via Istanbul nach Hause. Natürlich freue ich mich darauf: FAMILIE, FREUNDE, MEINE BADEWANNE, MEIN BETT... Aber ganz ehrlich: wenn ich könnte, würde ich grad noch den Rest Amerikas abfahren. Oder vielleicht über Hawaii’s Inseln hüpfen? Oder noch etwas mehr Zeit in Südostasien verbringen? Ah! Oder Costa Rica! Und überhaupt Mittelamerika... Es gibt noch so viel zu sehen!

Danke, liebe Welt, für diese wunderbare Zeit. Wir kommen bald wieder.
Alles Liebe, Denise

ROADTRIP-TIPPS VON DENISE

1. Midsize SUV

Ich buche für die USA immer einen Midsize SUV. Einerseits, weil ich einen solchen auch zu
Hause fahre und gerne etwas höher sitze. Andererseits war ich auf dieser Reise froh, als es über Kieselstrassen und durch kleine Flüsschen ging. Und gerade für einen Roadtrip war der nicht zu gross! Einige Sachen (bei uns Getränke auf Vorrat, Turn- schuhe, Dreckwäsche, Ruck- sack, Kühltasche etc.) bleiben immer separat im Auto, und ich war froh um den Platz.

2. Autoausstattung
Musik: Wenn man im Auto gerne Musik hört, sollte man sich um eine Alternative zum Radio bemühen. Die Strecken sind lang, die Täler tief und die Frequenzen schwach. Kaum ein (guter) Radiosender hält es länger als 10 Minuten durch. Bei meiner Vermietung (Alamo) hätte ich Satellitenrado (heisst SiriusXM) dazu mieten können. Natürlich kann man meist auch CD einschieben. Ich habe mich für die dritte Lösung entschieden und das iPhone mit dem Autoradio verbunden (via AUX).

Gangschaltung: Unsere Strecke bestand zu gefühlten 90% aus Kurven. Zum Teil sehr sehr engen. Und dies bergauf, bergab. Natürlich war ich bergauf dankbar um den Automaten (gibt in USA nix anderes). Aber wenn es dann runter ging, war ich sehr froh, konnte ich meinen Jeep von Hand gangweise runterschalten, um mit dem Motor zu bremsen. Das konnten nicht alle Autos, die ich bei der Vermietung zur Auswahl hatte. Da würde ich auf jeden Fall wieder drauf achten!

Distanzen: Niemals die Distanzen unterschätzen und immer schön volltanken vor jeder Fahrt die länger als 2 Stunden dauert. Das war meine Devise und damit bin ich gut gefahren. Es war tatsächlich öfters sehr einsam und weitläufig auf unserer Strecke. Und ohne Möglichkeit zu tanken.


Maut: Strassen in Kalifornien sind – im Gegensatz zu anderen Staaten - gratis.

 

Ausser die Brücken, die nach San Francisco führen (und nur diese Richtung). Die Golden Gate Bridge kostest 7.50$. Dort kann man leider auch nicht (mehr) cash beim drüberfahren zahlen. Es ist aber ganz einfach, sich im Voraus online zu registrieren.

Die Golden Gate Bridge kostest 7.50$
Die Golden Gate Bridge kostest 7.50$

Man definiert einen Zeitraum, in dem man über eine Brücke fährt, vermerkt seine Autonummer und die „Tolls“ werden dann direkt der Kreditkarte abgebucht. Man kann auch bis 48 Stunden im Nachhinein bezahlen. Oder man verlangt bei der Autovermietung ein Kästchen, mit welchem man dann durch die Zahlstelle fährt, aber dieses hätte mich zum Beispiel knapp 20$ extra gekostet.

3. Strassenkarte
Ich habe alles mit Google Maps gemacht. Nun war es aber so, dass ich sehr oft kein Netz hatte und somit auch keine neue Route berechnet wird. Ich habe aber im Voraus meine Zielorte und Offlinekarten abgespeichert.

So bin ich tiptop über die Runden gekommen und habe nie ein Ziel verfehlt. Also, auch wenn man sich ein Guthaben kauft, um online zu gehen, nützt das natürlich nichts, wenn man keinen Empfang hat. Unbedingt vorausdenken!


4. Tanken
Die hiesigen Tanksäulen akzeptieren meist keine Europäischen Kreditkarten (man muss den ZIP/Postleitzahl als Sicherheit eingeben und diese erkennt das System dann nicht). Man kann die Karte aber reinbringen und der Tankwart öffnet die Säule.
Oder man bringt einen bestimmten Betrag in Cash und tankt dafür. Hat man zuviel bezahlt, kriegt man das Geld auch wieder zurück. Ich habe meist „Overpay“ gemacht, damit ich den Tank jeweils ganz füllen konnte.

Grundsätzlich ist es aber recht einfach in den USA Auto zu fahren. Die Beschriftungen sind ausgezeichnet, aggressive Fahrer gibt es selten und die meisten Langsamcruiser neh- men die angezeigten „Turnouts“, um die Schnelleren vorbei-zulassen.


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