Familienabenteuer: Escape Room

Corinne, Mami von 2 Kindern (8+13): Ooops we did it again. Mögt Ihr euch erinnern. Vor einiger Zeit hat mich meine Familie um einen rundum gemütlich angedachten Sonntag gebracht. Vorgestellt hatte ich mir folgendes: Im Piji herumlümmeln, Gesellschaftspiele spielen gefolgt von einem Spaziergang durch den Wald. Pustekuchen. Die Familie hat mich an (m)einen ersten "Escape Room" geschleppt. Und nun haben sie es wieder getan. Na denn...


Auf ins Auenland der Hobits

Oops we did it again. Mögt Ihr euch erinnern? Vor einiger Zeit hat mich meine Familie um einen rundum gemütlich angedachten Sonntag gebracht. Vorgestellt hatte ich mir folgendes: Im Piji herumlümmeln, Gesellschaftspiele spielen gefolgt von einem Spaziergang durch den Wald. Pustekuchen. Die Familie hat mich an diesem Tag an (m)einen ersten "Escape Room" geschleppt. Und nun haben sie es wieder getan. Na denn...


Gelernt habe ich damals: "Escape Rooms" sind Team-Spiele, bei dem in der Gruppe mit Hilfe von Gegenständen und Hinweisen Rätsel gelöst werden müssen, um aus einem unbekannten Raum zu entkommen "zu escapen". Eigentlich sind Knobeleien & Co. nicht so ganz meins, aber ich muss gestehen, es hat viel Freude gemacht. Dieser erste Escape Room war wunderbar für Familien gedacht, heute steht wiederum ein familientaugliches Abenteuer auf dem Plan, bei dem auch unsere "Kleine" (für Kinder ab 7 Jahre) bereits mit von der Partie sein kann.

Heute dreht sich alles um "Herr der Ringe". Mein Mann - grosser Fan der Trilogie - ist begeistert und ich bin überzeugt, auch den Girls würde dieses Fantasieabenteuer restlos gefallen, sofern sie es denn schon schauen dürften. Aber ich schweife ab. Wer den Film kennt weiss, hier dreht sich alles um einen magischen Ring, den es vor den bösen Mächten zu verstecken und schliesslich zu vernichten gilt. Und wir, ja wir haben heute quasi dieselbe Mission wie Frodo, Bilbo Beutlins, Aragon und all ihre vielen, mutigen Freunde aus Tolkiens Welt: Unsere Aufgabe: "Findet den Ring". Na denn... Was die können, schaffen wir doch längst, oder?

 

So pilgern wir an diesem regnerischen Sonntag-Nachmittag nach Oftringen (5 Fahrminuten ab Aarau), Ziel: Die Räumlichkeiten von "Mystery Game" (Link...). Das Haus befindet sich direkt an der Durchfahrtsstrasse Oftringen, kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung. Das eher kahle Bürogebäude hat etwas sehr Anonymes. Was uns wohl hinter der Türe erwarten wird?

Das Entree ist grosszügig, hell und gemütlich eingerichtet. Uns gefällts. Wir melden uns an und machen es uns mit kühlen Getränken und den bereit liegenden Knobelspielen gemütlich bis es losgehen kann. Einer der drei sympathischen Escape Room Gründer begrüsst uns persönlich und berichtet über die Entstehung der drei Räume.


Langsam wird mir mulmig.
Was wird uns im Raum erwarten? Sicherheitshalber erkundige ich mich ein zweites und dann noch ein drittes Mal (ob ich nerve?), ob wir da drinnen fest erschreckt werden, ob es unheimliche Momente geben wird und was passiert, wenn die Notfalltüre nicht funktioniert. Lieber noch mal auf Nummer sicher gehen... So eine richtig beruhigende Antwort bekomme ich nicht, halte mir aber motivierend vor Augen, dass auch unsere Kleine mit rein darf. Das kann - für mich - nur Gutes bedeuten.


Unser Raum heisst "
Ring der Macht - Findet den Ring". Daneben befinden sich noch zwei weitere im Angebot (Saw = nichts für schwache Nerven = nichts für uns/Familien und der Raum Sherlock Holmes = dieser  muss schlicht grossartig sein, Besucher, die uns entgegen kommen berichten aufgestellt und nur das Beste. Wir merken's uns - Für's nächste Mal!).


Und dann geht's auch schon los: Wir werden von einer freundlichen Mitarbeiterin begrüsst, sorgfältig über Regeln und Verhaltensweisen instruiert und in die Geschichte eingewiesen.

Der „Ring“ wurde durch Bilbo in seinem Haus versteckt, nichts schien die ländliche Idylle zu stören. Doch die Ruhe täuscht. Zwerge haben nämlich die gefürchteten Orks gesichtet, die zum langen Marsch aufgebrochen sind, um besagten Meister-Ring zu finden. Unsere Mission: Wir dürfen es nicht zulassen, dass die Orks den Ring finden und dadurch an die Macht gelangen. Wir haben 60 Minuten Zeit, um den Ring vor den Orks zu finden und in Sicherheit zu bringen. Ich würde mal behaupten: Der Druck ist nicht gerade klein.


Wir werden immer "kribbeliger" und können es kaum erwarten, endlich zu starten. Trotzdem bin ich "gwundrig" was die Hintergründe eines solchen Escape Rooms anbelangt und frage nach: Wir erfahren, dass ein solcher Raum von der Entwicklung bis zur Fertigstellung etwa ein Jahr in Anspruch nimmt. Ein enormer Aufwand solch ein Hobbit-Häuschen mit integrierter "Rätselstube" nachzubauen, Wahnsinn.


Hinein durch die Pforte (mein Mann belehrt mich: es sieht aus wie beim "richtigen" Hobbit-Haus") und schon stehen wir mittendrin. Hinter uns ist das Klicken der ins Schloss fallenden Türe zu vernehmen.

Wir sind auf uns alleine gestellt. Ich kann nur hoffen, dass uns irgendwer vermisst melden wird, sollte diese Sache nicht gut ausgehen. Wieso bloss bin ich hier die einzige die gemischte Gefühle hat, die Kinder freuen sich, sind ganz aufgeregt, GöGa ist bereits mitten im Jadgfieber. Na denn. Eine Stunde haben wir Zeit. Ob wir es schaffen werden, die Welt zu retten?

 

Wir starten im Wohnzimmer von Bilbo und tauchen zeitgleich in die wunderbare Welt der Hobbits ein. Die Szenarien sind liebevoll an den Bestseller von J.R.R. Tolkien angelehnt. Und auch wenn ich den Film selbst nicht gesehen habe, bin ich begeistert. Die Einrichtung ist unglaublich lieblich und mit so vielen Details ausgestattet. Wunderhübsch. Mein Mann zerrt mich am Ärmel: "Keine Zeit für Staunereien, wir haben zu tun". Die Girls "nuschen" bereits durchs Zimmer und suchen nach hilreichen Hinweisen. Im Bürotisch, unter dem Teppich, hinter dem Bild an der Wand, in der Vase, neben der Uhr...

Wir entdecken wichtige Botschaften, sammeln Rätsel, für welche es wiederum weitere Hilfsmittel benötigt, um eine Lösung zu erhalten, wir beraten uns, geben uns Tipps, stossen auf Ungereimtheiten... Bereits nach wenigen Sekunden hat uns dieser Escape Room komplett in sinen Bann gezogen. Es macht unglaublich viel Spass, auch die Kleine ist hochmotiviert und kann uns Hinweise liefern, auf die wir teilweise wahrlich nicht selbst gekommen wären. Einmal mehr wird mir bewusst, dass Kinder oftmals so viel aufmerksamer sind als wir Erwachsenen.

Halbzeit. Wir haben schon so Einiges geschafft. Vom Ring jedoch fehlt jegliche Spur. Wir stehen vor einer schweren Holztüre, es wird klar, unsere Reise muss dahinter weiter gehen. Bloss... wie kommen wir da rein? Bestimmt gibt es da so einige Gruppen, die diese Hürde ruckizucki hinter sich bringen. (Unsereins gehört da wohl eher nicht dazu). Wir studieren, grübeln... stehen an, kommen nicht mehr weiter.

 

Gut nur, dass es DIE GLOCKE gibt. Im äussersten Notfall dürfen wir sie läuten um einen Tipp des Game Masters (der/die das Spiel im übrigen während der gesamten Spielzeit überwacht. Ein gutes Gefühl) zu bekommen. Und tatsächlich sind wir anschliessend einen kleinen Schritt weiter, die Tür geht auf und wir befinden uns in Bilbos Schlafzimmer, ebenso hübsch wie die ersten Räume  und mit ganz vielen entzückenden Details eingerichtet. Die Zeit jedoch ist knapp, die 60 Minuten rücken gnadenlos dem Ende zu und wir scheinen dem Ziel noch weit entfernt.

 

Ich sags euch... unsere Nerven befinden sich zu diesem Zeitpunkt in ziemlich heikler Verfassung.

57 Minuten später geht die Tür mit einem leisen Klicken wieder auf. Kaum zu glauben, aber wir haben es geschafft - inklusive Ring und stolzen Hauptes krackseln wir hinaus in Richtung Freiheit. Und das obwohl ich eine Stunde lang mehr oder weniger kopflos durch die Gegend gerannt bin. Ich war praktsich Rund-um-die Uhr hochkonzentriert und stand unter Daueranspannung. Kids und Mann waren da um einiges entspannter, ich im Gegenzug hab' ein ziemlich straffes Sportprogramm (Adrenalin verbraucht Kalorien!) hinter mir..

 

Ansonsten haben wir - ich relativiere, vor allem meine blitz-gescheite Familie - Rätsel (zwischendurch ultra-kompliziert wie ich finde) gelöst, die richtige Zahlenkombi entziffert, nachgedacht, nach Lösungen gesucht um die Türe in den nächsten Raum zu öffnen... Die Räume bieten ganz verschiedene Rätsel - nicht nur mit Zahlen, sondern auch mit Bildern, Farben oder handwerklicher Art. Mit Intuition und Assoziation findet man den Weg. Toll ist, dass jedes Familienmitglied - Klein wie Gross - etwas beitragen konnte (Ja, irgendwann war sogar mein Hinweis von Nutzen).

 

Unsere Grosse fand den entscheidenden Hinweis um in den nächsten Raum zu gelangen. GöGa wiederum konnte sich die leuchtende und immer wieder blitzschnell verschwindende Farbkombination des Drachen am besten auswändig merken, und nur dank Kleinen haben wir nach langer Grübelei herausgefunden, wie wir den mächtigen Zauberstab "zu Leben erwecken"

 

Oftmals haben wir herumgewuselt, so das unsere Taktik in undefinierbarem Chaos ausgeartet ist, aber irgendwie, mit vereinten Kräften, haben wir das hinbekommen. 

Fazit:

Was für ein toller und für einmal ganz besonderer Familienausflug. Wir haben geschwitzt, geknobelt, schlichen herum, schmiedeten Pläne, flüsterten, schrien, jauchzten und verzweifelten... Und hatten durchwegs einen riesen grossen Spass in diesem tollen, nachgebauten Hobbithäuschen mit den vielen lieben Details und ausgeklügelten Rätselvarianten.

 

Am Ende waren wir alle ziemlich stolz, dass wir es da heil wieder raus geschafft haben - und dabei erst noch die Welt gerettet haben. Die Räume sind mit unglaublich viel Liebe und Herzblut gestaltet, die Rätsel extrem gut ausgeklügelt. Ein ganz, ganz besonderes Highlight und ganz grosses Kino ist das Rätsel mit den... Nein stopp, ich darf euch nicht zu viel verraten.

 

Es ist ein tolles Erlebnis, diese "Rätsel" als Einheit/Familie zu lösen. Die Zeit, auch wenn sie nur so vorbei geflitzt ist, hat uns allen gut getan und wir werden noch lange an dieses aussergewöhnliche Erlebnis zurück denken. Schattenseite: Der Spass ist nicht ganz günstig, aber wenn man nun weiss, wie viel Arbeit, Zeit, Aufwand und Herzblut in solch einem Raum steckt, relativert das vieles und die Eintrittspreise sind fair. Kurz und gut: Wir können den "Ring der Macht" für Familien wärmstens empfehlen.

Bemerkung: Zu gerne hätte ich euch noch viele, viele mehr Fotos von unserem Abenteuerausflug gezeigt. Aaaber: Ich darf nicht, weil ich euch sonst zu viel verraten würde.

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Kontakt
MYSTERY GAME - Escape Rooms Oftringen
Aeussere Luzernerstrasse 20,
4665 Oftringen
Mail: info@mystery-game.ch

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Was darf auf keinen Fall fehlen, bevor's seelig wieder heim zu geht? Genau : Ein grosses Prosit auf uns! Weltherrschaft gerettet. #gerngscheh.



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