Life is campastic: Unser Glamping-Abenteuer in Laax

Corinne, Mami von 2 Kindern (7+12): Ich habe eine Schwäche für ausgefallene Unterkünfte: Hippiebus, Baumhaus, Holzhäusle im tiefen Wald, Iglu... Nur her damit.

Aber Zelten? Zum letzten Mal hab' ich vor "pieeep" Jahren campiert. Damals mit der "Teenie-Clique", am schönen Ägerisee, tagelang und ohne Dusche.

 


Abtauchen in eine andere Welt.

Ich habe eine Schwäche für ausgefallene Unterkünfte: Hippiebus, Baumhaus, Holzhäusle im tiefen Wald, Iglu... Nur her damit. Aber Zelten? Zum letzten Mal hab' ich vor "pieeep" Jahren campiert. Damals mit der "Teenie-Clique", am schönen Ägerisee, tagelang ohne Dusche. Es war toll. Unterdessen ist die Vorstellung auf kleinstem Raum, bei Regen, Schlamm, Kälte und auf unbequemen, dünnen Luftmaträtzli zu schlafen nicht mehr so meins (und meines Rückens).

 

Aber Glamping.. wollte ich schon immer einmal ausprobieren. Gesagt, getan. Als ich einer Freundin erzählte, dass wir übers Wochenende im TCS Pop-Up Glamping-Dorf in Laax sein werden, guckte sie mich erstmal mit grossen Augen an. „Glamping? Was soll das sein? Davon habe ich noch nie gehört.

Glamping – Eine coole Art zu zelten

GLAMour und CamPING. Beim Glamping gibt es grosse Zelte mit komfortablen Betten, Badezimmer oder eigenem WC-Häusschen, Heizung falls notwenig, Licht und Steckdosen. Quasi Camping mit zusätzlichem Luxus und Stil. Oftmals befinden sich Glamping-Locations an speziellen Locations 

Ein ganz besondere Glamping-Dorf entstand auf der abgelegenen Alp Plaun auf 1620 Meter über Meer oberhalb von Laax. 20 stilvoll eingerichtete, 25 m2 grosse Zelte und ein Gemeinschaftszelt finden sich hier umringt von fantastischer Natur: Morgens das hübsche Bergpanorama und die auf der Wiese vor dem Zelt herumwuselnde Murmeltiere zu bewundern, gehört auf jeden Fall zu einem der ganz besonderen Reiseerlebnisse.

 

Fangen wir mal mit der Rezeption, die gleichzeitig auch als Bar und Gemeinschaftsraum hinhält. Sie ist so schick, dass man spätestens hier nicht mehr an den typischen Campingplatz erinnert wird. Hier haben wir Gesellschaftsspiele gespielt, Gute-Nachtgeschichten vorgelesen und uns an der Bar feine Cocktails ausschenken lassen.

 

Direkt vor der Tür gibt's den hübschen Platz im Zentrum der Zelte, wo sich Essgelegenheiten, Lagerfeuer, gemütlichen Sitzsäcke und eine gutausgestattete Kiste mit diversen Spielsachen (Federball, Kubb, Fussball...) befindet:

Ganz in der Nähe des Gemeinschaftszeltes befindet sich auch ein gut ausgerüstetes, sauberes und nach Geschlechter getrenntes Duschhäuschen sowie zusätzliche Kompotoi-Toiletten:

Obendrauf gibt's entspannte und super aufgestellte, freundliche Mitarbeiter. Ein riesen Kompliment geht an dieser Stelle an die herzliche Crew, die in wenigen Wochen unglaubliches geleistet hat und hier oben ein wahres Paradies auf Erden auf die Beine gestellt hat.

Unser Zelt

So ein 25 m² hübsches Zelt muss man einfach einmal kennengelernt haben. Auf kleinem, stylishem Raum gibt es neben einem Doppelbett, hübschen Sitzgelegenheiten, zwei Nachttischchen (inklusive Nespressomaschine), Handyladestation und der zelteigenen Terrasse mit Liegestuhl, auf der wir den Tag bei einem Glas Wein/Sirup jeweils ausklingen liessen. Sogar ein „hauseigenes“, wunderhübsches Kompotoi (ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals so über ein WC-Häusschen sprechen würde) gibt es zu jedem Zelt. Super praktisch, gerade mit kleinen Kindern, so das man sich keine Gedanken machen muss, ob man irgendwann nach Mitternacht mit super-müden Kindern einmal quer über den Platz marschieren muss. Lediglich zum Händewaschen, duschen und Zähneputzen braucht man den kurzen Weg zum zentralen Duschhäusschen am oberen Ende des Platzes zu gehen. Selbst eine kleine Heizung und Licht ist im Zelt vorhanden.

 

Die Zelte verfügen über Moskitonetze, halten selbst starken Regen aus, und sind super-chick, sauber und modern eingerichtet - wir fühlten uns wohl und hätten es noch viel, viel länger hier oben ausgehalten.

Gut zu Wissen:

Für die Kids gibt es Matratzen, die gut vor dem Doppelbett Platz finden. Für die Erwachsenen ist warme Bettwäsche vorhanden, lediglich für die Kinder benötigt es Schlafsäcke. Handtücher sind vorhanden. Früher mussten wir für unsere Caming-Abenteuer jeweils ziemlich mühsam eine ganze Menge "Krempel" von daheim mitschleppen. Jetzt reichte eine kleine Tasche mit Kleidung, um in der Natur aufzuwachen. Kein Zelt, Gaskocher, Heringe, Kühlbox, Angelhacken...

Für die Kinder

So ein Plätzchen mitten in der Natur ist schon was ganz besonderes und so ganz anders als zum Beispiel Ferien in einem Hotel. Ein Kinder-Unterhaltungsprogramm gibt es nicht, braucht es auch nicht. 

Wir haben die Nähe zur Natur total genossen und die Kinder waren ständig unterwegs. Sie konnten sich komplett frei bewegen, keine Autos, keine Strassen, kein Lärm.

Wir haben zusammen Spiele gespielt, Federball, Kubb, hübsche Blumensträusschen für's Nachtessen gesteckt, Steinmännchen gebaut, Stöcke geschnitzt. Unser liebstes Hobby hier oben: Wir haben stundenlang Ausschau nach Murmeltieren gesucht und im kleinen Bächlein direkt neben dem Platz geplantscht.

 

Die Highlights waren aber ganz klar die Übernachtung in Schlafsack und Zelt und nachts mit der Taschenlampe über die Wiese zu streifen und nach den Kollegen Indiana Jones und Co. Ausschau zu halten. Weniger kann manchmal so viel mehr sein.

Verpflegung

Surprise: Jeweils morgens werden die Gäste mit dieser hübschen Holzbox vor der Zelttüre empfangen:

Die Kinder durften wünschen, ob wir unser Frühstück auf dem grossen Platz, an Tischen und auf Stühlen,essen sollten oder direkt hier im Zelt. Drei mal dürft Ihr raten... Genau, wir haben kurzerhand die Tischdecke einmal quer über das Bett ausgebreitet und genüsslich in Piji und im Bett gespiesen. Herrlich.

Abends wird auf dem grossen Platz ein grosses Feuer entfacht und ein super-feines, einfaches 3-Gänge Menü aufgetischt. Nach dem Salatbuffet gab's bei uns Hörndli mit Hackfleisch, für die Vegetarier Tomatensauce. Zum Desser wurden feinste Erdbeertörtli und Zitronenkuchen aufgetischt. Es hat so, so gut geschmeckt, ich getraue mich nicht zu sagen, wie oft wir Nachschlag bekommen haben. Die Natur und die viele frische Luft muss daran schuld sein, und der Koch. Es war so gut.

Ca. 300 Meter vom "Camp" entfernt befindet sich ein weiteres Zelt, welches zu einem wunderhübschen, stilvoll und gemütlichen Restaurant umfunktioniert wurde. Je nach Wetter und Stimmung wird hier diniert. Während unserem Abend war dies nicht der Fall, wir konnten aber einen Blick hinein werfen. Danach war sogleich klar, auch hier wurde unglaubliches auf die Beine gestellt. Einmal hier drin, fällt es schwer zu glauben, dass man sich in einem Zelt, irgendwo im nirgendwo, umgeben von nichts anderem als Natur pur, befindet. Schaut mal wie gediegen und schön es hier ist:

Ein tolles Highlight war auch das grosse Lagerfeuer, welches nach Eindunkeln entfacht wurde. Camping-Atmosphäre pur. Während die Kids sind mit der Taschenlampe (unbedingt mibringen) umhergesaust sind, haben wir mit den anderen Gästen gemütlich am Feuer gesessen, gute Gespräche geführt und den Abend in vollen Zügen genossen.

Gut zu Wissen:

  • Anreise: Wir sind mit dem Auto nach Laax gereist. Im Parhaus des Rocksresort in Laax kann das Auto zum Spezialtarif (10 CHF) parkiert werden. Der Nagens-Shuttle Bus fährt mehrmals täglich Richtung Alp Plaun. Ab Station beträgt der Fussweg ungefähr 20 Minuten bis zum Camp. Der Shuttle-Bus 16:19h ab Laax Bergbahnen fährt das Camp direkt an, so beträgt die Laufzeit keine 5 Minuten bis zum Platz.
  • Das Dorf befindet sich noch bis zum 29. September 2019 auf der Alm.
  • Alle Informationen über das Glampig Dorf, Preise, Buchungsmöglichkeiten etc gibt's auf der Website des TCS: Link...

Fazit

Ein Wochenende Glamping auf der Alp Plaun liegt hinter uns. Für uns war es ein Debüt. Würden wir es wieder machen? Eindeutig ja, denn wir haben die Nähe zur Natur total genossen, die Kinder waren ständig unterwegs und rundum glücklich und ausgeglichen. Dank wunderhübschem Zelt und super-bequemen Betten haben wir sogar blendend geschlafen, die rundum-Versorgung auf dem Platz hat uns zusätzlichen "Ferien-Modus" beschert. Das Team des "Glampig-Dorfes" leistet unwahrscheindliche Arbeit und hat hier wahrlich eine Oase inmitten der Natur geschaffen, in der sich Gross wie Klein gleichermassen wohl fühlt. Die Übernachtungen sind nicht ganz günstig, trotzdem erscheint mir der Preis absolut angemessen. Darin sind nebst stilvollem Zelt, toller Infrastruktur auch das Frühstück, Abendessen und ein Lunchpaket für den Mittag enthalten.

Auch darf nicht unterschätzt werden, dass hier von der Seife, übers Toilettenpapier bis hin zum Teeliechtli alles manuell auf die Alp gebracht werden muss, die Organisation ist aufwendig. Und Ihr? Team Camping oder Glamping?

 

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Wir wurden von TCS ins Pop-Up Glamping-Dorf  nach Laax eingeladen. Die Annahme setzte voraus, dass wir frei über unsere Eindrücke berichten konnten.



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