Der Familien-Reise Blog

Corinne, Mami von 2 Kindern (7 und 12): Ich liebe meine Heimat in der Zentralschweiz und mitten der Stadt. Trotzdem vermisse ich die Berge oft. Umso mehr freuen wir uns, denn heute geht es für eine Woche ins Val Müstair, ein Tal, das wir bis anhin nur vom "hören sagen" kennen. Wir freuen uns auf ganz viel frische Wald- und Bergluft, wunderschöne Dörfer, Bergseen, tolle Ausflugsmöglichkeiten und auf ganz viel Familienzeit ohne Tohuwabohuu und Rambazamba.

 

Val Müstair: Ein Tal zum verlieben

Allegra Ihr Lieben. Wer kennt es, das Val Müstair?

 

Dahinter verbirgt sich eines der schönsten Bergtäler am östlichsten Punkt der Schweiz. Val Müstair verfügt über insgesamt 1500 Einwohnern, ist hübsch und friedlich hinter dem Ofenpass und kurz vor der Grenze zu Italien gelegen. Bis Meran im Südtirol ist es von hier noch eine knappe Fahrstunde. Der Naturpark Biosfera Val Müstair ist der einzige Naturpark mit zwei UNESCO Auszeichnungen: Mit seiner aussergewöhnlichen Landschaft ist er Teil des Biosphärenreservates Engiadina Val Müstair, zudem beherbergt er das UNESCO-Welterbe Kloster St. Johann in Müstair. Mittendurch fliesst der Rom, ein Fluss, der seine Quelle in Süsom-Tschierv hat und zu den schönsten Schweizer Haupttalflüssen zählt. Und so rauscht es oftmals neben uns, während wir die hübschen Dörfer erkunden, Wanderungen unternehmen oder einfach nur die Ruhe auf einer der vielen schönen Restaurant Terrasse geniessen.

 

Wir freuen uns auf die vor uns liegenden Tage in diesem Tal. Zugegeben, hier steppt nicht gerade der Bär. Dafür freuen wir uns auf ganz viel Natur, bunte Bergwiesen, das Plätschern des Rom, die romanische Sprache (ich find‘ sie einfach so, so schön. Irgendwann werd' ich sie lernen!) und ganz viel Zeit für uns. Gross und Stress sind hier im Val Müstair grundsätzlich Fremdwörter. Uns soll's recht sein. Es muss schliesslich nicht immer Tohuwabohu und gross sein, eher das Gegenteil ist der Fall. Wir schätzen viel mehr die Ruhe, die Möglichkeit einfach zu „sein“ und ein bisserl runterzufahren, die Familie im „kleinen" zu geniessen.


Warum es im Val Müstair auch sonst noch ein bisschen anders ist, als im restlichen Teil der Schweiz, und warum dieses Stück Schweiz uns als Familie restlos begeistert hat, davon will ich euch berichten.

Ich habe natürlich schon vom Val Müstair gehört, musste das Bergtal aber dennoch erst einmal googeln,

um etwas mehr zu erfahren. Wer das macht, gelangt mit ziemlicher Sicherheit wie ich auf die Site der Gäste-Information: Schnell erfahre ich, dass ich dem Tal doch schon näher als gedacht gehkommen bin, nämlich bei unserer letzten Fahrt ins Südtirol. Wenn man nämlich den Weg über den Flüela- und Ofenpass über die Grenze nach Italien wählt, passiert man unweigerlich ein paar Dörfer des Tales. Allerdings habe ich ihnen damals viel zu wenig Beachtung geschenkt, wir sind förmlich an ihnen vorbei geflitzt, nichtsahnend, wie viel dieses Tal zu bieten hat.

 

Das Val Müstair ist offen, hell und sanft. Auf den Wiesen stehen die Blumen kniehoch, die Wälder leuchten in sattem Grün, darüber thronen die Gipfel von Piz Daint, Piz Dora, Piz Turettas und Co. Im Talboden wohnen die Menschen: in schmucken, charakteristischen Dörfern, in denen sich sgraffitoverzierte Häuser aneinanderreihen, Blumen vor den Fenstern blühen und Kühe sich am frischen Gras sattfressen. Klingt jetzt vielleicht ein bisserl wie "Heidi". Ist es aber auch, wirklich!

Wanderung - a la riva dal Rom

Wo fange ich am besten an? Chronologisch? Nein, heute machen wir‘s mal anders und starten irgendwo mittendrin, nämlich auf unserer Wanderung entlang des Rom.  Das Abenteuer beginnt direkt hinter dem Hotel. Während ich von der wunderschönen, bunten Sommerwiese schwärme und die frische Luft tief einatme, sind die Kinder bereits auf der Suche nach dem perfekten Wanderstock und werfen Steine in den Fluss, der direkt neben unserem Hotel vorbei fliesst.

 

«Süsom Tschierv» heisst die Bushaltestelle, an der die Rombach-Wanderung «801 - a la riva dal Rom» (Themenweg) beginnt. Das grüne Routenschild wird uns von Beginn an zuverlässig leiten.

 

Früher oder später ereilt jeden grösseren Schweizer Fluss dasselbe Schicksal: Er endet in einer Wasserfassung oder einem Stausee und wird zur Stromproduktion genutzt. Dieser Fluss jedoch tanzt aus der Reihe: kein Hindernis unterbricht seinen Lauf. Er darf sich völlig frei entfalten, Moore und Schwemmgebiete bilden, Kiesbänke und Seitenarme formen, der Wasseramsel und der Bachforelle ein Zuhause bieten und einen ausgesprochen üppigen Blumengarten mit vielen Orchideen und seltenen Tamarisken sein Eigen nennen. Es tut einfach nur gut hier zu sein und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Grün ist bekanntlich entspannend für die Augen. Wer hier ist, begreift sofort, dass da was dran ist.

Anreise
Nach dem Frühstück fahren wir los Richtung Landquart. Wir wählen anstelle der Fahrt über den Flüelapass den Autoverlad (Vereinatunnel).

Die Kosten für einen Verlad betragen CHF 31.- dafür gibt's die Kurven geschenkt. Der Zug fährt im Abstand von 30 Minuten vom Prättigau ins Engadin. Tickets und Fahrzeiten...

 

Drüben angekommen haben wir einen kurzen Zwischenstopp in Guarda (5 Fahrminuten ab Verlad) eingeplant. Wir waren vor einigen Jahren schon einmal hier, das kleine Bergdorf gehört für uns zu den schönsten Orten Graubündens. Der Dorfkern ist wunderhübsch und geprägt von alten Engadiner Häusern.

Zudem war „Schellenursli“ hier zu Hause. Szenerien aus dem bekannten Buch (erkennt Ihr den Brunnen auf dem unteren Bild?) können hier leicht wiedererkannt werden. Ebenso startet der wunderhübsch konzipierte Themenweg „Schellenursli“ hier im Dorf.

Später geht’s für uns weiter Richtung Nationalpark, Ofenpass. Hier halten sich die Kurven gut in Grenzen, die Landschaft ist wunderschön, mehrmals halten wir, um die Aussicht zu geniessen. Ca. 40 Minuten nach Verlassen von Guarda erreichen wir das erste von sechs Dörfern des Val Müstairs, Tschierv.

Skiferien im Val Müstair

Im Skigebiet Minschuns: «klein und fein» zwischen Ofenpass, Nationalpark und dem Dorf Tschierv gelegen, finden sich drei Skilifte, insgesamt 25 Kilometer Piste, das Bergrestaurant „Alp da Munt“ (mit super schönem Panorama) und eine Kinderskischule.

 

Da wir nicht während der Wintersaison vor Ort waren, ist es schwierig darüber zu schreiben. Ich habe jedoch mit zwei Familien gesprochen, die seit vielen Jahren in den Skiferien hier herkommen. Überzeugt hat sie vor allem die überschaubare, sehr breite Piste, die herzliche Kinderskischule, und die sehr guten Preis Leistung, die sich wahrlich sehen lassen kann.

 

Preise Skischule

Für fünf ganze Tage Skischule inklusive Mittagessen bezahlt man hier: CHF 250.–. Auch die Preise für die Mehrtageskarten der Skilifte lassen sich sehen. Ein Erwachsener bezahlt für sieben Tage CHF 207.-.

Detailliertere Infos zum Skigebiet und Angeboten gibt’s hier: Zur Website...

Gut zu Wissen:

Der Gratissportbus Val Müstair (Ortsbus im Winter) fährt dreimal täglich hinauf nach Mischuns und zweimal hinunter. Die geplante Luftseilbahn Tschierv - Alp da Munt wird diese Situation in Zukunft sicherlich ent-schärfen.

Für alle, die wie wir im Hotel Al Rom übernachten, gilt das tolle Angebot: Familien mit viel Ski- und Co.-Krempel fährt Rolf gerne – und kostenlos - bis zum Skilift und holt sie dort auch wieder ab, einfach kurz anrufen, wir haben‘s mehrfach (Rolf, falls Du das hier lesen solltest: vielen lieben Dank auch noch einmal an dieser Stelle, gerade als alleinreisendes Mami mit zwei Kindern habe ich dieses Angebot so, so sehr geschätzt) getestet: es klappt einwandfrei.

 


Die Wanderung von Tschierv entlang des Rom bis nach Sta. Maria führt durch eine abwechslungsreiche Flusslandschaft: Blühende Wiesen mit Orchideen und Schatten spendende Büsche in der Ebene von Fuldera, dichte Auenwälder mit Erlen, Weiden und uralten Lärchen, natürliche vielfältige Waldränder, an denen Heckenrosen und Sanddorn bunte Tupfer setzen. Und immer begleiten das Rauschen der Rom und der Blick auf die grossartig-stillen Berge des Bündnder Hochtales die Wanderung. Die Route verläuft, mit kurzen Unterbrüchen, direkt am Wasser. Der Weg ist wunderschön, abwechslungsreich und meist geht's geradeaus.

 

Und es flattert im Tal: Beindruckend auch, wie unglaublich viele Schmetterlinge sich hier oben tummeln. Immer mehr scheinen sie bei uns im Unterland "verschwunden". Umso schöner ist es zu sehen, dass den hübschen und so wertvollen Tiere hier oben noch ein Zufluchtsort geboten wird, in dem sie sich unbedroht entfalten können. Dass sie sich im Nationalpark so wohl fühlen, hängt wohl damit zusammen, dass hier nicht auf die Natur eingewirkt wird, es erfolgt beispielsweise keine Düngung.

Gut zu Wissen:

  • Der Weg ist einfach, jedoch nicht kinderwagentauglich.
  • Nach Valchava finden sich einige wunderschön und idyllisch am Fluss gelegene Grillstellen. Perfekte Möglichkeit, um die Füsse im Fluss zu kühlen, Steine zu werfen, Stecken zu schnitzen….
  • Der Weg bis Müstair beträgt 14 Kilometer (Gesamte Wanderzeit ca. 4.5 Stunden). Er kann jedoch in jedem beliebigen Ort beendet werden, von dort aus geht’s dann bequem mit dem Bus zurück.
  • Ich habe Respekt vor Flüssen, so auch vor der Rom. Man sollte gut darauf achtgeben, an welchen Stellen man die Kinder „baden“ und „plantschen“ lässt. Rolf vom Hotel hat uns ein paar wunderschöne und ungefährliche Stellen verraten (einfach nachfragen), an denen man easy-peacy den ganzen Tag verbringen kann: bädele, grillieren, Steinmänndli bauen, Stecken schnitzen. Wunderbar.

 

Unesco-Welterbe: Kloster Son Jon

In Müstair ist die Flusstour zu Ende. Es lohnt sich die Wanderung mit einem Besuch im Kloster Son Jon ausklingen zu lassen. Das Benediktinerinnen-Kloster entstand im 8. Jahrhundert n. Chr., seit dem 12. Jahrhundert ist es ein Frauenkloster. Es ist bekannt für seine karolingischen und romanischen Wandmalereien und ist ein Kulturdenkmal. Der Legende nach stiftete es Karl der Grosse aus Dankbarkeit, dass er die Gefahren der Bergwelt heil überstanden hatte. Bei der Rückkehr von seiner Krönung zum Langobardenkönig soll er auf dem Umbrailpass in einen heftigen Schneesturm geraten sein. Noch heute ziert sein Profil das Gemeindewappen des Val Müstair.

Sieben wunderhübsche Dörfer

Zur Gemeinde Val Müstair gehören sieben Bündner Bergdörfer:  Fuldera, Lü, Müstair, Santa Maria Val Müstair, Tschierv und Valchava. Allesamt bestechen sie mit ihren hübschen Dorfkernen und sind umrahmt von spektakulärer Naturlandschaft.

Die Häuser sind vielerorts kunstvoll mit Sgraffiti verziert. Sie erinnern ans Engadin und wir immer wieder länger stehen, um sie zu bestaunen. Die fantasiereichen Ornamente an den Hausfassaden wirken wie aufgemalt. Doch mit einem feinen Pinselstrich haben sie nichts zu tun. Die Sgraffiti werden viel mehr aus dem noch feuchten Verputz geritzt. Zur Geltung kommen sie dank der kontrastierenden Verputzfarben. Ursprünglich stammt die Kratztechnik aus Italien («sgraffiare» leitet sich vom Italienischen ab und bedeutet «kratzen»). Durch Wanderarbeiter gelangte die Handwerkskunst im 16. Jahrhundert ins Oberengadin, wo sie perfektioniert wurde und bis heute mit viel Liebe und Geschmack von wenigen Spezialisten gepflegt wird.

 

Die Nähe zum Südtirol zeigt sich dagegen in den hölzernen Tiroler Giebeln. Das ist sinnbildlich für die Lage des Münstertals: Geografisch ist es dem Vinschgau näher, denn vom Engadin und somit der restlichen Schweiz ist es durch den Ofenpass getrennt. Schmale Gassen, hübsch verzierte Balkone, blühende Gärten, abseits der Hauptstrasse lässt es sich entspannt durch die vielen Gassen wandern.

Ich kann nicht sagen, welches Dorf mir am Ende am besten gefallen hat, am besten schaut ihr sie euch alle an, sie liegen nicht weit voneinander entfernt und so lässt sich ein Besuch gut kombinieren. Alle verfügen sie über ihren ganz eigenen Charme. Lü gefällt mir beispielsweise wegen der erhöhten Lage und der wunderbaren Aussicht gut.

Hier können die Kinder Lamas streicheln, auch ist eine Einkehr in den wunderschönen Gasthof Hirschen, ein kleines, älteres Bündnerhaus, welches einfach, urgemütlich und mit viel Holz eingerichtet, sehr zu empfehlen. Im Sommer ist die Terrasse sowie alle Fenster wunderhübsch mit Blumen geschmückt. Die Blumenpracht ist inzwischen zu einem Markenzeichen geworden.Tipp: Unbedingt die Capuns probieren!

Santa Maria ist grösser, hier ist mehr los und es gibt viel zu sehen (Handweberei, Mühlwerk...):

Ein Ausflug ist auch der kleine Dorfmarkt wert. Er findet jeweils Dienstag abends auf dem Dorfplatz statt. Klein und fein, authentisch und persönlich. Hier können regionale Spezialitäten und Produkte erworben werden. Es gibt Würste auf dem Grill, dazu wird Musik gespielt. Urchig gemütlich war's. Und schaut mal, diesem hübschen "Schellenursli", der in liebevoller Handarbeit von einer älteren, einheimischen Dame hergestellt wurde, konnte ich schlicht nicht wiederstehen. Die Kids haben sich für je 2 Franken drei Bücher gekauft und waren seelig.

Fuldera ist unglaublich urchig und hat auf mich eine Idylle und Ruhe ausgestrahlt, die mir eindrücklich in Erinnerung geblieben ist. Tschierv ist toll, um das Freibad, das Biotop und den Spiegelweiher (Fotos weiter unten) zu geniessen, Müstair verfügt über schöne Restaurants und das eindrückliche Kloster, welches zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Auch Valchava ist bezaubernd. Ich könnte stundenlang durch die Gassen streifen und die Verzierungen an den Häusern bestaunen, die Kinder haben hier im Dorfbrunnen geplantscht, ca. 100 Meter Dorf auswärts gibt es zudem einen tollen Spielplatz am Waldrand, der zum verweilen einlädt.

 

Apropos Spielplatz: Alle sieben Dörfer verfügen über Spielplätze. Sie finden sich allesamt an schöner Lage, sind unglaublich herzlich und liebevoll gemacht und verfügen über Grillstellen, Holz ist vorhanden. Kleine Kinder werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Unser Lieblings-Spielplatz ist jener in Lü, die Lage am Waldrand ist bezaubernd.

Wenn ich mir ein Ferienhäusle bauen dürfte, würde ich es wohl nach Santa Maria beamen lassen. Mir gefällt die Atmosphäre, das Dorf lebt, bezirzt durch hübsche Restaurants, besitzt einige kleine, hübsche Geschäfte und mit ein klein bisserl Glück trifft man hier beim bummeln sogar auf Donna Leon, die bekannte Krimi-Autorin. Sie hat ihren Wohn- und Heimatort von Italien hierher verlegt, ich kann gut verstehen warum.

Was ich hingegen nicht toll finde: Die Hauptstrassen sind teilweise (besonders in Santa Maria) ziemlich eng und stark befahren, Trottoirs fehlen vielerseits, was das Durchlaufen mit kleinen Kindern – je nach Tageszeit - zu einem Spiessroutenlauf macht. Rettung naht: In Müstair sollte die Umfahrungsstrasse bis 2020 fertigestellt sein. Jene in Sta. Maria ist in Planung. Eine enorme Aufwertung für die hübschen Dörfer.

 

Wenn in Santa Maria sollte man sich auf keinen Fall die nachfolgenden Attraktionen entgehen lassen, und ganz wichtig: die beste Nusstorte ever (findet übrigens auch der K-Tipp) bekommt Ihr auch hier im Dorf (beim Meier Beck).

 

Weberei Tessanda in Santa Maria
Santa Maria hat Geschichte, es war – und ist - stark in der Textilindustrie. Heute gibt es eine kleine Ausstellung zum Thema, die ohne Eintritt zugänglich ist. Wir besichtigen die feine Weberei und erhalten einen exklusiven Einblick in das Handwerk. Eindrücklich werden uns die verschiedenen Schritte demonstriert und wir erfahren, was es benötigt um beispielsweise ein Küchentuch zu weben. Ich bin tief beeindruck zu erfahren, dass die Produktion dafür über eine Stunde Arbeit am Webstuhl in Anspruch nimmt, Handarbeit pur und das Endergebnis ist schlicht bezaubernd.

 

Anschliessend schauen wir uns im angrenzenden Ladenlokal um, ich stehe für einen Moment einfach nur da und staune über die Vielfalt des wunderschönen Angebots: Teppiche, Tücher, Schäle… Es scheint unmöglich mit leeren Händen wieder raus zu kommen. Ein Besuch in der Weberei lohnt sich auf jeden Fall auch mit Familie. Meine volle Hochachtung und mein grösster Respekt gilt den Weberinnen, die hier Tag für Tag diesen altehrwürdigen Beruf ausüben. Ich finde es wichtig und wertvoll, gerade auch jungen Leuten zu zeigen, wie viel Arbeit und Aufwand hinter solchen Produkten steckt, ihnen die Wertschätzung zu übermitteln, was dafür geleistet wird und ihnen zeigen zu können, welch wunderschöne Produkte mit viel Fleiss und Übung entstehen können.

 

Hier gelangt Ihr zur Weberei Tessanda: Link...

Vom Korn zum Mehl: Besichtigung der Mühle „Muglin“ Mall in Santa Maria
Nach der Weberei geht’s quasi einmal ums Eck, ein bisserl s’Gässle Bergab dem Bergbach Muranzina entlang und schon gelangt man zum ältesten funktionstüchtigen Mühlenwerk der Schweiz.
Die Mühle "Muglin" Mall stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde sorgfältig restauriert. Den Namen hat die Mühle vom letzten Müller, der die Mühle bis kurz nach dem 2. Weltkrieg betrieben hat. Sie funktioniert heute wieder einwandfrei. Noch heute werden hier kleine Mengen an Münstertaler Korn gemahlen und gestampft. 

 

Wir laufen staunend durch die Ausstellung und die Kinder stellen rasch fest: “Ahhh, Nudeln wachsen gar nicht auf den Feldern“? Nein Spass, das wussten sie natürlich (oder?), aber wir lernen wirklich viel, auch ich. Über die verschiedenen Getreidesorten, warum Volkornnudeln dunkler sind als andere Sorten und warum sie länger satt machen als Weizenmehl, in welchem Falle Dinkel bereits halbreif geerntet wird, wie das Dinkelkorn aus der Schale geschält wird und auf einem Mahlgang im laufenden Mahlbetrieb daraus Mehl gemahlen wird.

 

Es lohnt sich anschliessend den Getreidesortengarten gleich gegenüber der Mühle anzuschauen. Hier finden sich verschiedenste Getreidearten.

Gut zu Wissen:
Während der Sommermonate (jeweils am Mittwoch, Freitag und Sonntag) kann die Mühle besichtigt werden. Jeden ersten Mittwoch im Monat kann Brot im Holzbackofen der Mühle gebacken werden.
Link zur Mühle: www.muglin.ch

 

Tipps:

  • Unbedingt vorab reservieren, die Führung empfehle ich für Kinder ab ca. 7 Jahren.
  • Im „Museumsladen“ die super-feinen Hafer-Guetzli „Schaibiettas da Terza“, eine Köstlichkeit aus dem Val Müstair probieren (Achtung: Suchtgefahr) und genügend Vorrat mit nach Hause nehmen. Zu diesen feinen Gebäcken gibt’s auch eine ganz herzige Gesichte, die ich den Kindern vorgelesen habe. Wenn Ihr den Food Trail (ich berichte euch weiter unten darüber) absolviert, werdet Ihr sie früher oder später in den Händen halten.

Und wie ist das mit den familienfreundlichen Unterkünften?

Wo übernachtet man, wenn man mit Kindern im Val Müstair gut übernachten will? Man macht meiner Meinung nach gar nichts falsch, wenn man sich im Hotel Al Rom (Zur Hotel-Website...) einquartiert. So wunderbar wie der Empfang war die komplette Woche, die wir hier verbracht haben.

 

Meine Bedenken, ob wir als Familie hierher passen, haben sich schnell zerstreut. Rolf und seine Frau führen ihr Hotel herzlich und familiär am Dorfeingang von Tschierv, dem obersten Dorf des Val Müstairs. Einzelzimmer, Doppelzimmer und zwei Familienzimmer (super geräumig, gross, blickdichte Nachvorhänge (I love)), sind vorhanden. Die Zimmer sind hell, einfach und praktisch eingerichtet und sehr sauber. Wunderbar ist der neue, kleine Saunabereich. Die Preis-Leistung sucht seinesgleichen, wirklich unschlagbar.

Überhaupt fühlen wir uns im Hotel von Rolf und seiner Frau sehr willkommen und herzlich  betreut. Man merkt, dass hier mit viel Herzblut und Leidenschaft gearbeitet wird.  Und für Tipps rund ums Tal ist Rolf einfach Gold wert. Er kennt die Gegend wie seine Westentasche und hat viele wunderbare Geheimtipps und Ausflugsmöglichkeiten für euch auf Lager. Eine extrem tolle und unbedingt erwähnenswerte Dienstleistung von Rolf ist, dass er Gäste falls gewünscht mit dem Hotel-Bus zu gewünschten Destinationen fährt und dort zur gewünschten Zeit auch wieder abholt. Für uns war dieses Angebot unglaublich kostbar, vor allem dann wenn eine Wanderung nicht den gleichen Ausgangs- wie Endpunkt hatte. An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön für den zuvorkommenden „Bring- und Holservice“ und die tolle Reiseleitung unterwegs, wir haben auf diesem Weg sehr viel über Land und Leute erfahren.

 

Der Speisesaal ist gemütlich eingerichtet, am liebsten haben wir uns aber auf der grossen Terrasse aufgehalten. Hier gibt es gemütliche Tische und bequeme Liegestühle, perfekt um zu verweilen und die feine „Dessertkarte“ auf und ab zu testen.


Frühstück gibt’s jeweils von 7:30 bis 9:45, das  Buffet ist klein, aber was angeboten wird, ist aus der Region und von vorzüglicher Qualität. PS: Unbedingt die selbstgemachte „Kunfi“ und das hausgemachte Birchermüesli (ein Traum, am liebsten hätte ich mich reingelegt!) probieren. Abends kann à-la Carte gespiesen werden (es schmeckt alles gut. Die knusprige Pizza aus dem Holzofen sollte man sich aber auf keinen Fall entgehen lassen), für Gäste die Halbpension gebucht haben, steht ein 3-Gänge Menü zur Auswahl.

 

Gut zu Wissen: Direkt unterhalb des Hotels befindet sich ein kleiner Dorfladen, Ferieneinkäufe lassen sich bequem besorgen. Eine Poststelle befindet sich im innern des Geschäfts.

 

 

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Einmal um's Eck: Kostenloses Freibad, das Biotop la Stretta und ein wunderschöner Spiegelweiher
Das Hotel befindet sich direkt an der Durchgangsstrasse. Dies ist wohl auch der einzige Nachteil daran. Sehr viele Restaurants, Unterkünfte und Hotels im Tal liegen direkt an dieser Strasse. Im Gegenzug ist die Lage aber gut passend für jegliche Ausflüge. Sämtliche Dörfer des Tals sind innerhalb von 2 bis 10 Fahrminuten erreichbar, das kleine, kostenlose und je nach Temperatur sogar leicht beheizte, Freibad befindet sich gerade mal drei Gehminuten vom Hotel entfernt. Direkt daneben gibt's einen tollen Spielplatz mit einer schönen Grillstelle.

 

Gut zu Wissen: Eine kleine Umkleidekabine steht bereit. Das Bad ist herzig, aber nicht gross. Bei schönem Wetter kann es hier Nachmittags ziemlich voll werden. Wir waren oftmals kurz nach dem Frühstück dort und dann noch einmal auf einen "Reingümpler" nach dem Nachtessen, meist hatten wir das Bad so ganz für uns allein. Himmlisch.

Einer unserer Lieblingsorte und schlicht wunder wunderschön ist das Biotop la Stretta in Tschierv. Dies erreicht man in einem kurzen Spaziergang von weniger als fünf Minuten ab Hotel. Fast jeden Abend sind wir hierher gekommen, haben uns aufs Bänkli gesetzt, den Tag Revue passieren lassen und nach Molchen und Fröschen ausschau gehalten, die nicht selten an uns vorbei gewuschelt sind.

Den schönen „Spiegelweiher“ gibt’s innerhalb von 15 Gehminuten, einfach hinter dem Hotel quer über die Blumenwiese und einmal „s’Bergle hinauf in den Wald hinein“.  An diesem malerischen Bergsee zu verweilen ist Erholung pur. Wir sitzen lange hier, bauen Steinmännchen und versuchen lustige Familien-Spiegelfotos zu schiessen. Info: Direkt am See gibt's eine schöne Grillstelle.

Unvergesslich bleibt auch der anschliessende Spaziergang in magischem Dämmerungslicht zurück ins Dorf.

ÖV und Co.

Die Busshaltestelle befindet sich quasi vor der Hoteltüre. Stündlich fährt das Postauto die übrigen Ortschaften an, im Winter auch das Skigebiet Mischuns (ca. 12 Fahrminuten mit dem Gratis-Skibus entfernt). Gut zu Wissen: Familien mit viel Ski- und Co.-Krempel fährt Rolf gerne bis zum Skilift und holt sie dort auch wieder ab, einfach kurz anrufen, wir haben‘s getestet: es klappt einwandfrei.

 

FoodTrail: Einmal quer durchs Val Müstair

Ein besonderes Erlebnis stand an unserem letzten Ferientag auf dem Programm. Ich hab' schon einige Fox Trails ausprobiert, anfangs Jahr habe ich an einem Geo Caching mitgemacht… aber von FoodTrails habe ich bis anhin noch so gar nichts gehört. Wer mich kennt weiss, ich bin „gwundrig“, ich liebe es zu essen und probiere immer gerne neues aus. Klingt also wie gemacht für mich.

 

Dieser FoodTrail – mit anderen Worten eine genussvolle Schnitzeljagd - wurde neu eröffnet und gemeinsam mit verschiedenen Akteuren aus dem Val Müstair entwickelt. Ziel ist es, ein genussvolles Erlebnis zu bieten und den Teilnehmenden regionale Köstlichkeiten vorzustellen. Alle Produkte werden nachhaltig produziert und tragen zum Erhalt und der Aufwertung der wunderschönen Landschaft im Tal bei.

 

Unsere Reise beginnt in Müstair, dem grössten Ort des Val Müstair, wo wir herzlich am Genuss-Stopp 1 im Hotel "Helvetia" begrüsst werden: „Bainvgnü“ wie man hier so schön sagt. Wir werden instruiert, erhalten erste Hinweise, die Kinder eine separate „Schatzkarte“ (sie ist ganz toll gemacht, die Kids sind dadurch den ganzen Weg über toll beschäftigt) und wir erhalten eine erste Stärkung (ich verrate hierzu nur so viel: Es handelt sich dabei um die wohl bekannteste Spezialität des Kantons Graubünden, hausgemacht und regional) und wir sind jetzt schon ganz gwundrig, was da alles noch so kommen mag.

 

Nach genüsslichem Verzehr brechen wir talauswärts auf Richtung Italien (die Grenze ist nur wenige Kilometer entfernt). Ich möchte euch nicht zu viel über die Stationen und das Erlebte verraten, um euch nicht die Spannung vorneweg zu nehmen. Es wäre schlicht zu schade, falls Ihr euch auch entscheiden solltet, diesen Trail zu machen.

 

Aber was ich sagen kann: Es lohnt sich auf jeden Fall. Wir haben auf unserem Weg so vieles über das Tal gelernt, hübsche Orte und Sehenswürdigkeiten entdeckt, an denen wir sonst wohl nie vorbei gekommen wären, wir haben geschlemmt, genossen, tolle Plaudereien mit Menschen aus dem Tal geführt, Pausen in schöner Naturlandschaft genossen.

Anfangs war ich etwas besorgt, ob die Kinder, den ganzen Weg mitmachen würden. Gemäss Beschrieb dauert der FoodTrail 4 bis 6 Stunden, wovon 3 Stunden reine Marschzeit sind... ufff…das ist viel. Der FoodTrail kann nicht abgekürzt werden, sonst funktionieren die Rätsel und der Ablauf nicht mehr. Er kann jedoch unterbrochen und am folgenden Tag fortgesetzt werden. Dieser Satz veranlasst mich, das Experiment zu wagen.  So haben wir‘s super-gemütlich genommen und viele Pausen eingelegt. Dank des separaten Rätsels für die Kinder waren sie immer gut beschäftigt und top motiviert.

 

Der Spass ist mit CHF 49.- pro Person (Kinder bezahlen CHF 30.-) nicht ganz günstig, aber ich kann auch dazu verraten, dass jeder Teilnehmer am Ende ein Rucksäckli - prall gefüllt mit feinen Produkten und Geschenken aus der Region - beisammen hat, der mindestens den doppelten Wert aufweist. Mit Getränken wird man noch am Start ausgestattet, das Mittagessen (super-lecker, beame mich gedanklich gerade zurück) war auch dabei, ebenso ein erfrischendes Getränk zum Schluss. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Gut zu Wissen:

  • Bis zu 9 Personen können sofort starten (1. Juli bis 20. Oktober, tägl. zwischen 9 - 14h), ab 10 Pers. ist eine Anmeldung erforderlich (Infos und Anmeldung: Link...)
  • Sonnenhut, Sonnencreme und zusätzlichen Wasservorrat mitnehmen. Immer wieder passiert Ihr Dörfer, in denen Ihr falls notwendig auch Besorgungen machen könnt.

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Eseltrekking im Val Müstair

Ich liebe diese Tiere. Esel zählen zu meinen absoluten Lieblingstieren. Und das hat nichts damit zu tun – obwohl mein Mann exakt an dieser Stelle sein Veto geltend machen wird - dass mein Charakter mit jenem dieser Tiere auch nur annähernd ähnlich vergleichbar wäre. Auf keinen Fall. Natürlich nicht. Störrisch und stur? Ich! Niiiiiiemals.

 

Wir freuen uns schon lange auf diesen Tag. Wir besuchen den Biohof der Familie Planta in Fuldera. Ein ganz besonderer Ort. Andri Planta wohnt hier zusammen mit seinen derzeit 28 Eseln, um die er sich allesamt persönlich und liebevoll kümmert. Es wird darauf geachtet, dass die Esel nicht überlastet werden. Sie gehen abwechselnd auf Touren, müssen nicht zu viel tragen und auf den Eseln reiten dürfen nur leichte Kinder. Man merkt und sieht es den Eseln an, dass es ihnen rundum gut geht: sie sind alle an Menschen gewöhnt und überhaupt nicht scheu. Sie machen einen zufriedenen und sehr gesunden Eindruck. Der Betrieb hat unser Herz im Sturm erobert und wir können ihn herzlich weiterempfelen, auch weil: Eselwandern macht glücklich.

Einmal quer über die grosse Wiese gelangen wir zu den Eseln, die hier idyllische am Waldrand grasen und bereits auf uns zu warten scheinen. Besonders knuffig finde ich einen Esel, der immerzu kuscheln möchte, uns alle möchte er abküssen (und macht er auch), ist das nicht süss? Aber auch die anderen Esel sind wunderhübsch. Wer bitte schön kann einem Esel mit seinen langen Ohren widerstehen? Wir beobachten die knuffigen Flauschis eine ganze Weile, bevor Andri zwei für uns herauspickt, sie sollen unsere heutigen Wandergefährten werden. Wieso ausgerechnet diese beiden möchte ich wissen? Allesamt wollen sie mitkommen, sie lieben es mit Menschen zu spazieren und der Besitzer achtet "wie en Häftlimacher" darauf, dass alle gleichermassen an die Reihe kommen. Esel Nummer drei, der nicht ausgewählt wurde findets nur mässig toll und stupst mich frustriert und demonstrativ in den Popo. Heee. Aber wisst Ihr was, sogar das finde ich süss.

 

Zusammen mit den Eseln maschieren wir durch schönste Naturlandschaften, durch Wälder und hinab zum Fluss und schliesslich über Wiesen zurück zum Esel Bauernhof. Wir erfahren viel über die Tiere, wenn die Kinder wollen, dürfen sie zur Abwechslung auch reiten. Die Kleine hat anfänglich noch grossen Respekt, getraut sich nicht zu nahe an die Tiere ran. Schritt für Schritt jedoch nähern sie sich an, zum Ende sollen sie richtig gute Freunde werden.

Gut zu Wissen: Die Preis-Leistung für ein Eseltrekking sucht seinesgleichen. Für gerade mal CHF 20.- dürft Ihr mit dem Esel 1.5 Stunden spazieren gehen. Auch  ist es möglich bei Familie Planta im Stroh zu übernachten. Stroh, Natur und Esel, was will man mehr? Ich merke mir dies auf jeden Fall für den nächsten Besuch im Tal vor, die Kinder werden es lieben.

Eine Website gibt es nicht, diese Zeit steckt die Familie viel lieber in das Wohl der süssen Esel. Für Fragen und weitere Angebote (Tages- und Halbtagestrekking, Eselreiten und Kutschenfahrten...) erreicht Ihr Familie Planta aber gerne unter Telefon: Tel. 081 858 55 53 oder per E-Mail (Link...)

Wasserfall Cascada da Pisch

Eine schöne, kurze und leichte Wanderung ist jene ab Müstair zum Wasserfall Cascada da Pisch. Kinderwagentauglich ist er nicht, aber dafür auch nicht lange.

 

Ab Postauto-Haltestelle Müstair Somvi folgt Ihr der Strasse hinunter zum Rombach. Beim Fluss dann die Holzbrücke überqueren und weiter auf der Forststrasse beim Spielplatz Plazzöl (erste Pause!) vorbei Richtung Sta. Maria. Beim Wegweiser „Cascada da Pisch“ auf den Wanderweg einbiegen und diesem bis zum Wasserfall folgen.

 

Entlang einer saftig grünen Wiese geht es leicht den Berg hinauf, schon bald kommt Ihr in den Wald hinein, in der Ferne lässt sich bereits das Rauschen des mächtigen Wasserfalls erahnen...

Ein paar Stufen später steht Ihr auch bereits vor schönster Kulisse. Die kühle Luft und sprühende Gischt bieten vor allem in den warmen Sommermonaten eine willkommene Abkühlung.

Mein Fazit

Dass die Schweiz schön ist, wissen und schätzen wir. Aber wir sind doch immer wieder aufs Neue überrascht wie abwechslungsreich, wunderbar und spannend unser Land ist. Hier im Val Müstair Ferien zu machen, bedeutet vor allem, ganz nah an der Natur zu sein und viel Zeit zu haben. Gerade für Outdoor-Familien, die gerne Zeit draussen in der Natur verbringen, ist das Angebot perfekt. Die Natur ist schlicht spektakulär. Eine einzigartige wild-schöne Naturlandschaft mit kristallklaren Bächen, romantischen Wasserfällen, dichten Wäldern, Seen und Mooren. Es ist auch nicht selten, hier Rehe und Hirsche zu Gesicht zu bekommen, ganz besondere Erlebnisse für Kinder - und Erwachsene. Es gibt wunderhübsche typisch Bünderische Bergdörfer zu entdecken, die Gastfreundschaft sucht seinesgleichen, kinderfreundlichkeit wird im ganzen Tal gross geschrieben.

 

Wenn es nach den Girls geht, müssen wir unbedingt nächsten Sommer wieder hier her fahren, ich bin dabei. Oder wir kommen schon im Winter zurück, spätestens aber im Frühling... Obwohl, der Herbst soll hier ebenfalls bezaubernd sein, dann wenn sich die Lärchen in den schönsten Farbtönen verfärben. Wie auch immer: Wir kommen wieder, auf jeden Fall und bald.

 

So! Ich hoffe, wir konnten euch mit unserer Leidenschaft für das Val Müstair anstecken. Mich für meinen Teil hat das Tal echt gekriegt: Ich hab' mir bereits ein Suchabo für Ferienwohnungen in der Gegend abonniert. Wunderschön, dieses wild-romantische Fleckchen Erde.  

 

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Offenlegung: Diese Pressereise erfolgte auf Einladung von Val Müstair Tourismus, den Sportanlagen Val Müstair und dem Hotel Al Rom
. Herzlichen Dank dafür und dass wir die Region frei von Beeinflussungsversuchen testen durften.