Der Familien-Reise Blog

Corinne, Mami von 2 Kindern (7 und 12):
Wir sind ein "bisserl" aufgeregt, heute geht es für ein verlängertes Wochenende ins Wallis, konkret in die Region Aletsch Arena, die wir bis anhin nur vom "hören sagen" kennen. Nach knappen drei Stunden Autofahrt rücken die Berge immer näher. Wir freuen uns auf wunderschöne Natur, Wasserfälle, Bergsee, tolle Ausflugsmöglichkeiten und natürlich darauf den grossen Aletsch Gletscher hautnah erleben zu dürfen.

 

Auf dem Weg in die Aletsch Arena: "Faszination Gletscher ".

Im Wallis geht man dem Stress der „Üsserschwiiz“ aus dem Weg, was mir bei unserer momentan eher hektischen Alltags-Situation sehr sympathisch erscheint. Auch finde ich das „Walliserditsch" einer der schönsten Dialekt ever. Gemäss meinen Recherchen liegt das urchige Bergdorf Blatten bei Naters, unsere Destination für die kommenden Tage, auf 1300 m.ü.M. und am 23 Kilometer langen Aletschgletscher. Im Zentrum des kleinen, super-überschaubaren Dorf befindet sich auch die Bergbahn, welche die Gäste direkt und innerhalb wenigen Minuten zur autofreien, vielleicht etwas bekannteren Ortschaft, der Belalp, hinauf befördert.

 

Wir haben uns für euch ganz genau vor Ort umgeschaut, sind mit vielen Tipps und Tricks reicher heimgekehrt und verraten euch, ob wir die Region für Familienferien empfehlen können oder eben nicht. Here we go:

Kurz eingecheckt... Dann geht's auch schon los.

Das Reka-Feriendorf Blatten bei Naters besticht durch seine Familienfreundlichkeit und seine unbezahlbar gute Lage. Innerhalb von wenigen Minuten ist schlicht alles - ohne Übertreibung - gut und zu Fuss erreichbar. Das Dorfzentrum (mit ein paar Restaurants, einem Einkaufsladen, dem gmütlichen Mountain Cafe) befindet sich direkt "ums Eck", ebenso die Bergbahn, eine sehr schön angelegte Minigolf-Anlage und ein super-cooler Seilpark. Im Umkreis von wenigen Gehminunten finden sich gemütliche Grillier- und Spielmöglichkeiten, hübsche Sitzgelegenheiten mit Aussicht auf Berg und Tal, ein toller Spielplatz und das Highlight unserer Kids: Ein wunderschön angelegter Plantschteich, der Klein und Gross zum "gotschen" und Kaulquappen suchen (wenn es nach ihnen gegangen wäre: von morgens früh bis abends spät) einlädt.

Im Feriendorf werden wir herzlich begrüsst und fühlen uns sofort willkommen. Unser "Daheim" für die kommenden Tage auf dem Berg ist eine wunderhübsche, helle Wohnung (Fotos s. rechte Spalte), die fast grösser ist als unsere daheim. Sie ist mit stilvollen, praktischen Möbeln ausgestattet, die offene Küche verfügt über alles, was man so für Ferien mit der Familie braucht (Kühlschrank, Herd, Geschirrspühlmaschine, Nespressomaschine (Kapseln gibt's an der Rezeption)... alles da). Danebst verfügt sie über zwei separate Schlafzimmer mit wunderbar bequemen Betten (und das aus meinem Munde!), einem grosszügigen Badezimmer mit Dusche und einer separaten Toilette. Der Balkon mit Sicht auf den hübschen, urchigen Dorfkern und die vor uns liegenden Berge ist ein Traum und mein persönliches Highlight. Darf ich vorstellen, unsere Aussicht:

Rasch das Gepäck deponiert, Wanderschuhe montiert, Sonnencrème eingeschmiert (Und täglich grüsst das Murmeltier: natürlich nicht ohne "Gemotze" der Kleinen, wann hört das eigentlich auf?), dann geht's auch schon los. Das Motto der nächsten Tage: Nur keine Zeit verlieren.

 

Hexenweg von Blatten nach Geimen

Mit Stift und Vero Pixibüchlein (erhält man kostenlos beim Tourist Office/Bergstation oder auch an der Rezeption vom Reka-Feriendorf) ausgerüstet, beginnen wir die lang herbeigesehnte (noch immer sind Hexen hoch im Kurs) Themenwanderung "Veros Hexenweg", welche uns von Blatten in den kleinen Nachbarsort Geimen führt. Das Buch weist uns den Weg, erzählt die süsse Geschichte von Vero. Schnell finden die Kids hier den ersten Hinweis, der uns gleichzeitig den Start der Wanderung verrät.

Der gesamte Weg ist wunderhübsch durchdacht und mit kinderfreundlichen Hexenposten ausgestattet, die zum mitmachen und miterleben auffordern. Gleichzeitig bewegen wir uns durch eine wahre Märchenlandschaft: Rauschende Wasserfälle, Sonnenstrahlen suchen sich hie und da lichte Stellen, Farn so weit das Auge reicht. Der Wald erstrahlt in einzigartigem Zauber.

In Geimen angekommen, qusi zurück in der Wirklichkeit, fahren wir mit dem Postauto wieder hoch nach Blatten, wo wir den Abend mit einer Partie Minigolf ausklingen lassen. Auch hier finden sich Stationen, die mit liebevollen Elementen von Hexen, Märchen und Zauberern gestaltet sind.

Anreise

Die Anreise, in unserem Falle mit Auto würde ungefähr 3 1/2 Stunden dauern. Tja: Die Betonung liegt auf dem Wort "würde". Der Furkapass ist uns an diesem Wochenende ein bisserl in die Quere gekommen. Auf dem Pass angekommen müssen wir erfahren, dass der Pass aufgrund eines Unfalls kurzfristig  gesperrt wurde. Whatttt. Alle Kurven und blau angelaufenen Gesichter umsonst? Tja, da hilft trotzdem nur "tüüf dureschnuuffe" und wieder retour den Berg hinunter. Wir nehmen's so sportlich wie möglich und geniessen dafür umso mehr die wunderbare, sogar noch weisse,  Landschaft hier oben.

Dank dem Autoverlad Furka hält sich der Umweg in Grenzen. Dies ist generell der direkte Weg ins Wallis. Die Kosten für einen Verlad betragen CHF 29.- dafür gibt's die Kurven geschenkt. Der Zug fährt im Abstand von 30 Minuten Richtung Wallis. Tickets und Fahrzeiten...

Kurz nach dem Tunnel zeigen sich die ersten weissen Bergspitzen. In diesem Moment beneide ich alle, die näher an den Alpen wohnen als wir, so schön ist es hier.

 

Ab Tunnel dauert die Fahrt noch eine gute Stunde. Auf halbem Weg müsst Ihr unbedingt einen Halt einplanen. Hier befindet sich nämlich die erst 2015 erbaute und eröffnete «Goms Bridge», eine imposante,  280 Meter lange Hängebrücke, die wunderschön in die Landschaft integrierte wurde. Der Parkplatz befindet sich direkt an der Hauptstrasse, einmal kurz via Tunnen unter der Strasse durch und schon steht ihr davor. Ein bisserl Mut brauchts, die Brücke "gwagglet" und ist richtig, richtig hoch, grandiose Aussicht übers Rhonetal ist garantiert. Das Erlebnis ist toll, die Kinder finden's mega und spätestens jetzt kommt Ferienfeeling auf.

Lage

Blatten bei Naters liegt auf 1'300 m. ü. M und am 23 Kilometer langen Aletschgletscher. Im Sommer ist die Region bekannt für das milde, windgeschützte Klima, im Winter als bekanntes Skigebiet (Belalp).

 

Blatten ist sehr klein, Zentrum bildet die Bergbahn, welche die Gäste innerhalb von wenigen Minuten in die  autofreie Belalp hinauf befördert, welche im Sommer, wie im Winter als  Feriendestination sehr geschätzt wird.

 

Unterkunftstipp

Wir waren im Reka-Feriendorf Blatten stationiert und ich kann es euch wärmstens empfehlen.  Das Feriendorf befindet sich, nicht übersehbar, direkt beim Dorfeingang auf der rechten Seite. Es ist sehr familienfreundlich, die verschieden grossen Wohnungen sind allesamt praktisch und stilvoll eingerichtet, nebst einem Hallenbad gibt es einen mega-tollen Spielplatz und auch ein Indoor-Spielzimmer für die Kleinen. Auch den grösseren Kids wirds hier nicht langweilig. Billard-Tisch, Ping Pong, Trampolin... Alles da. Es besteht die Möglichkeit im Feriendorf zu frühstücken oder den Brötchenservice zu abonnieren.

Ein Highlight des Feriendorfs ist auf jeden Fall die Lage zu Bergbahn und Dorf wie auch die vielen Spielmöglichkeiten (In- und Outdoor) für die Kinder. Der Spielplatz mit dem Badeteich ist ein Anziehmagnet für Klein und Gross, Minigolf und Seilpark befindet sich einmal "ums Eck", Hallenbad, Trampolin, Billard, Ping Pong... Alles da!

 

Zur Website...

When in Blatten/Belalp...
Dann müsst Ihr unbedingt der Hamilton Lodge (Link...) einen Besuch abstatten:

Die stilvolle und urchige, familiäre Lodge befindet sich keine 50 Meter von der Bergstation Belalp - im Winter mitten auf der Piste und unmittelbar neben den Skiliften - entfernt und bietet regionales Essen. Gepackt hat mich die unglaublich schöne, gemütliche Einrichtung und die Sonnenterrasse mit unglaublich tollem Panorama.

 

Unbedingt die unschlagbar feine Apfeltorte probieren!


Gut zu Wissen:

  • Der Weg ist ideal für die Altersgruppe von ca. 4 bis 10 Jahre. Der gesamte Weg inklusive Posten, an denen immer mal wieder "gearbeitet" werden muss, dauert gemütliche 1 1/4 Stunden, ab Blatten geht es meist leicht bergab.
  • Schöne Grillplätze gibt's unterwegs.
  • Angekommen in Geimen kann man die Bushaltestelle, welche die Strecke Blatten-Geimen bedient, nicht übersehen. Die Fahrt zurück dauert keine 10 Minuten.

 

______________

Faszination Gletscher

Die Aletsch Arena trägt das Gütesiegel "Family Destination", und das zu recht. Nur Feriendestinationen, die ihr Angebot auf die Bedürfnisse von Kindern und deren Begleitpersonen ausrichten werden damit ausgezeichnet.  Entsprechend gross ist die Auswahl an Aktivitäten, welche die Aletsch Arena für die Kleinen, als auch die Grossen zu bieten hat: Themenwegen, schönste Naturerlebnisse, tolle Spielplätze, Kletter- und Seilparks der Superlative, Minigolf, Badeseen und natürlich den Grossen Aletschgletscher, den man hier hautnah erleben kann. Auch wenn ich vorweg greife: Und das so gewaltig, dass er in seiner Dimension fast unbegreiflich zu sein scheint.

Unser nächster Tag beginnt in der Schwebe. Wir brechen direkt nach dem Frühstück auf. Die Fahrt mit der Bahn von Blatten Talstation hinauf ins autofreie Belalp dauert knappe 7 Minuten. Die Zivilisation rückt immer weiter in die Ferne, oben angekommen werden wir von einem angenehm froschen Lüftchen empfangen. Feriengefühl pur. Es ist einach unbeschreiblich schön hier oben im autofreien, hübschen Feriendorf.

 

Die Belalp ist Teil des UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch und liegt auf 2’100 Metern Höhe auf einer autofreien Sonnenterrasse hoch über dem Wallis. Die kleine Schwester der angrenzenden Riederalp und Bettmeralp ist touristisch noch ein bisserl weniger erschlossen und bietet deshalb ein sehr entspanntes Höhenerlebnis.

 

Wir spazieren quer durch das kleine Dorf, immer den Wegweiser "Aletschbord" im Visier. Das Dorf hat seinen ursprünglichen Charme bewahrt. Die hübschen Holzhäuser passen perfekt in das Landschaftsbild. Auf dem Weg passieren wir wunderschön inszenierte Aussichtspunkte, springen über kleine Bäche, sammeln Steine, staunen über grosse Wasserfälle, die direkt vor unseren Augen in die Tiefe schellen, "gotschen" in kleinen Bergbächen und staunen über unsere schöne Welt.

Auf halbem Weg erhaschen wir einen ersten Blick auf unser heutiges Ziel - den Glescher. Gewaltig lieg er vor uns. Wir sind fasziniert und gleichzeitig betroffen. Traurige Tatsache nämlich ist, dass auch er seit den letzten 150 Jahren schmilzt und sich aufgrund der Klimaerwärmug so schnell wie nie zuvor zurück zieht. Ich erkläre den Kids die Auswirkungen und Probleme und das wir Glück haben, diesen Giganten erleben zu dürfen, solange es ihn noch gibt... Wir diskutieren, die Kleinen suchen nach Möglichkeiten, um in Zukunft noch "bewusster" Sorge zu tragen. Mir ist wichtig dazu beitragen, meine Familie für die Umwelt zu sensibilisieren. Es ist wichtig, dass wir merken, dass wir ein Teil des Ganzen sind. Hier zeigt sich das besonders gut.

Die Aussicht ist atemberaubend und strahlt unbeschreibliche Freiheit, Natur und Idylle aus. Weit hinten entdecken wir das das Matterhorn, den höchsten Berg der Schweiz und die 4.600 m hohe Dufourspitze des Monte-Rosa-Massivs. Wow.

 

Malerischer Bergsee: Weiter geht's. Wir wollen noch näher ran. Kurz darauf erreichen wir die Gabelung zum Lüsgersee. In diesem malerischen Bergsee zu verweilen und zu schwimmen ist Erholung pur. Also unbedingt genügend Zeit und Badesachen mibringen. Info Gehzeit: Der See ist von der Station Belalp aus in ca. 20 Minuten erreichbar.

Irgendwann zieht es uns dann aber doch weiter Richtung Aletschgletscher. Schon bald passieren wir die alten „Färricha“. Sie dienten einst der Zusammenkunft der Schafe.  Die Herde (bis zu tausend Schafen) wurde in einen grossen Färricha (= Pferche)  getrieben, mit dem weitere kleinere Färriche mit Toren verbunden sind. Wir bestaunen sie aus nächster Nähe. Einfach schön, diese Walliser Kultur hier so hautnah erleben zu dürfen.

Am Aletschbord angekommen sind wir überwältigt. Die Aussicht ist unbeschreiblich schön und ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so, so nah an einem Gletscher gestanden bin. Der Grosse Aletschgletscher überwältigt mich mit seiner majestätischen Art. Schaut euch diese Schönheit an:

Ich habe mich vor der Wanderung in die Thematik eingelesen und kann den Kids nun einiges davon weitergeben. Zum Beispiel das man das Gletscherwasser nicht ungefiltert trinken soll (Gletscherwasser führt nämlich einige Schwebstoffe mit (deswegen auch die milchige Farbe). Hierbei handelt es sich um ganz feinen Sand, bzw. Staub) und das der Aletsch Gletscher mit seiner Länge von Kilometern und einer Dicke von 900 Metern (!!!) der grösste Gletscher der Alpen ist. Doch er ist bedroht: Die Durchschnittstemperatur in den Alpen steigt jährlich, was die Gletscher schmelzen lässt. Pflanzen und Tiere müssen sich neu orientieren, da sich ihre Lebensräume teilweise stark verändern. Auch die Gefahr für den Menschen wird grösser: Ohne das ewige Eis wird der Boden instabil, die Wahrscheinlichkeit für Erdrutsche steigt.

 

"Mami, heute morgen vom Gondeli aus dachte ich, der Gletscher sei winzig klein, aber in Wirklichkeit ist er ja riiiiesig gross". Ja gell, so mache Dinge, erscheinen aus der Distanz anders als später dann von Nah. Der Gletscher ist schlicht gewaltig und ich muss unweigerlich an das hübsche Zitat von Winnie de Pooh denken: "Manchmal sind es die kleinsten Dinge, welche den meisten Platz in deinem Herzen einnehmen."


Gut zu Wissen: Es gibt hier die Möglichkeit geführte Familientouren unter oder über dem Gletscher zu unternehmen. Zu gerne hätte ich dieses Erlebnis mit der Familie geteilt, leider jedoch waren ausgerechnet an unserem Wochenende keine Touren verfügbar. Angebote gibt's ab Fr. 50.- pro Person unter der Website der Aletsch Arena (Link...). Und für Eishöhlen­wanderung (es muss ein unbeschreiblich tolles Erlebnis sein) könnt Ihr euch wenden an: Ed Kummer, www.wandersport.ch.

 

Wir stehen lange hier und staunen, schiessen Fotos und geniessen den Moment.

Neben der kleinen Kappelle geniessen wir das Bänkli mit VIP-Aussicht auf den Gletscher und ein kleines mitgebrachtes z'Nüni. Mehr brauchen wir gerade nicht zum glücklich sein. Die Kleine geht schon bald ihrem Lieblingshobby nach: Steine suchen. Wer trägt sie wohl heim? Sie ist seelig, wunderschöne Fundstücke landen im Rucksack (Bem. der Redaktion: in meinem Rucksack!), vereinzelt sind sogar Kristalle darunter auszumachen.

Tipps: Gleich ums Eck befindet sich das wunderschöne Belle Epoque Hotels Belalp, das älteste Hotel der Belalp. Die Gastgeber Marketa und Christian Meier liessen das historische Berghaus 2011 um ein spektakuläres gläsern-hölzernes Panoramarestaurant erweitern. Leider befindet es sich während unserem Aufenthalt (nur noch für kurze Zeit) wiederum im Umbau. Anhand der Lage und der schönen Aussenfassade erahnen wir auch ohne viel Fantasie, wie wunderschön es sein muss, dieses von Innen zu bestaunen und ein feines Essen auf der Terrasse mit Sicht auf Gletscher und Alpenpanorama zu geniessen. Wahnsinn. Also unbedingt vorbei schauen. Während der Hochsaison empfehle ich einen Tisch zu reservieren, so hat man Garantie auf ein schönes Plätzchen auf der Terrasse.

 

PS: Von vielen Seiten gehört: das Entrecôte soll hier scheinbar phantastisch gut schmecken.

Tipps für den Weg zurück nach Belalp: Auf dem Rückweg passiert Ihr einen kleinen Kiosk, an dem wir uns spontan ein Glacé gönnen...

... und das hübscheste Kehrrichthäuschen ever:

Am Abend sind wir (oder sind es nur wir Eltern?) ziemlich ausgepowert. Nach einem kurzen Hüpfer in den Pool des Feriendorfs geniessen wir ein sehr feines Nachtessen im Restaurant Massa, das ich sehr empfehlen kann. (Link...). Die Bedienung ist unglaublich herzlich, das Essen super-fein. Die Kinder lieben den Aussenspielplatz und ich und GG schwelgen dank der nostalgischen Juke-Box, die wir "hinderschi-und-vüürschi-laufen lassen" in nostalgischen Jugenderinnerungen. 

 

Später liegen wir alle müde aber happy in den Betten und freuen uns auf alles, was der nächste Tag so bringen mag.

Dorfrundweg

Am nächsten Tag bin ich früh wach, draussen ist es trotzdem schon hell. Meine Lieben schlafen noch tief und fest, so schleiche ich mich leise hinaus und spaziere gemütlich durch den alten Dorfkern. Ich bewundere den urchigen Charakter. Mit den alten Walliser Holzhäusern, ihren Schindeln und der speziellen Bauweise konnte der urtümliche Dorfcharakter beibehalten werden. Ich geniessen den Moment, die schöne Aussicht und die Ruhe (vor dem Sturm). Schön.

Eine schöne Wanderung zum Stausee

Zurück im Feriendorf - meine Familie schläft tatsächlich immer noch – mache ich es mir im Restaurant gemütlich, lese die Zeitung und geniesse einen ersten Kafi. Erst viel später bekomme ich Gesellschaft von meiner Manschaft. Wir frühstücken gemütlich (Gut zu Wissen: Im Reka-Feriendorf kann gefrühstückt werden, auch steht ein täglicher Brötchenservice zur Verfügung) und starten anschliessend gleich weiter mit viel Frischluft. Nun lasse ich - trotz Sprüchen wie: „Mami nimms doch chli easy“ - nicht noch mehr Zeit verstreichen. Auf geht es zum Stausee Gibidum. Wir starten bei der Talstation in Blatten und folgen dem Wegweiser Richtung Massaweg.


Der Weg führt uns durch schönste Täler, Lärchenwälder an einem Bach vorbei, immer mit Sicht auf die schönen Berge.

Dieses Fleckchen Erde in den Walliser Alpen ist schlicht bezaubernd schön.

 

Wir können unser Glück kaum fassen als wir tief im Rischinenwald "Gemsen" (keine 5 Meter von uns entfernt), Eichhörnchen und sogar einen Hasen entdecken. Wie im Zoo - nur tausend Mal besser.

Nach gemütlichen 50 Minuten erreichen wir die Staumauer, welche die Massa aufstaut, in die ein Teil des Wassers vom Aletsch-Gletscher abfliesst.

Eindrücklich auf ihr entlang zu spazieren (wann macht man das schon?), unglaublich imposant ist die Aussicht von hier oben (1436 Meter hoch). Wir stehen lange dort, staunen und geniessen die kühlende Temperatur hier in der Höh.

Später startet das nächste Abenteuer: Der Abschieg über die lange Stahltreppe. Wir schliessen eine Wette ab (es geht um viel: ein Glace): Wie viele Treppen es bis unten wohl sind?

Später haben wir uns bald schon eine "Belohnung" verdient. Bei einem gemütlichen Picknick-Platz genehmigen wir uns ein feines, mitgebrachtes Mittagessen bevor es zurück nach Blatten geht.

Informationen

  • Der Weg Blatten-Stausee beträgt ca. 50 Minuten
  • Rund um die Staumauer befindet sich der Klettersteig Aletsch.
  • Es finden sich viele schöne Picknick-Plätze und Grillstellen auf dem Weg.

Freizeitpark Hexenkessel

Zurück in Blatten fällt die angedachte Pause im Zimmer eher kurz aus, die Kinder sind voller Tatendrang und ich frage mich einmal mehr, woher sie bloss all diese grenzenlos erscheinende Energie her nehmen. So finden wir uns schon auf dem Spielplatz Hexenkessel vor dem Feriendorf wieder und ich versteh sofort, warum es ihnen hier noch besser als drinnen gefällt. Der Platz ist toll und bietet für Kleine und grössere Kinder viel. Das Highlight am heutigen, sonnigen Tag ist aber ganz klar der hübsch angelegte Plantschteich. Die Kinder stapfen durchs kühle nass, buddeln im Sand, stauen Wasser und sind happy. Als sie dann noch feststellen, dass sich im Wasser jede Menge Kaulquappen befinden, ist es um sie geschehen. Auch ich kann mich nicht beklagen. Gefühlte Stunden sitze ich unter einem schattigen Baum, schaue meinen Kleinen beim Spielen zu und geniesse den Tag in vollen Zügen.

Später gilt es, unsere Zeit in der Region Aletsch Arena mit einem letzten Erlebnis ausklingen zu lassen. die Entscheidung fällt rasch - die Kids wollen in die Höhe. Direkt neben dem Feriendorf und somit gleichzeitig im Zentrum von Blatten finden wir den perfekten Ort. Hier will mich die Manschaft für den Seilpark begeistern. Keine Chance: Seit kurzem ist die neue, über 200 Meter lange Tyrolienne, geöffnet und ich habe gesehen, welch unglaubliche Schlucht dabei überwunden werden muss. Adrenalin-Junkies werden diesen Kletter- und Seilpark lieben, ich für meinen Teil bin froh, den Job des Fotografierens (beste Ausrede ever) übernehmen zu können.

 

Die verschiedenen Parcours werden ab Start sukzessive schwieriger, zwischendurch bestehen Ausstiegsmöglichkeiten. Kletterflinke Kids ab einer Körpergrösse von 110 cm können sich ohne Begleitung auf dem Kinderparcours austoben. Für die Grösseren gibt es einfache bis herausfordernde Routen. Ich ziehe es vor, das Schauspiel von unten zu bestaunen. Immer wieder höre ich die drei johlen und kreischen. Die Tyrolienne ist die krönende Schlussfahrt gewidmet, wahnsinn.

Dann ist leider auch bereits die Zeit für die Heimreise gekommen. Auf der anschliessenden Fahrt sind alle müde, aber vor allem auch eins: super happy.


Mein Fazit

Dass die Schweiz schön ist, wissen und schätzen wir. Aber wir sind doch immer wieder aufs Neue überrascht wie abwechslungsreich, wunderbar und spannend unser Land ist. Die Aletsch Arena hat extrem viel zu bieten und ist für Familienferien aus unserer Sicht ein Traumziel und ein echtes Naturparadies. Total verliebt haben wir uns dabei in ein ganz besonderes Fleckchen des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch: Das kleine authentische Dörfchen Blatten. welchest auf 1300 m.ü.M und am 23 Kilometer langen Aletsch Gletscher liegt.

 

Die Region verfügt über Eigenheiten, die es geradezu für Ferien mit Kindern prädestinieren. Schön kurze Wege, wunderschönste Naturlandschaften, ein mildes, windgeschütztes Klima, tolle Spielplätze, Indoor- wie Outdoor-, einen Seilpark (sensationell: Seilbahnfahns sausen über die bis zu 200 Meter langen Tyroliennes), hübsche Bergsee, stylische Cafés, imposante Hängebrücken, gutes Essen und herzliche, kinderfreundliche Gastgeber. Auch mit kleinen Kindern kann man hier gut Wandern, da es viele kinderwagentaugliche Wege und extra angelegte Themenwege (Tipp: Der Hexenweg ist genial!) gibt. Absolut empfehlenswert ist auch die kleine, leichte Wanderung zum Aletsch Gletscher. Ein unvergessliches Erlebnis, dieses Naturereignis aus nächster Nähe bestaunen zu können.

 

Im Winter ist die Region absolut schneesicher und bestens fürs Skifahren und Rodeln geeignet. Mit Kindern ist man hier bestens aufgehoben, die Distanzen von Unterkunft zu Skilift sind super-kurz, es gibt eine Skischule und eine Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Monaten.

 

Und die Bergwelt, die ist einfach nur: wow!

Wir haben uns rundum wohl gefühlt und werden bestimmt wieder kommen.

 

 

______________________
Offenlegung: Diese Pressereise erfolgte auf Einladung von Schweiz Tourismus. Herzlichen Dank dafür und dass wir die Region frei von Beeinflussungsversuchen testen durften.